Hotels in Heiligenhafen
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Heiligenhafen wird keine touristische Ausnahmegenehmigung für die Öffnung von Hotels und anderen Beherbergungsunterkünften erhalten. Die Stadt hat ihre Bewerbung ans Land zurückgezogen.

Warderstadt stand am Ende alleine da

Heiligenhafen zieht Bewerbung für Modellregion zurück

  • Patrick Rahlf
    vonPatrick Rahlf
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Die Stadt Heiligenhafen zieht die Bewerbung als touristische Modellregion im Zuge der Corona-Pandemie zurück. Man ist zuerst von einer „echten Modellregion“ in Ostholstein ausgegangen.

  • Touristikleiter Manfred Wohnrade verkündete den Rückzug von Heiligenhafens Bewerbung als touristische Modellregion.
  • Die Stadt ging von einer Modellregion in ganz Ostholstein aus.
  • Der Schutz der Bevölkerung stehe an oberster Stelle, betonte Wohnrade.

Heiligenhafen – Heiligenhafen wird keine touristische Modellregion, die Stadt hat in dieser Woche ihre Bewerbung zurückgezogen. Das hat Touristikleiter Manfred Wohnrade heute Nachmittag gegenüber der HP bestätigt. Die Öffnung von Beherbergungsbetrieben und der Innen-Gastronomie unter strengen Auflagen ist damit aktuell vom Tisch.

„Nach und nach haben alle Nachbargemeinden wie Fehmarn und Großenbrode abgesagt. Wir sind allerdings von einer echten Modellregion in Ostholstein ausgegangen, standen aber am Ende ziemlich alleine da“, erklärte Wohnrade die Beweggründe für den Rückzug. Wäre die Heiligenhafener Bewerbung erfolgreich gewesen, „dann wären wir eine abgekoppelte touristische Insel-Oase gewesen“, so der Touristikleiter, für den die Folgen nicht vollumfänglich abzuschätzen seien. „Zum Schutze der einheimischen Bevölkerung haben wir deshalb darauf verzichtet. Wir wollen kein Risiko eingehen, die Gesundheit der Menschen steht über allem“, sagte Manfred Wohnrade.

Viel Lob aus Kiel erhalten

Man habe zwar viel Arbeit in die Bewerbung gesteckt, die am Gründonnerstag abgeschickt wurde, in Abstimmung mit dem stellvertretenden Bürgermeister Folkert Loose (CDU) habe man sich aber nun für den Rückzug entschieden. „Aus Kiel haben wir dennoch viel Lob für unsere Konzepte und Überlegungen erhalten. Für die Zukunft fühlen wir uns mit unserem Testzentrum und der Luca-App grundsätzlich gut aufgestellt“, erklärte Heiligenhafens Touristikleiter, der nun aber auch die weitere Entwicklung der dritten Welle der Corona-Pandemie abwarten möchte. Schließlich wird in diesen Tagen von nicht wenigen Politikern ein zeitlich begrenzter harter Lockdown gefordert. 

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