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Ein Hotelschiff für Heiligenhafen

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Von: Patrick Rahlf

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Die „MS Marylou“ in Heiligenhafen
Hat an der Ostmole ihre neue Heimat gefunden: die „MS Marylou“. Zukünftig soll auf dem acht Kabinen umfassenden Schiff Bed & Breakfast angeboten werden. Aber auch ein Gastronomiebetrieb für Gäste ist vorgesehen. © Patrick Rahlf

Das 38,5 Meter lange Hotelschiff „Marylou“ ist am Mittwoch an der Ostmole eingetroffen. Auf dem Schiff wird künftig Bed & Brakfast sowie Gastronomie angeboten.

Heiligenhafen – Mittwochnachmittag hat nach rund neunstündiger Fahrt ein neues Schiff Heiligenhafen erreicht und wird die Stadt so schnell nicht mehr verlassen: Die Rede ist vom Hotelschiff „Marylou“, das vorher in Lübeck lag und nun eine neue Heimat gefunden hat. Frank Mohwinkel, Inhaber des Restaurants „Frieda“ in Großenbrode, hat gemeinsam mit seinem Freund und Geschäftspartner Olaf Minkner die 1953 erbaute „Marylou“ erworben und verfolgt mit ihr große Pläne am neuen Standort an der Ostmole. 

Hilke Doyen und Frank Mohwinkel
Hilke Doyen und Frank Mohwinkel freuen sich auf das Projekt. © Patrick Rahlf

„Dass wir das Schiff nach Heiligenhafen gebracht haben, ist der erste große Meilenstein. Doch jetzt beginnt die eigentliche Arbeit. Zwar ist es in einem ordentlichen Zustand, doch die eine oder andere Umgestaltung werden wir vornehmen“, berichtet Mohwinkel, der für Kauf und Renovierung rund 700.000 Euro in die Hand nimmt. Federführend betreuen soll das Projekt seine Frau Hilke Doyen. Die neuen Eigner wollen das 38,5 Meter lange Schiff, das über acht Kabinen mit eigenen Badezimmern verfügt, zukünftig als Bed & Breakfast betreiben. Ein Kaffee- und Kuchenangebot auf dem Oberdeck sowie kleine Snacks und Getränke am Abend sind ebenfalls vorgesehen. „Von hier aus hat man einen fantastischen Blick auf Heiligenhafens Graswarder, die einfahrenden Schiffe und die Fehmarnsundbrücke“, sagt Hilke Doyen. Im kommenden Jahr soll das Schiff auch als Feierlocation für Geburtstage, Hochzeiten oder Betriebsfeste vermietet werden. „Genau so etwas gibt es hier oben noch nicht. Deshalb fiel unsere Standortwahl schnell auf Heiligenhafen.“

Hotelschiff „Marylou“ in Heiligenhafen von innen
Zwar ist das Schiff in einem guten Zustand, kleinere Umgestaltungen sind in den kommenden Wochen aber noch vorgesehen, bevor der Betrieb startet. © Patrick Rahlf

Der Zeitplan ist bislang noch offen, doch Frank Mohwinkel und seine Mitstreiter wollen Anfang kommenden Jahres mit ihrem neuen Angebot durchstarten. „Vielleicht werden wir schon zur Weihnachtszeit die ersten Zimmer vermieten. Auch zukünftig wollen wir ganzjährig geöffnet haben“, blickt Hilke Doyen voraus.

„Marylou“ war schon viel unterwegs

Das Hotelschiff „Marylou“, das im kommenden Jahr 70 Jahre alt wird, ist schon ordentlich herumgekommen. So lag es schon in Amsterdam und war in den vergangenen Jahren viel in Berlin und Brandenburg unterwegs. Ein schwimmendes Hotel haben nur die wenigsten Städte vorzuweisen – Heiligenhafen gehört nun zu diesem auserwählten Kreis. 

Auch Heiligenhafens Tourismusleiter Eike Doyen ist begeistert: „Wir freuen uns unheimlich über dieses besondere und außergewöhnliche Angebot. Ein tolles Schiff an einem einmaligen Standort mit diesen Möglichkeiten ist ein großer Gewinn für die Stadt Heiligenhafen.“

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