GmbH-Vertrag für Stadtwerk unterzeichnet / Zusammenarbeit mit Neustadt und Eutin

Oldenburg nimmt Stromnetz in die eigenen Hände

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Stromnetze in kommunaler Hand: Zur Vertragsunterzeichnung im Oldenburger Rathaus hatte Eutins Stadtwerkeleiter Andreas Bünger (ganz rechts) ein echtes Kabelstück mitgebracht. Am gleichen Strang ziehen (von links) Rechtsanwalt Christian Heine, Neustadts Stadtwerkechefin Vera Litzka, Oldenburgs Bürgermeister Martin Voigt, seine Neustädter Kollegin Dr. Tordis Batscheider, Geschäftsführer der Stadtwerke Eutin Beteiligungs GmbH Marc Mißling und Eutins Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz.

OLDENBURG · Die Stadt Oldenburg ist auf ihrem Weg zu eigenen Stadtwerken einen gehörigen Schritt vorangekommen. Die Entscheidung für die Gründung einer entsprechenden Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) ist im Stadtrat mehrheitlich gefallen. Heute fand die Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrages statt.

Der Beschluss sei ein wichtiger Schritt zur Versorgung mit Energie aus kommunalen Händen, deshalb auch die ausgewählten strategischen Partner Neustadt und Eutin, erörtert der Oldenburger Bürgermeister Martin Voigt. Zielsetzung sei die Gewährleistung einer sicheren, zuverlässigen, preisgünstigen und umweltverträglichen Stromversorgung. Voigt zeigte sich sehr zufrieden mit der aktuellen Entwicklung. Der Beschluss, sich auf dem weiten Feld der Energieversorgung mehr als bisher auf die Kompetenzen regionaler Versorger zu verlassen, bedeute einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung: „Ich bin zuversichtlich, dass wir mit den Stadtwerken Eutin und Neustadt in Holstein zuverlässige und in der Region verankerte Vertragspartner gefunden haben, die unseren Zukunftsüberlegungen optimal entgegenkommen.” Seine Neustädter Kollegin Dr. Tordis Batscheider sieht dies ganz ähnlich: „Das enge Miteinander der Stadtwerke der drei Nachbarstädte passt in die Zeit und wird nach meiner festen Überzeugung den Menschen in diesem Gebiet viele Vorteile bringen. Ich bin gespannt, wie weit sich die begonnene Zusammenarbeit in den kommenden Jahrzehnten noch ausbauen lassen wird.” Klaus-Dieter Schulz, Verwaltungschef der Stadt Eutin, freut sich ebenfalls besonders über die interkommunale Zusammenarbeit.

Voigt: Regionalisierung praktisch umgesetzt

Martin Voigt: „Wenn es noch eines Beweises für unser gutes Miteinander im Verbund der Städte und Gemeinden bedurft hätte, ist es das überaus wichtige Feld der Energieversorgung. Darüber hinaus: Alle reden von Regionalisierung – wir praktizieren sie.” Auch Vera Litzka, Werkleiterin der Stadtwerke Neustadt in Holstein und Marc Mißling, Prokurist und designierter Geschäftsführer der Stadtwerke Eutin GmbH, erachten den heute unterzeichneten Gesellschaftsvertrag als weiteren Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit und die dezentrale Erzeugung regenerativer Energien in der Region. · t

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