Manfred Wohnrade: Es gibt keine Pläne, nur das Familienhotel zu bauen

Keine Solo-Planung

So könnte das Familienhotel auf dem Steinwarder aussehen. Die Planung, das Hotel ohne Schwimmbad zu bauen, gibt es allerdings nicht.
+
So könnte das Familienhotel auf dem Steinwarder aussehen. Die Planung, das Hotel ohne Schwimmbad zu bauen, gibt es allerdings nicht.

Heiligenhafen – Die Bauvorhaben Erlebnisbad, Familienhotel sowie Parkdeck auf dem Steinwarder gehören zu den heiß diskutierten Themen in Heiligenhafen. 60 Einwendungen gegen diese Vorhaben sind bis Ende August bei der Stadt eingegangen, die Stadtvertretung wird sich damit auseinandersetzen müssen (wir berichteten).

  • Schwimmbad und Hotel auf dem Steinwerder in Heiligenhafen viel diskutiertes Thema
  • HVB nimmt Stellung zu Gerüchten 
  • Stadtvertretung entscheidet letztendlich

Für Aufsehen hat in dieser Woche eine Stellungnahme der HVB-Geschäftsführung in einem Bericht an den Hauptausschuss gesorgt. In dieser heißt es: „Im Zusammenhang mit dem Projekt ‚Erlebnisbad auf dem Steinwarder‘, für das die HVB die Projektdurchführung übernommen hatte, eröffnet sich für die HVB die Möglichkeit zur Veräußerung des letzten Grundstücks, der sogenannten Potentialfläche. Hier hat sich die Stadt Heiligenhafen für das Konzept eines Familienhotels entschieden. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass der notwendige Grundstückskaufvertrag mit dem Interessenten noch im Geschäftsjahr 2020 geschlossen werden kann.“

Mit Bezug auf dieses Zitat der HVB-Geschäftsführung sind in den vergangenen Tagen vermehrt Spekulationen aufgetreten, dass die Hotelplanung unabhängig vom Bau des Schwimmbades realisiert werden könnte. Zu beachten ist allerdings, dass Manfred Wohnrade und Joachim Gabriel diese Stellungnahme, die besonders bei Facebook für Gesprächsstoff gesorgt hat, bereits am 30. März unterschrieben haben.

„Zum damaligen Zeitpunkt haben wir den Verkauf des Grundstückes noch in diesem Wirtschaftsjahr als realistisch eingeschätzt. Diese Einschätzung bezog sich natürlich auf die gesamte Entwicklung der Potentialfläche gemäß Grundsatzbeschluss der Stadtvertretung, also mit dem Bau des Erlebnisbades und der Schaffung weiterer Parkflächen. Mit anderen Worten: Es gibt keine Ideen oder gar Pläne, die einen alleinigen Verkauf der Teilfläche und möglicherweise nur den Bau eines Hotels vorsehen. Wer so etwas behauptet oder aus dem Lagebericht der HVB interpretiert, sagt schlicht die Unwahrheit“, stellte Manfred Wohnrade gestern auf HP-Anfrage klar.

Stadtvertretung hat das letzte Wort

Über einen möglichen Verkauf des Grundstückes würde zudem die Stadtvertretung entscheiden. „Das wird sie nur tun, wenn alle Voraussetzungen des Grundsatzbeschlusses erfüllt sind. Das kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht der Fall sein, da insbesondere die für eine Förderung des Bades erforderliche Vorplanung europaweit ausgeschrieben werden muss und so ein Prozess sich über einen längeren Zeitraum erstreckt“, ergänzte Manfred Wohnrade.

Ebenfalls war es dem HVB-Geschäftsführer ein Anliegen, zum Erlebnisbad Stellung zu nehmen. Grundlage für die Planungen sei die vom Land geförderte und geprüfte Machbarkeitsstudie, die neben den „Spaß-Bereichen“ ein Schwimmbecken mit sechs 25 Meter langen Bahnen und zwei Sprungtürmen vorsehen würde. „Auch an dieser Planung hat sich bis heute nichts geändert“, stellte Wohnrade klar. Ein elementarer Mehrwert des Bades für alle Bürger sei schließlich die Möglichkeit, Schwimmunterricht und Kurse anbieten zu können.

„Nun behauptet eine Bürgerinitiative öffentlich, dass der Eindruck entsteht, ich hätte in der Einwohnerversammlung zum Projekt die Bürger bewusst getäuscht. Das ist lächerlich. Ich akzeptiere jede Meinung, Verschwörungstheorien und bewusste Falschinformationen öffentlich zu verbreiten, gehört jedoch nicht zu einer konstruktiven Kritik“, so der HVB-Chef.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.