Einsatzbilanz für 2012 vorgestellt / Gute Ausrüstung der Heiligenhafener Wehr trug zum Erfolg bei

Kameraden mussten 123 Mal ran

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Klassische Löschtätigkeit war bei diesem in Brand geratenen Abfallbehälter gefragt.

HEILIGENHAFEN · Retten, löschen, bergen, schützen, so lautet das „Kerngeschäft“ aller Feuerwehrkräfte in Deutschland – und so verhält es sich natürlich auch in der Warderstadt. Mit diesen vier Grundaufgaben waren die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Heiligenhafen im vergangenen Jahr gut beschäftigt, wie der Einsatzüberblick 2012 von Schriftführer Mike Wohnrade zeigt.

Zu insgesamt 123 Anlässen schrillte der Alarm in der Warderstadt; 32 Mal hieß das Einsatzstichwort „Feuer“, 19 verschlossene Haustüren wurden geöffnet und 27 Mal hielten ausgelöste Brandmeldeanlagen die Kameraden auf Trab.

Bei Bedarf wurden die Kameraden auch zu Wasser aktiv – wie hier beim Lenzen eines Leck geschlagenen Schiffs.

Den ersten außergewöhnlichen Einsatz des Jahres bescherte den Feuerwehrkräften ein Leck geschlagenes Schiff, das im Yachthafen zu sinken drohte. Mithilfe von vier Tauchpumpen und mit Unterstützung durch die DGzRS gelang es jedoch, das Schiff zu halten und zur weiteren Leckbekämpfung an den Eigner zu übergeben.

Im März war es die Kleingartenkolonie in der Postlandstraße, die des beherzten Eingreifens durch die Wehrmitglieder bedurfte. Mehrere Gartenlauben waren hier in Brand geraten, die enge Bebauung erschwerte die Tätigkeit der Einsatzkräfte. Nach etwas mehr als einer Stunde gelang es den Brandbekämpfern jedoch, das Feuer in den Griff zu bekommen und ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern.

Ein Brand in der Kleingartenkolonie wurde im Frühjahr 2012 von der Heiligenhafener Feuerwehr bekämpft.

Ein Schwelbrand an einer LEV-Förderanlage, ausgelöst durch eine überhitzte Lagerrolle, stand im Juni auf dem Einsatzplan der Kameraden. Hier machte sich die gute Ausrüstung der Heiligenhafener Wehr bezahlt, denn mithilfe einer Wärmebildkamera war die Schadensstelle rasch gefunden und konnte bekämpft werden, so dass ein größerer Schaden an der Förderanlage abgewendet werden konnte. Das Wärmebildgerät leistete den Kameraden auch beim Brand einer Saunaanlage im August gute Dienste. Das Betreten des stark verqualmten und erhitzten Gebäudes wäre den Einsatzkräften ohne die Kamera nicht möglich gewesen, betont Mike Wohnrade.

Diese Einsätze, fährt der Schriftführer fort, leisten die Kameraden ehrenamtlich ab, um die Sicherheit der Stadt sicherzustellen. Dieses Prinzip könne man jedoch nur fahren, weil in Heiligenhafen und Umgebung Arbeitgeber ihren Angestellten dies ermöglichen. „Denn immerhin mussten 38 Prozent der Einsätze innerhalb der beruflichen Arbeitszeit abgearbeitet werden“, gibt Wohnrade zu bedenken. Ob dieser Stand auch in Zukunft zu halten sein wird, sei jedoch ungewiss, da nur knapp ein Drittel der „Nachwuchskräfte“ – also alle aktive Kameraden unter 30 – in Heiligenhafen beschäftigt sei. · wob

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