Wahlplakate von Bettina Hagedorn und Ingo Gädechens in Heiligenhafen.
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Ingo Gädechens möchte erneut den Wahlkreis 9 für sich entscheiden. Vor vier Jahren holte er 41,5 Prozent der Erststimmen. Bettina Hagedorn landete mit 30,6 Prozent auf dem zweiten Platz.

Anteil der Briefwähler hat stark zugenommen

Eine richtungsweisende Bundestagswahl

  • Patrick Rahlf
    VonPatrick Rahlf
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Am Sonntag (26. September) ist Bundestagswahl. In Heiligenhafen sowie in den Gemeinden des Amtes Oldenburg-Land wird mit einem starken Zuwachs von Briefwählern gerechnet. Erste Ergebnisse gibt es voraussichtlich ab 18.30 Uhr.

  • Im Wahlkreis Ostholstein und Stormarn-Nord sind mehr als 183000 Menschen abstimmungsberechtigt.
  • Viel mehr Menschen werden dieses Mal per Briefwahl abstimmen als noch im Jahr 2017.
  • Direktkandidaten von CDU, SPD, Grüne, FDP, Freie Wähler, Linke, AfD und „dieBasis“ können mit der Erststimme gewählt werden.

Ostholstein – Nach 16 Jahren Angela Merkel als Bundeskanzlerin ist die Bundestagswahl am Sonntag (26. September) richtungsweisend. Welche Partei wird die Mehrheit der Stimmen holen, ist eine Frage. Und eine noch viel spannendere lautet, welche Parteien später koalieren und die künftige Regierung stellen werden. Ostholstein bildet mit Stormarn-Nord den Wahlkreis 9, in dem mehr als 183000 Menschen abstimmungsberechtigt sind (darunter 167500 Ostholsteinerinnen und Ostholsteiner). 

Bürgerinnen und Bürger, die sich bislang nicht an der Briefwahl beteiligt haben, können am Sonntag in der Zeit von 8 bis 18 Uhr wählen gehen. In Heiligenhafen, wo es sechs Wahllokale gibt, sind 7942 Personen wahlberechtigt, wie Petra Schlichting von der Stadt mitgeteilt hat. „Insgesamt rechnen wir mit 2450 Briefwählern, was ein starker Anstieg im Vergleich zu 2017 ist. Damals waren es knapp 1300 Briefwähler.“ Auch bei anderen Wahlen in den vergangenen Jahren habe man registriert, dass die Briefwahl immer beliebter wird. „Ein Trend, der wohl dauerhaft bleiben wird“, so Petra Schlichting. Wer am Sonntag klassisch an die Wahlurne tritt, muss beachten, dass coronabedingt maximal vier Personen gleichzeitig ins Wahllokal eintreten dürfen. 

Auch das Amt Oldenburg-Land, zu dem die Gemeinden Großenbrode, Gremersdorf, Neukirchen, Heringsdorf, Göhl und Wangels zählen, hat einen „rasanten Anstieg bei den Briefwählern“ verzeichnet, wie der HP auf Nachfrage mitgeteilt wurde. 7966 Wahlberechtigte gibt es hier, 2100 haben ihre Stimme bereits per Briefwahl abgegeben. Mit der Erststimme werden wie gehabt die Direktkandidatinnen und -kandidaten gewählt, mit der Zweitstimme die Parteien.  

Direktkandidaten haben intensive Wahlkampfwochen hinter sich

Für die hiesigen Bundestagsabgeordneten Ingo Gädechens (CDU) und Bettina Hagedorn (SPD) enden in diesen Tagen ereignisreiche und vor allem arbeitsintensive Wahlkampfwochen. Aber natürlich wollen noch weitere Kandidaten aus Ostholstein in den Bundestag einziehen, die alle mit der Erststimme gewählt werden können: Jörg Hansen (FDP), Jakob Brunken (Grüne), Uwe Witt (AfD), Susanne Spethmann (Linke), David Gutzeit (Freie Wähler), Michael Metzig („dieBasis“) sowie Einzelkandidat Mergim René Schlüter. Bei den letzten drei Bundestagswahlen gingen die meisten Stimmen im Wahlkreis 9 an Ingo Gädechens. 41,5 Prozent der Erststimmen entfielen 2017 auf den Christdemokraten von der Insel Fehmarn, auf 30,6 Prozent brachte es Bettina Hagedorn. Gädechens steht in diesem Jahr auf Platz drei der CDU-Landesliste, Hagedorn auf vier. 

Eine öffentliche Präsentation der Ergebnisse oder gar eine Wahlparty im Kreishaus wird es nicht geben. Der Kreis Ostholstein wird unmittelbar nach der Auszählung alle Ergebnisse der Städte und Gemeinden auf der Internetseite www.kreis-oh.de präsentieren. Ab 18.30 Uhr wird mit den ersten Ergebnissen gerechnet.

Wer über keinen Internetzugang verfügt, sich aber dennoch über die Ergebnisse des Wahlkreises Ostholstein und Stormarn-Nord informieren möchte, kann sich selbstverständlich telefonisch beim Kreis erkundigen (04521 788755).

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