HVB-Aufsichtsrat trifft sich zur Sondersitzung – „So können wir den Strand nicht lassen“

Zweite Sturmflut des Jahres

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Das Wasser reichte wieder bis zum Dünenfuß.

Heiligenhafen -ft- Rund eine Woche nach Sturmtief „Zeetje“ hat „Benjamin“ die Heiligenhafener Küste getroffen. Mit orkanartigen Böen und großen Wellen entstanden erneut Schäden am Strand auf dem Stein- und Graswarder. Die Graswarderhäuser sind ebenfalls wieder von Wellen umspült worden. Trotz der überfluteten Salzwiesen blieben die Parkplätze im Ferienzentrum trocken – und noch etwas beruhigt Bauamtsleiter Roland Pfündl und Bürgermeister Heiko Müller: Der Hochwasserschutz für die Altstadt und den Hafen hält.

Am Strand ist jedoch nichts mehr beim Alten. Dort, wo der Strand nur wenige Meter breit ist, trafen wuchtige Wellen direkt auf die Düne und spülten erneut den Dünenfuß frei. Im Osten der Seebrücke, wo der Strand breiter ist, können die Wellen ausrollen und verlieren ihre Wucht. Sorgen macht sich auch Tourismusleiter Manfred Wohnrade. Um Maßnahmen für die Saison zu ergreifen, müsse eine gründliche Bestandsaufnahme stattfinden. „Dafür brauchen wir handfeste Zahlen. Es könnte ja sein, dass das Land einen Sonderfördertopf aufmacht, um den Gemeinden zu helfen. Es wäre dann gut, wenn wir wissen, wie hoch die Schäden genau sind. Denn so wie der Strand jetzt ist, würde man ihn für die Saison den Gästen nicht anbieten können“, sagte Manfred Wohnrade. Wie HVB-Geschäftsführer Joachim Gabriel berichtete, habe der Tourismusverband schon Umfragen gestartet, um mit dem Ergebnis beim Wirtschaftsministerium vorzusprechen.

Der HVB-Aufsichtsrat ist derweil zu einer Sondersitzung in dieser Woche zusammengekommen. Einziges Thema war die Wiederherstellung der Strandbereiche. Wie der Aufsichtsratsvorsitzende Helmut Gideon sagte, ging es dem Aufsichtsrat darum, schnell zu reagieren und die verbleibende Zeit bis zur Saison zu nutzen. Als ersten Schritt habe man aus Sicht des Aufsichtsrates einstimmig bestätigt, dass am Strand etwas passieren müsse, wenn Ende April alles wieder in Schuss sein soll. „So können wir den Strand nicht lassen, wenn die Gäste kommen“, sagte Gideon. Wie der Aufsichtsratsvorsitzende betonte, soll ein Ingenieurbüro beauftragt werden. Die Finanzierung müsste aufgestellt werden, nachdem feststehe, wie viel Sand benötigt werde. Das Planungsbüro soll verschiedene Konzepte und die entsprechenden Kosten erarbeiten, sodass die verschiedenen Varianten der Stadtvertretung vorgelegt werden können. Die Erfahrung für das Sandaufspülen habe gezeigt, dass diese Arbeiten eine Vorlaufzeit von drei bis vier Wochen brauchen. Dazu kommen circa sechs Wochen an Zeit, die die Genehmigung der Anträge auf Fördermittel benötigt.

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