Das alte „Bitburger“-Haus in der Bergstraße in Heiligenhafen.
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Seit einigen Tagen ist der Gehweg vor dem seit Jahren leerstehenden „Bitburger“ abgesperrt. Wie die Stadt Heiligenhafen auf Nachfrage bestätigt hat, soll mit den Abrissarbeiten zeitnah begonnen werden.

In der Bergstraße 16 soll ein Neubau errichtet werden

„Problem-Haus“ in der Bergstraße steht vor Abriss

  • Patrick Rahlf
    VonPatrick Rahlf
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Um das verlassene „Problem-Haus“ in der Bergstraße 16 in Heiligenhafen ist der Gehweg seit einigen Tagen abgesperrt. Das Haus steht vor dem Abriss, da hier demnächst ein Neubau entstehen soll.

Heiligenhafen – Eine wahre Problem-Immobilie in der Heiligenhafener Innenstadt soll in diesen Tagen abgerissen werden. Die Rede ist vom Haus in der Bergstraße 16, wo früher die Gaststätte „Bitburger“ beheimatet gewesen ist. Seit Jahren stand das Gebäude leer, verfiel immer weiter und nicht selten wuchs das Unkraut vor der Tür meterhoch. Der frühere Besitzer hatte sich nie um die Beseitigung gekümmert, deswegen musste der Bauhof regelmäßig Hand anlegen. 

„Der neue Eigentümer hat den Abriss beantragt, deshalb wurden sowohl der Gehweg als auch die Straße halbseitig gesperrt“, erklärte Heiligenhafens Bürgermeister Kuno Brandt (parteilos) auf Nachfrage. In den kommenden Tagen könnte es sein, dass die Bergstraße zeitweise auch komplett gesperrt werden müsse, wenn die Abrissarbeiten in vollem Gange seien.

Ich bin froh, dass sich dort nun etwas tut.

Heiligenhafens Bürgermeister Kuno Brandt (parteilos)

Insgesamt sei der Abriss ein „positives Signal“ für die Innenstadt, denn der alte „Bitburger“ wurde seit Jahren nicht mehr gepflegt und war ein echter Schandfleck auf dem Weg in die Innenstadt. „Keine Frage, es ist ein ungepflegtes Problem-Haus an einer sehr zentralen Stelle, mit dem sich auch die Stadtverwaltung häufig beschäftigen musste. Ich bin froh, dass sich dort nun etwas tut“, erklärte Brandt. 

Immobilie wurde in 2020 für 375000 Euro ersteigert

So soll der Neubau in der Bergstraße 16 aussehen. Der Blick ist aus dieser Perspektive von der Achterstraße hin zur Bergstraße gerichtet.

Der Immobilienunternehmer Edwin Thiemann, dem die heruntergekommene Innenstadtimmobilie gehört, hatte diese im August 2020 für 375000 Euro im Rahmen einer Zwangsversteigerung im Oldenburger Schützenhof ersteigert (wir berichteten). Unklar war unterdessen die Wohnsituation in dem alten Haus, das jahrelang offiziell unbewohnt war. Wie Anwohner im vergangenen Jahr der HP berichteten, hatten sich zeitweise bis zu vier Personen Zutritt zum Haus in der Bergstraße 16 verschafft. „Ob das Hausbesetzer sind oder Personen, die doch einen gültigen Mietvertrag haben, das muss der neue Eigentümer klären“, sagte Rechtspfleger André Hasselmann seinerzeit, der die Versteigerung moderiert hatte. 

Immobilienunternehmer Edwin Thiemann bewirbt seine Neubaupläne an dieser Stelle derweil bei Instagram mit den Stichworten „Eigentumswohnung“ und „Zweitwohnsitz“. Eine HP-Anfrage ließ er bis gestern unbeantwortet. 

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