Luftaufnahme des Ferienparks in Heiligenhafen.
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Der Ostsee-Ferienpark in Heiligenhafen ist seit 2014 umfassend saniert worden.

Seit 2014 mehr als 30 Millionen Euro investiert

Ferienpark Heiligenhafen ist fit für die Zukunft

  • Patrick Rahlf
    vonPatrick Rahlf
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Der Ferienpark in Heiligenhafen wurde saniert. Vom Brandschutz bis hin zur Balkon- und Fassadensanierung wurde viel erneuert. Die Verwaltung und die Eigentümergesellschaft sind jedoch oft an ihre Belastungsgrenze gekommen.

  • Die Sanierung des Ferienparks gestaltete sich als sehr aufwändig und schwierig.
  • Im Jahr 2013 wurden nach den Brandschutzbestimmungen erhebliche Mängel festgestellt, die eine Sanierung notwendig machten.
  • Balkone wurden abgedichtet und die Fassade durch eine neue Farbgebung optisch aufgewertet.

Heiligenhafen – Der Heiligenhafener Ferienpark mit seinen insgesamt 1694 Wohneinheiten hat in den vergangenen Jahren eine umfassende Sanierung erfahren und ist nun, exakt 50 Jahre nach Fertigstellung, fit für die Zukunft. Die Sanierung hat sich als wahre Herkulesaufgabe für die Wohnungseigentümergemeinschaft des Ferienparks, die nach dem Olympiadorf in München die zweitgrößte Deutschlands ist, herausgestellt. „In enger Zusammenarbeit mit der Eigentümergemeinschaft und dem Verwaltungsbeirat wurde dieses Mammutprojekt in Angriff genommen“, berichtete Constance Krase, Geschäftsführerin der Krase Ostsee-Ferienparkverwaltung GmbH, im Gespräch mit der HP. Bisher sind in den vergangenen sieben Jahren mehr als 30 Millionen Euro in die Instandsetzung des Heiligenhafener Ferienparks investiert worden. 

Verwalterin Constance Krase: „Gemeinsam wurde der Kraftakt gemeistert.“

Sowohl Verwaltung als auch Eigentümergemeinschaft seien häufig an der Belastungsgrenze gewesen, gemeinsam habe man den Kraftakt aber bislang bewältigen können, so Krase. Rückblick: Bei einer Brandschau im Jahr 2013 teilten die Behörden mit, dass nach den neuesten Brandschutzverordnungen erhebliche Mängel festgestellt wurden. Das größte Problem: die durchgehenden Schächte vom Keller bis zum Dach, die an den Küchen und Bädern vorbeiführten und die Brandschutzbestimmungen nicht mehr erfüllten. „Die Wohnungen hatten ihren Bestandsschutz verloren, wir mussten also tätig werden“, berichtete Büroleiter und Prokurist Jörn Stein von der Verwaltung. Umfangreiche Arbeiten auch innerhalb aller Wohnungen waren notwendig, sodass die Einheiten für mehrere Wochen nicht bewohnbar waren.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Balkon- und Fassadensanierung. Die Balkone wurden abgedichtet und die Fassade durch eine neue maritime Farbgebung auch optisch aufgewertet. Weitere bedeutende Projekte waren die Reparatur und Isolierung der Dächer mit neuer Lüftungsanlage, die Erneuerung des Blitzschutzes, die Instandsetzungsmaßnahmen in den 17 Aufzügen und die Drainagenlegung um das Gebäude. Weitere Millionen Euro werden für die Instandsetzung der Treppenhaustürme inklusive Fensteraustausch, Maler- und Bodenbelagsarbeiten sowie die Errichtung einer neuen Feuerwehrumfahrt veranschlagt. Besonders wichtig waren allen Beteiligten hierbei auch die neuen barrierefreien Eingänge im Innenhof. Zusätzliche Millionen sind für weitere ergänzende Brandschutzmaßnahmen und die Außenanlagen vorgesehen. „Es war eine besonders schwierige Aufgabe, immer in dem gesteckten Kostenrahmen zu bleiben, um den Eigentümern Planungssicherheit zu geben“, so Constance Krase, die ebenfalls betonte, dass die Arbeiten immer zwischen Ostern und September ruhen sollten. 

Es braucht neue Beschlüsse, um die Sanierung abzuschließen

Um das Gesamt-Investitionspaket schultern zu können, musste natürlich eine Sonderumlage von allen Eigentümern abgerufen werden. Wie hoch diese genau war, wollte der Verwaltungsbeirat nicht mitteilen. „Ein positiver Aspekt ist mittlerweile der erhebliche Wertgewinn der Wohnungen. Somit hat sich die umfangreiche Sanierung für die Eigentümer gelohnt. Aber natürlich profitiert auch der Ferienpark vom Aufschwung Heiligenhafens der vergangenen fünf Jahre“, sagte Jörn Stein. 

Kopfzerbrechen bereitet der Hausverwaltung unterdessen die Tatsache, dass es 2020 coronabedingt keine Eigentümerversammlung gegeben hat. „Wir brauchen dringend neue Beschlüsse, um die Sanierung abzuschließen. Wir hoffen, dass 2021 eine Versammlung stattfinden kann und arbeiten bereits an kreativen Lösungen“, so die Verwalterin, die mit einem Abschluss sämtlicher Maßnahmen bis voraussichtlich Sommer 2022 rechnet.

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