„United Four“ rockten die Hafenbühne / Schlagerparty mit Michael Wendler

Quartett im „Fleckfieber“

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Rockender Rinderwahn: Trotz des andauernden Nieselregens auf der Hafenmeile rissen „United Four“ das Publikum mit.

HEILIGENHAFEN · Die Coverband mit einem gehörigen Schuss „Rinderwahnsinn“ schloss am Sonntag das erste Hafenfest-Wochenende ab: „United Four“ aus Oldenburg lieferten in einer Mischung aus Heavy-Metal- und Kuhfleck-Outfits eine abwechslungsreiche Show auf der Hafenbühne, die die Warderstädter und ihre Festgäste zum Abrocken brachte. Zahlreiche Schlagerfreunde verschlug es derweil in die Autokrafthalle, wo Michael Wendler seine Hits zum Besten gab.

Bereits vor drei Jahren waren „United Four“ zu Gast auf den Hafenfesttagen – und hatten sich dort offenbar eine ansehnliche Anhängerschaft erspielt: Innerhalb kürzester Zeit war der Platz vor der Hafenbühne rappelvoll und die Menge feierte zu den eigenwillig vorgetragenen Coversongs des Quartetts. Werktreue stand hier ganz klar hinter dem Unterhaltungswert zurück; so wurde Drafi Deutschers Gassenhauer „Marmor, Stein und Eisen bricht“ im Refrain mit den White Stripes aufgepeppt und auch das Gitarrenriff von Guns N‘ Roses‘ „Sweet Child o‘ Mine“ fand sich neben den Texten von Bruno Mars wieder.

Ausgelassene Stimmung beim Publikum vor der Hafenbühne.

Als die vier Niedersachsen nach einer Pause mit wilden Irokesen-Frisuren wieder auf die Hafenbühne zurückkehrten und von Rammstein bis Tarkan alles zerrockten, was ihnen vor die Saiten kam, gab es im Publikum trotz des immer wieder aufkommenden Nieselregens kein Halten mehr. Auch ein Zwischenspiel mit umgehängten Trommeln quittierten die Hafenfestbesucher mit frenetischem Applaus und so wurde bis tief in die Nacht eine kuhfleckige Party am Hafen gefeiert.

Der „Discofox-König“ liebt den DJ

Michael Wendler ließ sich kräftig in der Autokrafthalle feiern.

Über mangelnden Zuspruch an diesem Abend konnte sich auch Michael Wendler nicht beklagen. 1 100 Karten waren im Vorfeld für den Auftritt des Schlagersängers über den Verkaufstisch gegangen. In einer schier zum Bersten gefüllten Autokrafthalle servierte der selbst ernannte „König des Discofox“ seine eingängigen Party-Hymnen. Das Publikum zeigte sich selbstredend auch hier äußerst textsicher – Wendlers Hit „Sie liebt den DJ“ erklang aus zahllosen Kehlen, die dem Schlagerstar auch sein staubedingtes Zuspätkommen augenblicklich verziehen.

Beliebt war folgerichtig auch „DJ Bert“, der im Anschluss an „den Wendler“ seinen Auftritt in der Autokrafthalle hatte und mit seinen aufgelegten Platten eine ohnehin ordentlich „warmgefeierte“ Menge noch weiter zum Abtanzen brachte. Während das noch nicht ganz durchgestandenen „Schietwetter“ seinen Tribut forderte und den Auftritt von „Big Harry“ im Mini-Restaurant am Hafen ins Wasser fallen ließ, hatten „Babs and Friends“ deutlich bessere Karten; ihr Mix aus Pop-Dauerbrennern und aktuellen Charthits kam bei den Zuhörern in der trockenen Fischhalle ebenfalls ausgesprochen gut an. · wob

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