68-Jähriger (CDU) setzt sich im zweiten Wahldurchgang gegen Olaf Willert (SPD) durch

Jürgen Raudonus ist neuer Heringsdorfer Bürgermeister

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Jürgen Raudonus (l.) mit dem unterlegenen SPD-Kandidaten Olaf Willert, der fair gratulierte und den neuen Bürgermeister in seiner Funktion als Stellvertreter sogar vereidigte.

HERINGSDORF -ra- Die Gemeinde Heringsdorf hat seit gestern Abend einen neuen Bürgermeister: Jürgen Raudonus (CDU) setzte sich im zweiten Wahldurchgang mit 6:5 Stimmen gegen Olaf Willert durch, den die Sozialdemokraten ins Rennen geschickt hatten. Raudonus folgt damit auf Marlis Höper-Kirschnick, die nach nur fünf Monaten im Amt Ende vergangener Woche für viele überraschend ihren Rücktritt erklärt hatte (wir berichteten).

Die Sitzung im voll besetzten Gemeinschaftshaus in Fargemiel begann mit der Verabschiedung der zurückgetretenen Bürgermeisterin, die von Olaf Willert einen Blumenstrauß überreicht bekam. Im Anschluss wollte ein Bürger in der Einwohnerfragestunde wissen, wie es zu dem Rücktritt gekommen sei. „Es sind vorwiegend persönliche Gründe. Ich weiß, es führt zu Spekulationen, wenn ich mich nicht konkret äußere, aber das muss akzeptiert werden.“ Ebenso wortkarg hatte sich Höper-Kirschnick bereits gegenüber der HP geäußert.

Mit Spannung wurde die Bürgermeisterwahl erwartet, denn bis zuletzt war nicht durchgesickert, wen die CDU und die SPD aufstellen würden. Im ersten Wahlgang entfielen auf beide Kandidaten jeweils fünf Stimmen, die elfte war ungültig. Doch auch bei den zehn gültigen Stimmen gab es Unklarheiten. „Eine ist nicht ganz korrekt, die Absicht ist aber klar deutlich und zählt damit“, so der anwesende Vertreter des Amtes Oldenburg-Land. Somit ging es in den zweiten Wahldurchgang, den Jürgen Raudonus mit 6:5 für sich entschied. „Für die Zukunft wünsche ich mir eine konstruktive Zusammenarbeit. Man kann unterschiedlicher Meinung sein, dennoch sollte der Respekt untereinander nicht fehlen. Wir wollen alle das Beste für unseren Ort“, erklärte Raudonus, der ebenfalls sagte, dass das Bürgermeister-Amt ein Job sei, „in dem man auch mal etwas einstecken muss“.

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