Standesbeamtin Charlotte Schuster.
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Charlotte Schuster aus dem Heiligenhafener Standesamt freut sich über Paare, die sich auch in den weniger beliebten Wintermonaten das Jawort geben.

Der große Ansturm blieb aus

Nachfrage nach Schnapszahl-Trauungen im Februar übersichtlich: Corona und Winter bremsen

  • Patrick Rahlf
    VonPatrick Rahlf
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Schnapszahlen bringen Glück. Das glauben jedenfalls Paare, die sich bewusst an einem Schnapszahl-Datum das Jawort geben. Diese Daten sind selten, doch der Februar in diesem Jahr bietet mit dem heutigen 2.2.22 und dem 22.2.22 gleich zwei solcher besonderen Termine.

  • Der große Ansturm auf Schnapszahl-Trauungen ist ausgeblieben.
  • Aktuell dürfen bis zu zehn Personen im Trauzimmer dabei sein.
  • Die beliebtesten Hochzeitsmonate in Heiligenhafen bleiben der Mai und der September.

Heiligenh./Oldenb. – In vielen Standesämtern ist vor solchen Tagen besonders viel los, auf Nachfrage bei den hiesigen Ämtern hält sich die Nachfrage aber in Grenzen. „Es gab Anfragen, aber es war kein Boom auf diese beiden Tage“, berichtet Sarah Hochschild, Standesbeamtin beim Amt Oldenburg-Land. Eine Trauung habe sie am heutigen 2. Februar, der 22. Februar sei dagegen noch frei. „Der Termin war reserviert, wurde aber wieder abgesagt.“

Charlotte Schuster, Standesbeamtin im Heiligenhafener Rathaus, weiß aus Erfahrung, dass Schnapszahl-Hochzeiten sehr beliebt sind, „allerdings vorzugsweise in der wärmeren Jahreszeit“. Sie habe eine Trauung am heutigen Mittwoch und zwei Stück am 22. Februar. „Die Nachfrage hielt sich aber in Grenzen, ich musste niemandem absagen.“ Der Februar sei generell ein eher unbeliebterer Monat bei Brautpaaren, zudem spiele die aktuelle Corona-Lage eine große Rolle bei den Planungen. Wie Charlotte Schuster erklärt, dürften derzeit zehn Personen bei einer Trauung dabei sein „Darin sind das Hochzeitspaar und ich aber enthalten. Es bleibt also Platz für sieben Gäste im Trauzimmer.“ Jedes Paar entscheide für sich selbst, ob es in der aktuellen Zeit heiraten wolle, Absagen werden nicht übel genommen. „Diejenigen, die es machen, arrangieren sich mit der Situation und verlieren ihren Humor nicht. Denn den braucht man, wenn man mit Maske ins Rathaus eintritt. Alle verhalten sich wirklich vorbildlich“, so die Standesbeamtin. Nachdem 2020 die Verunsicherung durch Corona noch sehr groß gewesen sei, hätte es im vergangenen Jahr wieder viele Hochzeiten in der Warderstadt gegeben. 

Übrigens: Die beliebtesten Hochzeitsmonate in Heiligenhafen bleiben der Mai und der September. Und wenn es dann noch,wie am 9.9.99, ein Schnapszahl-Datum in der wärmeren Jahreszeit gibt, ist die Nachfrage natürlich besonders groß.

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