Zahlreiche Dankekarten für herausragende ehrenamtliche Leistungen / 3868 Notfalleinsätze gefahren

Jörg Bochnik weiter an ASB-Spitze

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Der langjährige ASB-Geschäftsführer Udo Glauflügel (l.) und seine Nachfolgerin Elke Sönnichsen (r.) würdigten den Einsatz des ASB-Vorsitzenden Jörg Bochnik (2.v.l.), des Freiwilligen-Koordinators Walter Cordes sowie des stellvertretenden Geschäftsführers Stephan Andersen.

HEILIGENHAFEN -ft- Jörg Bochnik wird weitere vier Jahre als 1. Vorsitzender die Arbeit des ASB- Regionalverbandes Ostholstein leiten. Auf der Jahreshauptversammlung am Sonnabend im Veranstaltungspavillon wurde Bochnik mit einer breiten Mehrheit von 37 Jastimmen – bei 41 Wahlberechtigten – in geheimer Wahl wiedergewählt. Die bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Christian Faecks und Michael Mohr wurden in offener Wahl einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

Neu in den Vorstand gewählt wurden Michael Heinemann (29 Stimmen), Davin Kowalik (26 Stimmen) und Sascha Gosch (24 Stimmen). Jörg Bochnik machte in seinen ersten Worten nach der Wahl deutlich, dass er sich über das Wahlergebnis freue, aber nach Ablauf der vierjährigen Amtszeit gerne ausscheiden würde.

Einstimmig wiedergewählt wurden auch die Mitglieder der ASB-Kontrollkommission des Regionalverbandes Ostholstein mit Jens Lietzow, Borris Mayes und Peter Foth. Jugendleiterin Kristina Mohr wurde von der Versammlung bestätigt. Mit der Dankekarte für herausragende ehrenamtliche Tätigkeit im ASB wurde Jugendleiterin Kristina Mohr, die zum Gründerteam der Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ) gehört und die Jugendarbeit 2005 wiederbelebt hat, geehrt. Auch Mareile Kordlewska gehörte zu den Geehrten. Kordlewska ist ebenfalls Gründungsmitglied der ASJ und übernahm 2009 die Kassenführung der Jugendgruppe. Mit der Dankekarte würdigte Jörg Bochnik auch den ehrenamtlichen Einsatz von Janett Tharmann, die ebenfalls in der Jugendarbeit tätig ist und den Schulsanitätsdienst an der Inselschule auf Fehmarn betreut. Mittlerweile hat sich die Gruppe an der Inselschule etabliert und organisiert den landesweiten Schuldienstwettbewerb auf Fehmarn im Juli 2018. Rettungsassistent Michael Struck konnte die Ehrung noch nicht entgegennehmen, da er im Einsatz war. Auch Struck gehört zu den ASB-Mitarbeitern, die sich neben ihrer beruflichen Tätigkeit beim ASB noch ehrenamtlich betätigen. Sein ehrenamtliches Engagement gehört dem Fuhrpark des ASB.

Über die Dankekarte des ASB konnten sich zudem Sascha Gosch und seine Frau Stephanie freuen. Sascha Gosch gehört zum harten Kern der Schnelleinsatzgruppe und engagiert sich im Sanitätsdienst. Jüngstes Kind von Sascha und Stephanie Gosch ist der ASB-Wünschewagen. Unter dem Motto „Letzte Wünsche erfüllen“ hilft der ASB mittlerweile bundesweit Mitmenschen, denen nicht mehr viel Zeit im Leben bleibt.

Verabschiedet aus dem Vorstand wurde Walter Cordes. Wie der ASB-Vorsitzende in seiner Laudatio sagte, konnte dank des Engagements von Walter Cordes die Aufgabenvielfalt im ASB in den letzten drei Jahren erheblich gesteigert werden. Walter Cordes hatte die Erste-Hilfe-am-Hund-Kurse wieder eingeführt und die in der Öffentlichkeit sehr geschätzten Gesundheitsgespräche ins Leben gerufen, die von ihm auch weiter organisiert und betreut werden. Als Freiwilligen-Koordinator bemüht sich Cordes zudem um Menschen, die ehrenamtlich im ASB mitarbeiten möchten. Auch dieses Amt will er weiter mit Leben erfüllen.

Mit der Verabschiedung des stellvertretenden Geschäftsführers Stephan Andersen verlässt einer der aktivsten Mitarbeiter den ASB-Regionalverband Ostholstein. Stephan Andersen war neben seiner Tätigkeit im Rettungsdienst und in der Schnelleinsatzgruppe Motor des von der EU gesponserten Projektes „Beltsamariter“. Seinem Engagement ist es zu verdanken, dass dänische und deutsche Samariter sich wieder näherkamen und heute gute Kontakte pflegen. Andersen bleibt dem ASB aber erhalten. Er wechselt in die Landesgeschäftsstelle nach Kiel, um hier als Landesfachreferent Rettungsdienst und Notfallvorsoge neue Aufgaben zu übernehmen.

