Auf dem 7300 Quadratmeter großen Grundstück in der Ina-Seidel-Straße will die städtische Wohnungsbaugesellschaft 38 Wohnungen in zwei Gebäuden errichten.
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Auf dem 7300 Quadratmeter großen Grundstück in der Ina-Seidel-Straße will die städtische Wohnungsbaugesellschaft 38 Wohnungen in zwei Gebäuden errichten.

Heiligenhafens Wohnzukunft

  • Patrick Rahlf
    VonPatrick Rahlf
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Der jüngste Stadtentwicklungsausschuss hat Aufschluss darüber gegeben, wie der Wohnraum der Zukunft in Heiligenhafen aussehen könnte. Bekanntlich wird die städtische Wohnungsbaugesellschaft in der Ina-Seidel-Straße ihr erstes Projekt mit 38 Wohneinheiten realisieren.

  • Das erste Projekt der städtischen Wohnungsbaugesellschaft wurde öffentlich vorgestellt.
  • Geförderte Kaltmieten beginnen bereits ab 5,75 Euro pro Quadratmeter im Monat.
  • Entsteht ein 500 Wohneinheiten umfassendes Quartier zwischen Sundweg und A1?

Heiligenhafen – Des Weiteren verfolgt die Firma CM Projektbau aus Hamburg das Ziel, ein rund 84000 Quadratmeter großes Grundstück zwischen Sundweg und A1, östlich des Gewerbegebietes, zu entwickeln. Dort könnten in den kommenden zehn Jahren bis zu 500 Wohneinheiten entstehen, auch Gewerbeflächen sind geplant.

Zunächst stellte Asli Baby von der Firma Architekten Philipe Roden & Rolf Kuhfeldt PartG mbB erstmals öffentlich die Pläne der Heiligenhafener Wohnungsbaugesellschaft vor. „Der Großteil der 38 Wohneinheiten, die sich auf zwei Gebäude aufteilen und auch über Aufzüge erreichbar sind, werden Zwei-Zimmer-Wohnungen sein. Nur ein Viertel haben drei oder sogar vier Zimmer. Der Bedarf an kleinen Wohnungen ist bei Ihnen sehr groß“, führte die Architektin aus. 

Auch vier Wohnungen mit großzügigen Dachterrassen sind geplant

Zwölf Wohnungen werden gefördert, davon acht im ersten Förderweg (5,75 Euro pro Quadratmeter Kaltmietpreis) und vier weitere im zweiten Förderweg (7,50 Euro pro Quadratmeter). Die weiteren Einheiten, darunter auch vier Wohnungen mit großzügigen Dachterrassen, werden teurer vermietet werden, um eine gewisse Wirtschaftlichkeit zu erbringen. Insgesamt sprach die Architektin von Wohnungsgrößen zwischen 59 und 102 Quadratmetern. „Wir wollen einen modernen Stil mit bodentiefen Fenstern und einer Mischfassade aus Putz und Verblendmauerwerk entwickeln“, erklärte Asli Baby. 

Auf eine Tiefgarage muss aus Kostengründen verzichtet werden, die Stellplätze für Autos werden allesamt vor den Häusern sein. „Auch für welchen Energieträger wir uns entscheiden, ist noch in der Diskussion. Aber auch hier wird aus Kostengründen nicht alles möglich sein.“ Wie Bürgermeister Kuno Brandt (parteilos) nach einer längeren Diskussion sagte, sei es das oberste Ziel, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. „Es wird energieeffizient gebaut werden, aber natürlich müssen auch gewisse Abstriche gemacht werden.“ 

Erster Spatenstich noch im Spätherbst dieses Jahres

Wie Joachim Gabriel, Geschäftsführer der Heiligenhafen Wohnen GmbH & Co. KG, mitteilte, wird mit einer Gesamtinvestition in Höhe von 9,75 Millionen Euro kalkuliert. Mit dem ersten Spatenstich wird im Oktober oder November dieses Jahres gerechnet, anschließend wird es eine Bauzeit von rund 18 Monaten geben. Interessenten können sich bereits vormerken lassen (Kontaktinfos auf www.heiligenhafen-wohnen.de).  

Großprojekt in mehreren Bauabschnitten?

Eine Quartiersentwicklung zwischen Sundweg und A1 ist ein weiteres Vorhaben, das erstmals öffentlich vorgestellt wurde. Dieses Projekt ist noch alles andere als konkret, könnte aber ein Fingerzeig für die Zukunft sein, dass sich Heiligenhafen in Richtung Lütjenbrode entwickeln wird. Am Montagabend stellte ein Mitarbeiter der Firma CM Projektbau erste Gedankenspiele vor. In mehreren Bauabschnitten könnten bis zu 500 Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern und Reihenhäusern entstehen. „Ein Teil wird von uns veräußert werden, ein anderer Teil wird für den Mietwohnungsmarkt bestimmt sein. Wir sehen bei Ihnen einen riesengroßen Bedarf. Viele Menschen wollen nach Heiligenhafen ziehen, der Markt ist aber leergefegt“, heißt es von der Hamburger Firma. 

Des Weiteren sollen Gewerbeflächen ausgewiesen werden, auch ein Mischgebiet mit Mitarbeiterwohnungen, Büros, einem Handwerkerhof, Lagerhallen oder gar einem Hotel sei möglich. „Es ist ein anspruchsvolles Grundstück mit einem Höhenunterschied von bis zu 16 Metern. Zudem ist die A1 in unmittelbarer Nähe, die von einem bis zu sechs Meter hohen Lärmschutzwall abgetrennt werden soll“, erklärte der Projektplaner, der außerdem klarstellte, dass in Etappen gebaut werde. „Wir müssen sehen, wie hoch die Nachfrage ist. Bereits im ersten Bauabschnitt würden wir aber mit 100 Wohneinheiten starten.“ 

Die in der Stadtvertretung sitzenden Fraktionen sollen bis Ostern eine Rückmeldung an Kuno Brandt geben, ob sie die Pläne grundsätzlich begrüßen und ob CM Projektbau in die Detailplanung gehen soll.  

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