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Segler-Vereinigung saniert Nordbrücke: Mitglieder packen kräftig mit an

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Von: Peter Foth

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Neue Nordbrücke
Mithilfe fachkundiger Mitglieder wird im Hafen der Segler-Vereinigung-Heiligenhafen die vereinseigene Nordbrücke auf 50 Metern Länge erneuert. Als neuer Brückenbelag werden Kunststoffbohlen verarbeitet, die eine längere Haltbarkeit haben. © SVH

Der milde Winter hat dafür gesorgt, dass die Sanierung der Nordbrücke im Sportboothafen der Segler-Vereinigung-Heiligenhafen (SVH) voranschreitet. Bemerkenswert ist, dass die gesamte Baumaßnahme durch Vereinsmitglieder geleistet wird. 

Heiligenhafen – Hafenwart Jörn Richert hat dazu ein Team von zehn Vereinsmitgliedern mit unterschiedlichen fachlichen Kenntnissen um sich geschart, die das Bauwerk errichten. Richert rechnet mit bis zu 500 Arbeitsstunden, bis die Brücke fertig ist. Damit werden erhebliche finanzielle Mittel eingespart und machen ein derartiges Vorhaben erst möglich. Ein weiterer Vorteil ist die Beteiligung der Mitglieder, was die Identifikation mit dem Verein stärkt und das Clubleben lebendig hält. Somit lebt die Tradition des Vereins weiter. „Die Älteren werden sich noch erinnern, dass der Hafen ab 1961 ausschließlich mit Eigenmitteln, teilweise mit der Unterstützung der Bundeswehr, gebaut wurde“, sagte der zweite Vorsitzende Torsten Much unserer Zeitung.

Die Nordbrücke wurde bereits im Jahr 2007/2008 mit einer Unterkonstruktion aus Stahlpfählen und einem Brückenbelag aus Lärchenhölzern neu errichtet. Sie ersetzte damals die alte Brücke von 1960. Doch der Brückenbelag war nach nur 14 Jahren Nutzung weitgehend verrottet und bedarf einer Erneuerung. Strom- und Lichtinfrastruktur entsprechen auch nicht mehr dem Stand der Technik. 

Wie Much betonte, könne man sich nicht erklären, warum der Holzbelag bereits jetzt verschlissen sei. „Vermutlich liegt das an der minderwertigen Holzqualität schnell nachwachsender Hölzer.“ Die jetzt in Angriff genommenen Maßnahmen umfassen den neuen Brückenbelag mit Kunststoffbrettern, Austausch der Längsträger aus Lärchenholz, Austausch und Erneuerung der Strom- und Wasserversorgung sowie eine stromsparende LED-Beleuchtung am Steg. 

Die Materialkosten belaufen sich auf insgesamt 22000 Euro, wobei circa 25 Prozent als Zuschuss des Kreises Ostholstein und des Landes bereits angekündigt sind, da der Verein als gemeinnützig – wegen seiner Bemühungen um den Segel- und Regattasport – eingestuft ist, sagte der zweite Vorsitzende Torsten Much. 

„Eine Garantie von 30 Jahren auf die Haltbarkeit machen den erhöhten Preis gegenüber dem alten Holzbelag wieder wett.“

Torsten Much, 2. Vorsitzender der Segler-Vereinigung-Heiligenhafen

Derzeit sind die Unterzüge als Fundament der Brücke schon deutlich erkennbar. Somit sind die Vorbereitungen für den Brückenbelag geschaffen. Jetzt müssen noch die Versorgungsleitungen installiert werden, dann kann der abschließende Kunststoffbelag aufgeschraubt werden. Mit dem Kunststoffbelag hat der SVH ausgesprochen positive Erfahrungen gemacht, mehrere Brücken sind damit schon ausgestattet. „Eine Garantie von 30 Jahren auf die Haltbarkeit machen den erhöhten Preis gegenüber dem alten Holzbelag wieder wett und macht die Investition sehr wirtschaftlich und schont Ressourcen“, sagte Torsten Much unserer Zeitung und ergänzte: „Somit steht der Nutzung der neuen Nordbrücke zum Beginn der Segelsaison 2022 nichts mehr entgegen.“         

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