Hinterlandanbindung: Aral will neu bauen / Gemeinde Großenbrode hat letztes Wort

Tankstelle soll verlegt werden

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Die Großenbroder Aral-Tankstelle wird für die Hinterlandanbindung auf beiden Seiten weichen müssen.

Von Patrick RahlfGROSSENBRODE - Im Zuge der Hinterlandanbindung für die Feste Fehmarnbeltquerung wird die Großenbroder Aral-Tankstelle auf beiden Straßenseiten weichen müssen. Die Betreiber sind an die Gemeinde herangetreten und haben angefragt, ob diese einem Neubau zustimmen würde. Im Großenbroder Bau- und Umweltausschuss stieß das Vorhaben zwar auf Zustimmung, dennoch gab es Bedenken bezüglich der zukünftigen Trassenführung.

Eine Düsseldorfer Anwaltskanzlei, die die Interessen der Aral AG vertritt, hat sich mit dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein in Verbindung gesetzt, der einer Verlegung positiv gegenüber steht. Zudem wurden nach Angabe der Kanzlei Sondernutzungserlaubnisse für die Nutzung der Zufahrten, die im Rahmen des Ausbaus für den Ausweichparkplatz in diesem Bereich errichtet werden, zugesagt. Dennoch sind sowohl der Behörde als auch dem Kreis Ostholstein die Hände gebunden, sollte die Gemeinde Großenbrode nicht ihre Zustimmung für die Änderung des Flächennutzungsplans in diesem Bereich geben. „Wir wissen doch noch gar nicht, wie es mit der Bahn weitergeht und wo zukünftig die Schienenführung entlang läuft“, erklärte Andreas Albrecht (SPD).

Nach Angabe des Bauausschuss-Vorsitzenden Peer Knöfler (CDU) könnte eine neue Tankstelle im Außenbereich, etwas weiter südlich als die jetzige, entstehen. „Es geht heute nicht darum, zu entscheiden, wohin sie verlegt wird. Die Investoren bitten darum, ihnen ein Signal zu geben, ob wir einer Änderung des Flächennutzungsplans generell zustimmen würden“, sagte Peer Knöfler. Im Rahmen des vierspurigen Ausbaus der B 207 im Bereich Großenbrode müsse sich die Gemeinde aber zeitnah positionieren und zu einer Entscheidung kommen. „Der Bau einer neuen Aral-Tankstelle dürfte unser kleinstes Problem sein, das ich sehe“, gab Klaus Jäcker (FDP) zu bedenken. Die Mitglieder des Bau- ausschusses sprachen sich bei der Sitzung am Montagabend einstimmig dafür aus, eine Änderung des Flächennutzungsplans für den Neubau einer Tankstelle in Aussicht zu stellen. Erst einmal soll jedoch der konkrete Standort im Zuge des Ausbaus der B 207 abgewartet werden.

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