Landräte ziehen positive Bilanz

„Heiligenhafen gut im Rennen“

Landratsbesuch in Heiligenhafen: Reinhard Sager (l.) und Dr. Volkram Gebel (2.v.l.) besichtigten am Mittwoch touristische Attraktionen wie den Heiligenhafener Yachthafen.

HEILIGENHAFEN (fh) • Ein positives Fazit zogen jetzt die Landräte Reinhard Sager aus Ostholstein und Dr. Volkram Gebel aus Plön bei ihrem Heiligenhafen-Besuch.

Die Leiter der Kreisverwaltung besuchten touristische Objekte wie das Aktiv-Hus, den Yachthafen, den Reisemobilplatz und den Kommunalhafen. „Beeindruckt hat uns besonders der Wellness- und Gesundheitsbereich sowie der Spielbereich im Aktiv-Hus“, sagte Landrat Sager nach der Ortsbesichtigung.

Bei ihrem Besuch verschafften sich die Landräte einen Überblick über Marketingstrukturen sowie über maritime Tourismusstrukturen in der Warderstadt. Begleitet wurden sie bei ihrem Besuch von Bürgermeister Heiko Müller, Bürgervorsteher Norbert Suhr und Joachim Gabriel, Geschäftsführer der Heiligenhafener Verkehrsbetriebe (HVB).

Auch den Zustand der Heiligenhafener Reisemobilplätze hoben die Chefs der Kreisverwaltung nach der Begehung lobend hervor. In Heiligenhafen gebe es zahlreiche und gut ausgerüstete Campingplätze, die „sehr individuell“ ausgestattet seien.

Zum geplanten Umwelt/Ostseehaus nahmen die Landräte ebenfalls Stellung. Wenn Heiligenhafen das neue Haus des Architekten von Gerkan errichte, stelle dies einen Gewinn für die Region Wagrien dar, meinte Sager. Dass der architektonische Bau in der Bevölkerung umstritten ist, spreche eher für das Projekt. Denn Architektur sei schon immer ein eher umkämpftes Terrain gewesen.

„Yachthafen   ist Garant für Erfolg“

Nach der Ansicht von Gebel und Sager stellt der Yachthafen die Weichen für eine noch erfolgreichere touristische Zukunft. Sowohl der Neugestaltung der Infrastruktur am Binnensee und Steinwarder, der Modernisierung der Strandpromenade als auch der Errichtung des Aktiv-Huses sei hierbei eine herausragende Rolle zugekommen.

 

Die derzeit geplante Erneuerung der Hafenpromenade ist daher aus Sicht der Touristiker  mehr als wichtig. Unerwähnt blieb an dieser Stelle nicht, dass Heiligenhafen der größte deutsche Yachtcharterstützpunkt ist und jährlich über 430000 Übernachtungen durch Gastlieger im Yachthafen verzeichnet. Landrat Sager verspricht sich daher von der neuen Hafenpromenade nicht nur die Absicherung der vorhandenen rund 240 Arbeitsplätze. „Mit der Umgestaltung der Hafenpromenade erhoffen sich Kreis und Stadt, erhebliche private Investitionen in den Bereichen Gastronomie, Beherbergung und Freizeit. Gästezahlen könnten hierdurch langfristig stabilisiert oder erhöht, Arbeitsplätze neu geschaffen werden“, so Sager.

Die Hafenpromenade ergänze zugleich das Interreg-Projekt „Baltic Sailing“. Beide Landräte versprechen sich schon in naher Zukunft positive Effekte für die touristische Anziehungskraft in der gesamten Region. Sager und Gebel stellten außerdem heraus, dass  eine „klare Positionierung des Marketings“ erforderlich sei. Nur so könne eine touristische Region überhaupt wahrgenommen werden. Die Konzeption von Marketingstrategien ist nach den Worten Sagers immer nur dann wirksam, wenn der Gast vor Ort ein entsprechendes Angebot vorfinde. Landrat Dr. Gebel betonte, dass auf den verschärften touristischen Wettbewerb „mit der Umsetzung der Marketingstrategie des Ostsee-Holstein-Tourismus reagiert werden müsse. „Wir brauchen die politische Unterstützung auf Ortsebene genauso wie den Mut zu Investitionen und echten Unternehmensgeist der Tourismuswirtschaft“.

Insgesamt hat sich laut Aussage von Gebel nach den ers-ten Befragungen bereits ergeben, dass die diesjährige Saison positiv verlaufen sei. Mit aktuellen Zahlen kann die Tourismusbranche momentan jedoch noch nicht dienen. Bürgermeister Heiko Müller und Bürgervorsteher Norbert Suhr zeigten sich nach der positiven Bewertung erleichtert. „Ich finde es toll, dass wir die Zukunft gemeinsam meis-tern“, so Bürgermeister Müller abschließend.

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