Comic-Übergabe in der Theodor-Storm-Schule in Heiligenhafen.
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Freudige Gesichter auf dem Schulhof der TSS bei der Comic-Übergabe: Salome Knehr (v.l.), Sabine Boschke, Susanne Amrein-Vornheim, Elina Scherf, Kai-Uwe Maurer, Tobias Wahl, Kuno Brandt, Christel Georgi und Jörg Schumacher.

Jetzt wird der Sachunterricht bunt

Schüler der Theodor-Storm-Schule Heiligenhafen erhalten Comic-Hefte zur Stadtgeschichte

  • Hans-Jörg Meckes
    vonHans-Jörg Meckes
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Die Stadt Heiligenhafen und zwei Stiftungen der Sparkasse Holstein übergaben der Theodor-Storm-Schule 90 Comic-Hefte zur Stadtgeschichte. Die Hefte sollen im Sachunterricht in der dritten und vierten Klasse eingesetzt werden.

  • Der Comic zur Stadtgeschichte von Heiligenhafen soll den Sachunterricht auffrischen.
  • Die Theodor-Storm-Schule bedankte sich bei der Stadt und bei den Sparkassen-Stiftungen.
  • Den Beteiligten ist es wichtig, dass Kinder etwas über die Geschichte ihrer Heimat lernen.

Heiligenhafen – Für die Heiligenhafener Dritt- und Viertklässler wird der Sachunterricht jetzt mit dem Comic zur Stadtgeschichte von Heiligenhafen aufgefrischt. Das ermöglichten die Sparkassen-Stiftung Ostholstein, die Sparkassen-Kulturstiftung Ostholstein und die Stadt Heiligenhafen, die der Theodor-Storm-Schule gestern 90 Comic-Exemplare für zwei Jahrgänge kostenfrei übergaben.

Ab der dritten Klasse steht im Sachunterricht das Thema „Mein Heimatort“ auf dem Lehrplan, erklärte Sabine Boschke. Sie freute sich sehr über die 90 Hefte, denn „dieser Comic ist eine originelle Art, etwas über Heiligenhafen zu lernen.“ Bürgermeister Kuno Brandt (parteilos), der zusammen mit Heiligenhafens Büroleitendem Beamten Kai-Uwe Maurer anwesend war, erinnerte sich noch an seine eigene Schulzeit: „Ich kann mich noch an meinen eigenen Geschichtsunterricht erinnern, der teilweise sehr dröge war.“ Deshalb hofft Brandt, dass der Comic, der von Illustrator Tobi Wagner gezeichnet wurde, dazu beitrage, „dass mehr hängen bleibt“. Positiv konnte der Bürgermeister vermerken, dass innerhalb der ersten vier Wochen nach dem Erscheinen des Comics bereits über die Hälfte der Auflage veräußert werden konnte.

Auch der Schulleiterin hilft der Comic, um etwas über Heiligenhafen zu erfahren

Schulleiterin Susanne Amrein-Vornheim zeigte sich begeistert davon, die Geschichte der Warderstadt so bunt aufzubereiten: „Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diese wunderbare Chronik zu verteilen.“ Ein bisschen lachen musste sie ebenfalls, denn der Comic habe auch ihr als Neubürgerin Heiligenhafens dabei geholfen, etwas über die Geschichte zu lernen. Dazu betonte Kuno Brandt, dass der Comic sich nicht nur an Kinder richte, sondern genauso an Erwachsene. „Man kann damit unheimlich viel über den Ort lernen“, sagte er. Kai-Uwe Maurer ergänzte, dass es im Laufe der Realisierung des Comics eine ständige Zielgruppenerweiterung gegeben habe.

Die Zukunft hat auch immer etwas mit der Vergangenheit zu tun, und deshalb funktioniert eine Gesellschaft auch nur, wenn man aktiv etwas dafür tut.

Jörg Schumacher, Geschäftsführer von den Stiftungen der Sparkasse Holstein

Jörg Schumacher von der Stiftung Sparkasse Ostholstein erklärte, dass der Comic mit der Sparkassen-Kulturstiftung und der Sparkassen-Stiftung Ostholstein aus zwei Stiftungen der Sparkasse Holstein gefördert worden sei. „Auf diesem Weg kann man langweilige Themen so aufbereiten, dass sie allen Zielgruppen zugänglich sind.“ Er habe durch das Heft selbst viele Dinge über Heiligenhafen gelernt, so Schumacher, der den Comic auch als Vorbild für andere Städte sieht. Viele würden den Kreis Ostholstein, der erst seit Anfang der 70er-Jahre im Zuge der Kreisreform entstanden sei, unterschätzen. „Die Geschichte im Kreis Ostholstein ist sehr interessant. Die Zukunft hat auch immer etwas mit der Vergangenheit zu tun, und deshalb funktioniert eine Gesellschaft auch nur, wenn man aktiv etwas dafür tut“, stellte Schumacher heraus. 

Comic regt zum mehrmaligen Lesen und zum Suchen an

Ebenso betonte Christel Georgi von der Sparkasse in Heiligenhafen, wie wichtig das Wissen über die eigene Geschichte sei. Besonders gut gefallen ihr am Comic die vielen kleinen Details, die man erst bei der zweiten oder dritten Lektüre erkenne: „Wenn man genau hinguckt, erkennt man Leute aus Heiligenhafen. Es ist schön für die Kinder, dass sie angeregt werden, nach den Details zu suchen.“

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