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Kirchengemeinderat Jochen Gawehns und Antje Langbehn, zuständig für die Jugendarbeit, präsentieren den neuen Gemeindesaal. Wegen der Corona-Krise werden Veranstaltungen aber vorerst nicht stattfinden können.

Kirchengemeinde investiert in Sanierung

Kirchengemeindehaus wird fit für die Zukunft

Die Heiligenhafener Kirchengemeinde hat für 450000 Euro das Thulboden-Gemeindehaus saniert. Auch die Heiligenhafener Jugend wird davon profitieren.

  • Gemeindehaus der Heiligenhafener Kirchengemeinde ist jetzt energetisch auf dem neuesten Stand.
  • Bald sollen Multifunktionsräume genutzt werden.
  • Denkmalschutz erschwerte die Arbeiten.

Heiligenhafen ‒ Nach fast einjähriger Bauzeit ist die bauliche Sanierung des Gemeindehauses der evangelischen Kirchengemeinde im Thulboden jetzt abgeschlossen. Die Handwerker sind abgezogen, jetzt geht es daran, 48 Kubikmeter Inventar, das in der Ameos-Klinik zwischengelagert wurde, wieder einzuräumen.

Wie Antje Langbehn, Kinder- und Jugendwartin der Kirchengemeinde Heiligenhafen, und Kirchengemeinderat Jochen Gawehns sagten, werden im Obergeschoss wieder die Pfadfinder einziehen. Hier gibt es aber auch Multifunktionsräume, wo zum Beispiel der Konfirmandenunterricht stattfinden kann. „Das ganze Obergeschoss ist renoviert worden. Dazu gehören neue Wände, die Dämmung des Daches und die Schallisolierung zum Gemeindesaal. Das Haus ist energetisch aufbereitet worden, sodass wir jetzt fit für die Zukunft sind“, erklärte Jochen Gawehns.

Bei der Raumgestaltung haben die Kinder und Jugendlichen ihre Ideen mit einbringen können. Zurzeit gibt es in Heiligenhafen 80 Pfadfinder und 21 Konfirmanden. Die Corona-Pandemie setzt allerdings auch beim Konfirmandenunterricht sichtbare Zeichen. Wenn im neuen Jahr alles wieder eingerichtet ist und die Corona-Lage es erlaubt, soll noch einmal Einweihung mit den Jugendlichen gefeiert werden.

Enge Abstimmung der Kirchengemeinde mit Amt für Denkmalschutz

Zur Finanzierung des Bauvorhabens sagte Kirchengemeinderat Jochen Gawehns, dass die Arbeiten für den Umbau des Gemeindehauses rund 450000 Euro gekostet hätten. Bei einem denkmalgeschützten Haus sei alles etwas schwieriger. So durften keine Änderungen vorgenommen werden, die nicht im Vorfeld mit dem Amt für Denkmalschutz abgesprochen wurden. „An der alten Bausubstanz musste einiges ausgeglichen werden, und der Statiker war auch öfter vor Ort“, sagte Jochen Gawehns.

Wie Antje Langbehn und Jochen Gawehns bei einem Rundgang sagten, gäbe es im Obergeschoss ein Kreativzimmer. Hier lagern alle Materialien, die man für die Kinder- und Jugendarbeit braucht. Seien es Kompasse und Karten, Bastelmaterial sowie anderweitige Pfadfinderausrüstung. Hier werden auch die Bibeln deponiert. In einem anderen Raum soll musiziert und Gitarrenunterricht gegeben werden, der Raum aber gleichzeitig auch multifunktional für die Gruppenarbeit genutzt werden. Auf der oberen Etage gibt es auch ein großes Bad mit zwei Duschen, drei Toiletten und drei Waschbecken, damit hier auch Wochenendfreizeiten stattfinden können. Da das Geld in vielen Familien oft knapp ist und das Jugendfreizeitangebot kostenfrei ist, werde es gerne angenommen, sagte die Jugendleiterin.

Nach den Wünschen der Jugendlichen wurde auch die große Küche mit fünf Meter Arbeitsplatte und zwei Backöfen eingerichtet. „So können viele Pizzen auf einmal gebacken werden, und alle können gemeinsam essen“, sagte Antje Langbehn voller Vorfreude.

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