Die Siedlung Ortmühle in Heiligenhafen
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Die ursprüngliche Siedlungsstruktur Ortmühles soll erhalten bleiben. Dafür will sich die Heiligenhafener Politik einsetzen und eine Satzung auf den Weg bringen.

Regulierung von Zweitwohnungen

Ortmühle: Siedlungsstruktur soll erhalten bleiben

  • Patrick Rahlf
    vonPatrick Rahlf
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Der Heiligenhafener Stadtentwicklungsausschuss diskutierte jüngst über die Regulierung von Zweitwohnungen. Ursprüngliche Siedlungsstrukturen wie in Ortmühle sollen so erhalten bleiben.

  • Ausschuss empfiehlt, 15000 Euro in den Haushalt einzustellen, um eine Satzung für die Regulierung von Zweitwohnungen in der Warderstadt zu erarbeiten.
  • Neue Weihnachtsbeleuchtung für die Innenstadt für 85000 Euro veranschlagt.
  • Die Pfähle der Steinwarder-Holzbuhnen sollen durchgegammelt sein.

Heiligenhafen – Die Ausweitung von Zweitwohnungen in Heiligenhafen soll zukünftig weiter reguliert werden. Dafür hat sich zuletzt der Stadtentwicklungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung ausgesprochen und sich dabei auf das Beispiel Ortmühle bezogen. „Das Ziel muss es sein, die ursprüngliche Siedlungsstruktur Ortmühles zu erhalten und das auch satzungsrechtlich festzuzurren“, regte Günter Möhlmann (CDU) an.

Ich sehe, wir sind uns einig, dass wir die Schaffung von neuen Zweitwohnungen regulieren wollen.

Ausschussvorsitzende Monika Rübenkamp (SPD)

Hierfür sollen in den 2021er-Haushalt 15000 Euro eingestellt werden, um eine Satzung zu erarbeiten. „Wenn alte Häuser an Auswärtige verkauft werden, diese abgerissen werden und an der Stelle Wohnungen für Zweitwohnungsbesitzer entstehen, dann ist das weder schön noch zielführend und sollte unterbunden werden“, erklärte Möhlmann. Die übrigen Ausschussmitglieder pflichteten Möhlmann bei, während Michael Vollmer (Grüne) noch einen Schritt weiterging: „Wäre es nicht sinnvoll, so etwas für die gesamte Stadt zukünftig festzulegen?“ Heiligenhafens Bürgermeister Kuno Brandt (parteilos) entgegnete, dass eine derartige Maßnahme für die gesamte Stadt viel Zeit in Anspruch nehmen würde. „Außerdem sehe ich diese Problematik auch nicht überall.“ Neben Ortmühle soll auch der Innenstadtbereich in Zukunft satzungsrechtlich abgesichert werden. „Ich sehe, wir sind uns einig, dass wir die Schaffung von neuen Zweitwohnungen regulieren wollen“, fasste die Ausschussvorsitzende Monika Rübenkamp (SPD) zusammen.

Kostspielige Weihnachtsbeleuchtung

Ein weiteres Thema, das im Ausschuss im Rahmen der Haushaltsberatungen zur Sprache kam, war die Anschaffung einer neuen Weihnachtsbeleuchtung für die Innenstadt. Diese ist mit 85000 Euro veranschlagt worden. „Das kling natürlich erst mal nicht wenig, ist aber die Beleuchtung für die gesamte Innenstadt. Mittlerweile bekommen wir kaum noch Ersatzteile. Der Bauhof flickt zusammen, was möglich ist, stößt aber auch schon längere Zeit an Grenzen“, sagte Bauamtsleiter Roland Pfündl über die alte Weihnachtsbeleuchtung.

Pfündl berichtete außerdem über den Zwischenstand der Untersuchungen, auf dem Graswarder ein öffentliches WC zu bauen. „Wenn überhaupt, dann wäre ein WC wohl nur am ‚Berliner Lager‘ möglich. Die Frage ist, ob der Standort gewünscht ist und ob die Untere Naturschutzbehörde überhaupt zustimmt. Erste Gespräche haben bereits stattgefunden“, berichtete Roland Pfündl.

Niclas Boldt bringt großes Holzstück mit

In der Einwohnerfragestunde meldete sich Niclas Boldt zu Wort, der den Ausschussmitgliedern etwas mitgebracht hatte: ein großes Stück Holz, das nach seiner Aussage von den Steinwarder-Holzbuhnen stammen soll und das er auf einen Tisch im Kursaal legte. „Die Pfähle sind bereits nach fünf Jahren durchgegammelt. Das Buhnenfeld ist absolut wirkungslos, das haben einmal mehr die letzten Wochen gezeigt. Bedenklich ist, dass sich das Buhnenfeld schon jetzt in seine Einzelteile auflöst“, so Boldt. Der Ausschuss nahm die Anmerkungen zur Kenntnis, während Monika Rübenkamp sicherstellte, dass Boldt das Holzstück wieder mitnehmen solle.

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