Die Anordnung des neuen Quartiers am Höhenweg aus der Vogeperspektive.
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Die Anordnung des neuen Quartiers zwischen Höhenweg und A1 aus der Vogelperspektive (v.r.n.l.): Feuerwehrgerätehaus, Bauhof, Kindergarten, Sport- und Mehrzweckhalle sowie Wohnbebauung.

Ausschuss stimmt einstimmig für diverse Bauvorhaben

So sehen Heiligenhafens Pläne zwischen Höhenweg und A1 aus

  • Patrick Rahlf
    VonPatrick Rahlf
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Heiligenhafens Politik stimmt einstimmig für diverse Bauvorhaben zwischen Höhenweg und A1. Ein lebendiges neues Quartier mit Grünflächen und dringend benötigten Neubauten soll entstehen.

  • Neben Feuerwehr, Bauhof und einem neuen Kindergarten soll auch eine Mehrzweckhalle entstehen.
  • Wohnbebauung im nordöstlichen Teil des Höhenweg-Areals geplant.
  • Erster Spatenstich für 2022 vorgesehen.

Heiligenhafen – Mit Spannung sind in der Sitzung des jüngsten Stadtentwicklungsausschusses die Ausführungen und Skizzen für die Quartiersentwicklung am Höhenweg erwartet worden. Bekanntlich soll auf einer fünf Hektar großen Fläche der Neubau für Heiligenhafens Feuerwehrgerätehaus errichtet werden, zusätzlich soll der Bauhof auf dem Grundstück eine neue Heimat finden – inklusive Lagerhalle. Ein neuer Kindergarten, eine Sport- und Mehrzweckhalle sowie eine Wohnbebauung runden die Quartiersentwicklung ab. 

Thema Schallschutz wurde intensiv beleuchtet

„Alle drei Architektenbüros, die an dem Wettbewerb teilgenommen haben, haben gute Vorschläge gemacht. Letztlich hat sich die Jury aber für einen Entwurf entschieden“, sagte die Ausschussvorsitzende Monika Rübenkamp (SPD). Im Anschluss stellte der verantwortliche Architekt Jörn Simonsen den Sieger-Entwurf vor und beschrieb detailliert die gewonnenen Erkenntnisse. „Wir haben den Schallschutz intensiv beleuchtet und die Gebäude dementsprechend angeordnet“, so Simonsen, der auf die direkte Nachbarschaft zur Autobahn verwies. Deshalb sei die Wohnbebauung auch in den nordöstlichen Bereich des Areals gerückt worden, die Zufahrt würde über den Neuratjensdorfer Weg erfolgen. Zusätzlich müsste auch der angrenzende Höhenweg ausgebaut werden und könnte zu einer neuen ortsinternen Verknüpfungsachse werden. 

Eine Grünfläche in der Mitte soll die unterschiedlichen Funktionsbereiche voneinander trennen.

Architekt Jörn Simonsen 

„Eine Grünfläche in der Mitte soll die unterschiedlichen Funktionsbereiche voneinander trennen“, führte Simonsen weiter aus. Insgesamt seien nur dreieinhalb der fünf Hektar bebaubar. „Der Kindergarten ist aktuell sehr großzügig geplant und zweigeschossig. Auch die Feuerwehr wird sich deutlich vergrößern im Vergleich zum jetzigen Bestandsgebäude“, erläuterte der Architekt, der auch klare Vorstellungen für die Wohnbebauung auf dem Areal hat. „Wir schlagen sowohl den Bau von Reihenhäusern als auch Geschosswohnungsbau vor.“

Es soll ein lebendiges Quartier mit vielen Grünflächen entstehen.

Niko Rickert (Liberale BisS-Fraktion) merkte im Anschluss an, dass Bürgerinnen und Bürger an ihn herangetreten seien, die sich bei der Planung nicht mitgenommen fühlten. „Ist das noch möglich, oder wird das Ganze ohne Beteiligung der Öffentlichkeit ‚durchgeritten‘?“, fragte Niko Rickert. „Es handelt sich hier um eine konzeptionelle Entwicklung. Wie sollen wir dabei alle Bürger mitnehmen?“, stellte Kuno Brandt (parteilos) die Gegenfrage. In späteren Verfahrensschritten der Bauleitplanung könnten sich Bürgerinnen und Bürger dagegen gerne einbringen. Zum Abschluss stimmten alle Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses mit 13:0 Stimmen für eine Fortführung der Pläne auf Basis des von einer Jury ausgewählten Entwurfes von TMH Architekten und Jörn Simonsen.

Wie Bürgermeister Kuno Brandt kürzlich der HP sagte, sei es das erklärte Ziel, im Laufe des kommenden Jahres auf dem Areal zwischen Höhenweg und A1 den ersten Spatenstich zu vollziehen. Bis einschließlich 30. Juli können sich Besucher im Rathaus-Sitzungssaal Modelle und Skizzen der Entwürfe anschauen.  

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