Heute beginnt das 36. Hafenfest / Viel Programm mit Schiffen, Musik und vielem mehr

Startschuss für zehn „tolle Tage“

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Das große Abschlussfeuerwerk ist immer ein wahrer Blickfang. Die Pyrotechnik wird wie immer erst am letzten Hafenfesttag abgebrannt, aber auch bis dahin erwartet Einheimische und Besucher ein sprichwörtliches „Feuerwerk“ an Festprogramm.

HEILIGENHAFEN · Es gibt viele Gründe, sich auf die Hafenfesttage in der Warderstadt zu freuen. Zum einen ist in Heiligenhafen selten so viel los wie an diesen zehn Tagen. Zum anderen erwartet Einheimische und Gäste ab heute ein Festprogramm, bei dem für jeden Geschmack, jede Altersgruppe etwas dabei sein dürfte. Ob es die „besten Hafenfesttage aller Zeiten“ werden, wie HVB-Geschäftsführer Manfred Wohnrade im Vorfeld prophezeite? Das wird sich zeigen – fest steht schon jetzt, dass uns zehn ereignisreiche Tage ins Haus stehen.

Mittelpunkt des Festgeschehens ist natürlich der Kommunalhafen. Schifffahrts-Enthusiasten kommen bisweilen von weit her in die Warderstadt, um das beeindruckende Aufgebot der Dampfer, Segler, Yachten und vielen weiteren Schiffstypen im Hafenbecken zu bestaunen. Bereits am ersten Festwochenende stehen viele der imposanten Wasserfahrzeuge beim „Open Ship“ für Besichtigungen bereit, etwa die Sicherungsboote „Munster“ und „Putlos“ sowie das DGzRS-Rettungsboot „Bremen“ (Sonnabend und Sonntag von 11 bis 17 Uhr). Mehr „Action“ gibt es auf dem Wasser, wenn der Ostholsteiner Formel-1-Pilot Fabian Kalsow in sein Powerboat steigt und richtig Gas gibt (Sonnabend und Sonntag von 12 bzw. 12.30 bis 18 Uhr). Wenn schließlich die Dunkelheit über die Warderstadt hereinbricht, erstrahlen das Festgelände und natürlich auch die zahlreichen Schiffe in einem wahren Lichtermeer; In diesem Ambiente lädt die MS „Seho“ zu Lampionfahrten ein.

Musik-Auftakt mit dem Spielmannszug

Doch auch an Musikprogramm hat der Hafen einiges zu bieten: Hier stehen mit der Hafenbühne, der Fischhalle und dem Mini-Restaurant gleich drei Bühnen, auf denen teils Newcomer, teils bekannte Namen für die passende „Soundkulisse“ für die Hafenfesttage sorgen. Der erste musikalische Höhepunkt gebührt in diesem Jahr jedoch dem Spielmannszug, der heute um 17.30 Uhr rasselnd und klingend vom Rathaus zur Hafenbühne marschiert, wo eine halbe Stunde später die Hafenfesttage von Staatssekretärin Dr. Tamara Zieschang und HVB-Geschäftsführer Manfred Wohnrade offiziell eröffnet werden. Gleich am ersten der zehn Festtage geht es musikalisch voll zur Sache. Blues- und Oldieklänge gibt es heute in der Fischhalle zu hören, wenn „Two Seven T‘s“ zu den Instrumenten greifen (18 Uhr). Unkonventionell geht es beim Auftritt von „Just Brill“ am Mini-Restaurant zu; eine „Band ohne Band“ sieht man eben nicht alle Tage (19 Uhr). Eine Zeitreise in die Siebzigerjahre vollführen „The Rubettes“, die – wieder zusammen mit Gründungsmitglied Bill Hurd am Keyboard – auftreten und gleich zum Auftakt der Hafenfesttage für eine gut gefüllte Autokrafthalle sorgen dürften. Nicht fehlen darf hier der Evergreen „Sugar Baby Love“, der die Band vor 37 Jahren an die Spitze der Charts katapultierte (21 Uhr). Mallorquinisch wird es um 21.30 Uhr an der Hafenbühne, denn dann heizt Mickie Krause den Heiligenhafenern ordentlich ein. Für manche dürften dessen Texte zu plump sein – wie man Partystimmung macht, weiß der Mallorca-Barde allerdings wie kaum ein Zweiter. Im Anschluss übernehmen „Foxy & The Pop Shop Boys“, die an diesem Abend auch unter ihrem Alias „Into the Light“ aufspielen.

Plattdeutscher Rock trifft schwedischen Pop

Auch für die kleinen Hafenfestbesucher wird einiges geboten, wie etwa das neue „Kinderhafenland“ am Kapitän-Willi-Freter-Platz.

Den morgigen Sonnabend bestreitet neben den Plattdeutsch-Rockern „Charly Beutin und Duo“ (18 Uhr, Fischhalle) und dem Musik-Duo „Hans & Peter“ (19 Uhr, Mini-Restaurant) die Coverband „Five Miles Out“, die bereits auf den Hafenfesttagen 2010 zu begeistern wusste (20 Uhr, Hafenbühne). Und auch in der Autokrafthalle stehen bekannte Hafenfest-Gesichter auf der Bühne: „Abbafever“ lassen die großen Hits der schwedischen Pop-Combo wieder aufleben (21 Uhr). Maritimere Klänge läuten schließlich den Sonntag (24. Juli) ein: Beim Seefahrergottesdienst um 10 Uhr in der Stadtkirche lässt der Kirchenchor seinen stimmlichen Fähigkeiten freien Lauf, während an der Hafenbühne der Shanty-Chor Heiligenhafen zum „Flens-Frühschoppen“ einlädt (10.30 Uhr). Am Abend übernehmen „Babs and Friends“ (Fischhalle, 18 Uhr) und „Big Harry“ (Mini-Restaurant, 19 Uhr) das musikalische Ruder; die Hafenbühne präsentiert die Gruppe „United Four“ (20 Uhr) und Schlagerfreunde kommen beim Auftritt von Michael Wendler auf ihre Kosten (Autokrafthalle, 21 Uhr). Natürlich gibt es auch abseits der großen Bühnenauftritte viel zu erkunden: Das neue „Kinderhafenland“ am Kapitän-Willi-Freter-Platz beherbergt viele Spielemöglichkeiten für die kleinen Festgäste und die ebenfalls neue „Hafenlounge“ an der Nordseite des Kommunalhafens lädt zum Entspannen bei einem kühlen Getränk bei Strandatmosphäre ein. Über allem thront natürlich das Riesenrad, von dem aus man den Hafen und seine Besucher aus der Vogelperspektive überblicken kann. Stärkung vom Festtrubel gibt es an den zahlreichen Essens- und Getränkeständen auf dem ganzen Gelände; die Fischhalle wartet zudem mit besonderen Aktionen wie dem „Tag des Herings“ (heute) oder des Dorsches (Sonntag) auf.

Jetzt muss nur noch Petrus mitspielen

Wie bei allen Open-Air-Veranstaltungen ist auch der Erfolg der Hafenfesttage stark vom Wetter der nächsten zehn Tage abhängig. Doch wenn die Vorhersage zutrifft und Petrus „mitspielt“, steht den Heiligenhafenern und ihren Gästen ein eindrucksvoller Startschuss in den Festmarathon am Hafen bevor. · wob

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