Potentielle Schwimmbadfläche östlich vom Aktiv-Hus in Heiligenhafen.
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Grundsätzlich wäre ein Schwimmbadbau auf der Fläche östlich vom Aktiv-Hus wohl förderfähig. Allerdings müsste dem Wirtschaftsministerium im Vorfeld eine Machbarkeitsstudie vorgelegt werden.

Grundsätzlich förderfähig, aber diverse Einschränkungen

Schwimmbad östlich vom Aktiv-Hus ist möglich

  • Patrick Rahlf
    VonPatrick Rahlf
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Heiligenhafens Bürgermeister Kuno Brandt hat sich in Kiel über die Förderfähigkeit für ein Schwimmbad östlich des Aktiv-Hus informiert. Die sei grundsätzlich möglich, aber werde bestenfalls nur noch 70 Prozent betragen.

  • Heiligenhafen müsste selbst erst mal 60000 Euro investieren.
  • Geld für Machbarkeitsstudie müsste spätestens am 9. Dezember bei der Sitzung der Stadtvertretung in den Haushalt eingestellt werden.
  • Unklar ist auch die Frage nach der Bad-Unterhaltung.

Heiligenhafen – Durchaus mit Spannung ist die Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am Montagabend erwartet worden, schließlich hatte Bürgermeister Kuno Brandt (parteilos) im Vorfeld angekündigt, von seinem Treffen mit Vertretern des Kieler Wirtschaftsministeriums zu berichten. Heiligenhafens Verwaltungschef hatte im September von der Stadtvertretung den Auftrag erhalten, die Förderfähigkeit für ein Schwimmbad auf dem Areal östlich vom Aktiv-Hus abzuklopfen – in Kombination mit der Renovierung des in die Jahre gekommenen Spa-Bereiches im Aktiv-Hus. Bekanntlich war der Standort Steinwarder, für den es eine 90-prozentige Förderung für einen Schwimmbadbau gegeben hätte, im Rahmen eines Bürgerentscheides abgelehnt worden.

Grundsätzlich sei eine Förderung für ein „touristisch geprägtes Erlebnisbad“ am neuen von der Stadtvertretung mehrheitlich favorisierten Standort möglich, „aber dann reden wir nicht mehr von 90 Prozent Förderung, sondern von 60, bestenfalls 70 Prozent“, erklärte Kuno Brandt. Auch könne eine Renovierung des Aktiv-Hus dabei nicht mit eingeflochten und kombiniert werden. „Das wurde kategorisch abgelehnt und sei nicht förderfähig. Der Spa-Bereich mit den Saunen müsste im neuen Bad untergebracht werden, für das Aktiv-Hus müsste ein Nachnutzungskonzept erstellt werden“, so Brandts ernüchternde Aussage.

Stadt müsste erstmal selbst Geld investieren

Um überhaupt eine Chance auf eine 60- bis 70-prozentige Baukostenförderung für ein Schwimmbad zu haben, müsste die Stadt erst mal Geld in die Hand nehmen. „Dem Ministerium reichen keine Skizzen für eine verbindliche Förderzusage. Es müssten eine Grundlagenplanung sowie eine Machbarkeitsstudie erstellt werden“, berichtete Kuno Brandt weiter. Kostenpunkt: rund 60000 Euro. 

Im frostigen Kursaal mussten die Ausschussmitglieder erst mal schlucken. Ob die Mehrheit weiterhin an das Projekt glaubt, wird sich schon bald entscheiden, denn das Geld für eine Machbarkeitsstudie müsste spätestens zur Stadtvertretung am 9. Dezember in den Haushalt eingestellt werden. Weiterhin ungeklärt ist auch die Frage der Bad-Unterhaltung, schließlich gibt es, anders als auf dem Steinwarder, keinen Hotelier, der verbindlich ein Drittel der laufenden Kosten übernimmt.

Arid-Hus soll erweitert werden

Ein weiteres Thema am Montagabend war das Arid-Hus. Dabei handelt es sich um eine therapeutische Einrichtung zur Förderung chronisch Suchtkranker, die im Außenbereich von Heiligenhafen an der A1 liegt. Das Bundesteilhabegesetz fordert mittelfristig eine Veränderung der Wohnraumsituation. „Bislang leben die Patienten beengt in Zweibett-Zimmern. Das muss sich auf Grundlage eines neuen Gesetzes nun ändern“, erklärte Bürgermeister Kuno Brandt. Aus diesem Grund würde sich die Einrichtung gerne erweitern, um zukunftsfähig aufgestellt zu sein – andernfalls würde es irgendwann das Aus für das Arid-Hus bedeuten. Bei Enthaltungen von Günter Möhlmann (CDU) und Niko Rickert (Liberale BisS-Fraktion) sprach sich der Stadtentwicklungsausschuss einstimmig für die Erweiterungspläne aus.

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