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Kostspielige Entschlammung im Stadtpark-Teich

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Von: Patrick Rahlf

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Ein Saugbagger entschlammt den Stadtteich in Heiligenhafen
Die Aufnahme des Schlamms erfolgt mit einem Saugbagger, um die Sohle nicht zu beschädigen. Um die Natur zu schonen, wird der Schlamm vorsichtig aufgenommen und nach naturschutzrechtlichen Vorgaben entsorgt. © Hans-Jörg Meckes

Im Heiligenhafener Stadtpark-Teich laufen gerade die Entschlammungsarbeiten mit einem Saugbagger. Für die Entschlammung von drei Regenrückhaltebecken wurden insgesamt 680.000 Euro in den Haushalt eingestellt.

Heiligenhafen – Die seit längerer Zeit angekündigte Entschlammung der Regenrückhaltebecken im Heiligenhafener Stadtgebiet hat begonnen. Im Stadtpark-Teich ist mit den Arbeiten begonnen worden, die nach Angabe von Bauamtsleiter Roland Pfündl dringend nötig seien. „Dabei handelt es sich schließlich um ein Regenrückhaltebecken, dessen Volumen durch die jahrelange Verschlammung deutlich gemindert wird.“

Die sensiblen Arbeiten, die mit einer biologischen Baubegleitung durchgeführt werden, können aufgrund von naturschutzrechtlichen Belangen nur von Oktober bis Ende Februar stattfinden – und sie sind nicht billig. Für die umfangreiche Entschlammung der drei Regenrückhaltebecken im Stadtpark, Hohlgrund und Feldstraße Ecke Neuratjensdorfer Weg wurden insgesamt 680.000 Euro in den Haushalt der Stadt eingestellt. Der Teich im Stadtpark wird dabei den Löwenanteil verschlingen. „Wie hoch die Summe am Ende genau ausfällt, hängt damit zusammen, wie viel Schlamm herausgeholt und entsorgt werden muss“, erklärte Marcus Schmidt, Mitarbeiter im Bauamt der Warderstadt. Der Schlamm wird abtransportiert und landet auf einer Deponie. „Vorher wird der Schlamm bereits mit einer Spezialmaschine getrocknet. Das herausgezogene Wasser muss dem Schmutzwasserkanal zugeführt werden“, ergänzte Roland Pfündl.

Hoher technischer Aufwand bei vier Regenrückhaltebecken

Wie der Bauamtsleiter weiter berichtete, habe man 2016 alle Abwasserkanäle per Video befahren lassen und in diesem Zusammenhang auch die Problematik der Rückhaltebecken erkannt. In den Jahren 2018 und 2019 wurden diese Becken im Stadtgebiet einer ingenieurmäßigen Untersuchung unterzogen. Ergebnis: Von den zehn Regenrückhaltebecken müssen vier mit großem technischen Aufwand unbedingt zeitnah entschlammt werden. Dazu gehört – neben den bereits genannten Becken – auch das im Ortmühlenweg.

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