Beeindruckende Einsatzzahlen aus dem Rettungsdienst lieferte Hans-Jörg Will. So wurden auf den beiden Rettungswachen in Burg und Heiligenhafen 3868 Notfalleinsätze gefahren, dazu kommen weitere 2910 Krankentransporte. Das Notfalleinsatzfahrzeug auf Fehmarn rückte zu 774 Notfällen aus. Dabei wurden rund 30000 Kilometer gefahren. Dazu kommen noch 106000 Kilometer, die die Rettungswagen der Wache Fehmarn 2017 zurücklegten

Die Rettungswagen der Rettungswache Heiligenhafen brachten es auf 158000 Kilometer, was ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Hans-Jörg Will erwähnte in seinem Bericht auch die schwierige Personallage im Rettungsdienst. Auch der ASB sucht dringend Notfallsanitäter oder Menschen, die sich hierzu ausbilden lassen möchten. Zu Beginn der Jahreshauptversammlung hatte der ASB-Vorsitzende Jörg Bochnik über die Vorstandsarbeit berichtet und hier besonders die Zusammenarbeit mit dem bisherigen Geschäftsführer Udo Glauflügel hervorgehoben. Mit Elke Sönnichsen habe jetzt eine neue Geschäftsführerin diese Arbeit übernommen, auch hier setzt Bochnik auf eine vertrauensvolle, gute Zusammenarbeit.

In einem Rückblick auf die Jahre 2014 bis 2016 schilderte Jörg Bochnik die Entwicklungsphasen im ASB-Regionalverband. Waren es im Jahre 2014 noch 80 Mitarbeiter, die der ASB beschäftigte, so sei die Mitarbeiterzahl bis 2016 auf 120 angestiegen. Zum Jahresende 2017 unterstützten gut 5000 Mitglieder die ASB-Arbeit, sagte Bochnik und ergänzte, dass über 1200 Heiligenhafener und 1400 Fehmaraner Bürger Mitglied im ASB sind.

Für die Ambulante Pflege trug Elke Sönnichsen als ehemalige Pflegedienstleiterin noch einmal im Namen der 52 Mitarbeiter in Heiligenhafen und Fehmarn den Bericht vor. Diese Mitarbeiter versorgen insgesamt 420 Patienten. Aufgrund des Fachkräftemangels in der Pflege wolle der ASB einige seiner bisherigen Mitarbeiter zu Altenpflegehelfern weiterqualifizieren und neue Ausbildungsplätze in der Altenpflege anbieten, sagte Elke Sönnichsen.

Über die vielen Fachdienstbereiche berichtete Stephan Andersen. Nicht unerwähnt ließ Andersen, dass das erworbene Gebäude der alten Sparkasse in Petersdorf auf Fehmarn demnächst zur Rettungswache auf Fehmarn umgebaut werde. Auch der Hausnotruf ist bei älteren Mitbürgern in Ostholstein gefragt. So berichtete Mareile Kordlewska von über 200 Kunden, die von der Hausnotrufzentrale des ASB überwacht werden.

Eine Aufstehhilfe, die in der Ambulanten Pflege im Einsatz ist, erleichtert die oft belastende Situation der Pflegekräfte im Alltag. Mit Stolz berichtete Janett Tharmann, dass die Schüler im Schulsanitätsdienst der Inselschule den ersten Platz im Landeswettbewerb belegten und in der Einzelwertung einen 5. Platz verbuchen konnten.

Zwei Großeinsätze forderten im letzten Jahr die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG). An 92 Tagen hatte der Sanitätsdienst für die Sicherheit auf vielen Veranstaltungen, wie Hafenfesttage, Gildefeste, Sportveranstaltungen und Festivals gesorgt. Wie Udo Glauflügel berichtete, kam das UAV-Team mit seinen Drohnen bei zwei Realeinsätzen zum Einsatz. „Gerade die Drohnen-Aufklärung könnte bei großen Schadenslagen oder bei der Suche nach vermissten Personen eine wertvolle Hilfe sein“, sagte Udo Glauflügel.

In ihren Grußworten würdigten Bürgervorsteher Gottfried Grönwald, Dennys Wormsdorf von der Schutzpolizei und Michael Hasselmann vom Kreisfeuerwehrverband die Vielfalt der Aufgaben, die der ASB wahrnimmt. Für die Kontrollkommission machte Peter Foth deutlich, dass der scheidende Geschäftsführer Udo Glauflügel eine solide Kassenlage hinterlassen habe.

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