HVB-Chef will bei der Bürgermeisterwahl am 8. März als parteiloser Bewerber antreten

Wohnrade verkündet Kandidatur 

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Will zurück ins Rathaus: HVB-Geschäftsführer Manfred Wohnrade.

Heiligenhafen –Von Patrick Rahlf– Kurz vor Weihnachten nimmt das Thema Bürgermeisterwahl noch einmal Fahrt auf in Heiligenhafen. Kein Geringerer als HVB-Geschäftsführer und Touristikleiter Manfred Wohnrade wirft seinen Hut in den Ring und will bei der Wahl am 8. März antreten.

Gerüchte um den 54-jährigen HVB-Chef gab es in den vergangenen Tagen bereits, gegenüber der HP hat er seine Kandidatur-Absicht gestern Nachmittag nun offiziell bestätigt. Wie die bisherigen Mitbewerber Niclas Boldt und Kuno Brandt will auch Manfred Wohnrade als parteiloser Kandidat antreten und muss dafür 130 Unterschriften von Heiligenhafener Bürgern sammeln.

„Es stehen in den nächsten Jahren zukunftsweisende Entscheidungen und Projekte an, die ich gerne als Bürgermeister unserer Stadt an entscheidender Stelle mitgestalten möchte. Meine Tätigkeit als Geschäftsführer der HVB, die ich über viele Jahre hochmotiviert und mit viel Engagement ausgeübt habe, würde ich dafür aufgeben.“

Manfred Wohnrade hat 20 Jahre lang in der Stadtverwaltung gearbeitet und ist 2002 von der Stadtvertretung als Geschäftsführer der HVB bestellt worden. „Damit arbeite ich mehr als 37 Jahre in verschiedenen Funktionen für die Stadt Heiligenhafen. Ich kenne sowohl die internen Abläufe und die Praxis einer Stadtverwaltung als auch die eines Unternehmens. Aus beiden verschiedenen, aber nicht gegensätzlichen Welten das Beste zu nehmen und daraus im Interesse der Stadt Heiligenhafen und ihrer Einwohnerinnen und Einwohner ein ideales Ganzes zu schmieden, das traue ich mir zu“, so der Bewerber um das Amt des Verwaltungschefs, der ergänzt: „Die wichtigste Aufgabe eines Bürgermeisters ist es, Strömungen zusammenzuführen und unterschiedliche Interessen auszugleichen. Er muss Moderator sein können, ohne dass er deswegen keine eigene Meinung haben darf.“

Noch bleiben weiteren Bewerbern rund vier Wochen Zeit, um ebenfalls aus der Deckung zu kommen. Die Deadline für Kandidaten endet bekanntlich am 13. Januar. Spannend wird außerdem die Frage sein, ob sich auch die Heiligenhafener Parteien und Wählergemeinschaften noch einschalten und ebenfalls in Stellung bringen. Vor drei Jahren überraschte beispielsweise der SPD-Ortsverein kurzfristig mit der völlig unbekannten Ellen Schülke, die sich nur knapp in der Stichwahl Amtsinhaber Heiko Müller geschlagen geben musste.

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