Das „Pier 15“ in der Hafenstraße 35 in Heiligenhafen
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Sachspenden für die Ukraine werden am Montag (7. März), am Dienstag (8. März) und am Mittwoch (9. März) im „Pier 15“ in Heiligenhafen entgegengenommen.

Initiative „Ostholstein für Ukraine“ sammelt für die geflüchteten Menschen

  • Hans-Jörg Meckes
    VonHans-Jörg Meckes
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Um den Menschen aus der Ukraine zu helfen, hat sich jetzt die Initiative „Ostholstein für Ukraine“ gegründet. Sie organisiert einen Konvoi nach Polen und sammelt in den nächsten Tagen Hilfsartikel.

  • Die Initiative „Ostholstein für Ukraine“ nimmt am 7., am 8. und am 9. März Sachspenden für die Ukraine entgegen.
  • Die Hilfsgüter werden mit einem Konvoi nach Polen gefahren.
  • Gebraucht werden Artikel zur medizinischen Erstversorgung, Hygieneartikel, Lebensmittel und Schulsachen.

Heiligenhafen – Nachdem sich die Lage in der Ukraine aufgrund des russischen Angriffs immer weiter verschlechtert, hat sich jetzt die Initiative „Ostholstein für Ukraine“ gegründet. Sie hilft dabei, dringend benötigte Artikel zu den geflüchteten Menschen zu bringen.

Viele Ukrainerinnen und Ukrainer, vor allem Frauen und Kinder, flüchten in Nachbarländer wie Polen – Tausende kommen täglich an der Grenze an. In ganz Polen seien deswegen Notunterkünfte entstanden, auch in ländlichen und infrastrukturell weniger gut versorgten Gebieten, informiert die Initiative. Kleine polnische Gemeinden wie Tuchomie und Bytów haben gemeinsam angepackt und solidarisch Kulturzentren, Rathäuser und Sporthallen kurzfristig zu Notunterkünften umfunktioniert, schon jetzt sind Hunderte von Geflüchteten auf dem Weg dorthin.

Hilfskonvoi in die Kaschubei nach Polen

„Deswegen organisieren wir einen Hilfskonvoi zu diesen Gemeinden in der Kaschubei, einer Region im Norden Polens. Wir stehen mit den lokalen Koordinatoren in Kontakt und wissen somit genau, was gebraucht wird. Schon am Sonnabend (12. März) machen wir uns mit einem Lkw auf den Weg. So können wir konkrete und lokale Flüchtlingshilfe leisten – direkt vor Ort“, teilt die Initiative mit.

Die Initiative „Ostholstein für Ukraine“ wird in Heiligenhafen von Bürgervorsteherin Petra Kowoll und Bürgermeister Kuno Brandt in vollem Umfang unterstützt.

Annahme in Heiligenhafen und Oldenburg

Die Sachspenden werden in Heiligenhafen am Montag (7. März) von 15 bis 18 Uhr, am Dienstag (8. März) von 8 bis 12 Uhr und am Mittwoch (9. März) von 15 bis 18 Uhr im „Pier 15“ in der Hafenstraße 35 entgegengenommen.

Zusätzlich können in Oldenburg am Donnerstag (10. März) von 7 bis 13 Uhr Sachen auf dem Schulhof des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums in der Adolf-Friedrich-Straße 1 abgegeben werden. Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium hat hierfür eine separate Stelle eingerichtet, die online auf fvsg-hilft.carrd.co zu erreichen ist.

Die Initiative „Ostholstein für Ukraine“ ist im Internet auf der Seite ostholstein-ukraine.carrd.co zu erreichen. Ebenso ist dort die Whatsapp-Gruppe der Initiative zu finden. Auch per E-Mail an ohfueruk@web.de oder telefonisch unter 016099300554 kann mit der Gruppe Kontakt aufgenommen werden. Ansprechpartnerin ist Klara-Maria Töpfer.

Was brauchen die Menschen aus der Ukraine?

Nach Absprache mit Erstversorgern vor Ort und dem Polnischen Roten Kreuz hat sich die Initiative „Ostholstein für Ukraine“ auf eine Liste an Artikeln geeinigt. In Koordination mit dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Oldenburg sammelt sie auch Geldspenden, von denen sie weitere benötigte Dinge wie Handtücher, Unterhosen, und Socken in diversen Größen neu einkaufen kann.

Bei der medizinischen Erstversorgung werden vor allem Rettungsdecken, sterile Kompressen, Pflaster, elastisches Verbundzeug, Kochsalzampullen, Kältekompressen, Desinfektionsmittel, sterile Verbände, Tourniquets, Einweghandschuhe, Verbandsscheren und Thermometer benötigt.

Auch Hygieneartikel wie Duschgele, Shampoos, Seifen, Zahnbürsten. Zahnpasta, Gesichtscreme, Damenbinden, Kinderwindeln, Inkontinenzwindeln, Waschmittel, Geschirrspülmittel, Kinderfläschchen und Babypuder können abgegeben werden.

Weiter benötigt werden Lebensmittel wie Konserven, Öl, Zucker, Nudeln, Mehl, Müsli, Reis, Tee, Kaffee, H-Milch und Nüsse. Auch Schulsachen wie Schreibwaren, Ordner, Schulranzen, Zeichenblöcke und Trinkflaschen werden gesammelt.

Kleidung und Medikamente werden nicht angenommen.

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