Er setzte sich in der Grömitzer Strandhalle gegen seine vier Mitbewerber im ersten Wahlgang durch

Rasmus Vöge kandidiert für die CDU

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Rasmus Vöge (l.) ist der CDU-Landtagskandidat. Es gratulieren der CDU-Kreisvorsitzende Ingo Gädechens und die Landtagsabgeordnete Herlich-Marie Todsen-Reese.

GRÖMITZ · Sein Auftritt wirkte souverän, kompetent und gewinnend. Und selbstsicher, wusste er doch die CDU-Größen in Ostholstein bereits hinter sich. Einer steckte ihm noch kurz vorher, es säßen viele Landwirte im Saal. Auch auf die Landwirtschaft ging er in seiner Rede ein. Rasmus Vöge, 32, wurde in der Grömitzer Strandhalle zum CDU-Landtagskandidaten für den Wahlkreis 18, Ostholstein-Nord, gewählt. Er setzte sich schon im ersten Wahlgang gegen seine vier Mitbewerber durch. Die Landtagswahl findet am 6. Mai 2012 statt.

205 CDU-Mitglieder waren gekommen, alle hatten mit abgestimmt, alle 205 Stimmen waren gültig. 131 Stimmen entfielen auf Rasmus Vöge. Das war nicht unbedingt zu erwarten, schon im ersten Wahlgang schaffte er die absolute Mehrheit. Jan Westensee erreichte 27 Stimmen, Silke Felix-Nitz kam auf 24, Hans-Heinrich Schröder erhielt 22 und Matthias Pester, der im letzten Moment seine Bewerbung eingereicht hatte, bekam eine Stimme.

Alle fünf Kandidaten wurden von einem Fürsprecher vorgestellt und hatten dann zehn Minuten für die eigene Präsentation. Alle gingen auf die konservativen Werte der CDU ein, alle sprachen sich für Bürokratieabbau aus. Besonders Hans-Heinrich Schröder aus Großenbrode, der ebenfalls kurzfristig seinen Hut in den Ring geworfen hatte. Er betonte seine Heimatverbundenheit. Und er forderte touristische Entwicklung.

Fürsprecher für Rasmus Vöge war der Landtagsabgeordnete für Ostholstein-Nord, Klaus Klinckhamer, der bekanntlich nicht wieder kandidiert. Wie viele andere an diesem Abend, brachte Klinckhamer sein Bedauern zum Ausdruck, dass Timo Gaarz aus Heiligenhafen aus gesundheitlichen Gründen seine Bewerbung wieder hatte zurückziehen müssen.

„Du warst schon immer ein potenzieller Kandidat“, sagte Klinckhamer in Richtung Vöge, „es war eine noble Geste, dass Du auf meine Bitte auf eine Bewerbung zugunsten von Timo Gaarz verzichtet hast.“ Klinckhamer hob hervor, dass Vöge bereits acht Jahre lang Vorsitzender der Jungen Union Schleswig-Holstein gewesen sei. Diese Fürsprache überzeugte die Mitglieder.

„Ich bin überwältigt und freue mich“, sagte Rasmus Vöge unserer Redaktion nach der Wahl, „das Ergebnis ist Verpflichtung und Auftrag. Es werden hohe Erwartungen in mich gesetzt, die ich erfüllen möchte.“ Er wolle in den nächsten Monaten eng mit Klaus Klinckhamer zusammenarbeiten. Vöge ging in seiner Rede auf die Zukunft des Landes Schleswig-Holstein ein. Die Einhaltung der Schuldenbremse sei auf Landesebene eine große Herausforderung und Notwendigkeit. Ebenso im Wahlkreis die geplante Feste Fehmarnbeltquerung. Es gehe darum, die Auswirkungen auf Tourismus, Landwirtschaft und Anwohner klug zu steuern und in dem Prozess „unsere Interessen zu wahren und in Kiel mit einzubringen.“

„Es ist ein beeindruckendes Ergebnis. Damit weiß Rasmus Vöge die Partei hinter sich“, erklärte der CDU-Kreisvorsitzende Ingo Gädechens gegenüber unserer Redaktion. Der Wahlkampf könne beginnen. · wi

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