Kühlfahrzeug sichert den Fortbestand / Zahlreiche Spender ermöglichen Kauf

Tafel nach Kraftakt am Ziel

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Tafel-Vorstand, Sponsoren und Vertreter der Kirche freuen sich gemeinsam über das erreichte Ziel.

Heiligenhafen –Von Patrick Rahlf– Innerhalb eines Jahres hat die Heiligenhafener Tafel das schier Unmögliche möglich gemacht. War im September 2018 die Anschaffung eines dringend benötigten Kühlfahrzeugs nicht mehr als ein Traum, konnte am Freitagmittag der Öffentlichkeit ein nagelneuer Ford Transit mit großem Kühlraum präsentiert werden. Zahlreiche Groß- und Kleinspender haben an einem Strang gezogen und die Anschaffung des rund 45000 Euro teuren Fahrzeugs, das für die Existenzsicherung der Tafel-Arbeit unerlässlich ist, ermöglicht.

Rückblick: Im September vergangenen Jahres betrat der Tafel-Vorstand die Redaktion der HP und blickte sorgenvoll in die Zukunft. Um ihre Arbeit auch zukünftig fortführen zu können, brauchte es ein Kühlfahrzeug. Das große Problem: Gute gebrauchte Transporter sind kaum billiger als Neuwagen – und diese kosten richtig Geld. „Die Vorschriften werden immer komplexer. Die Discounter, von denen wir unsere Lebensmittel erhalten, pochen immer mehr darauf, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird“, erklärte die Vorsitzende Monika Knoepfle seinerzeit. Rund 150 bis 200 Menschen sind in Heiligenhafen jede Woche auf die Tafel angewiesen.

Was folgte, war ein groß angelegter Spendenaufruf in der HP, der sich schließlich verselbstständigte. „Wir traten auch an die Fraktionen in der Stadtvertretung heran, die uns gute Tipps gaben, wir machten bei der Wardermesse auf unser Problem aufmerksam und kamen in Kontakt mit dem Gewerbeverein PmH“, sagte Knoepfle in ihrer Ansprache am Freitag im Thulboden-Gemeindehaus und ergänzte: „Ich bin froh, glücklich und auch stolz auf die Gesellschaft, die uns so sehr unterstützt hat.“

Es dauerte nicht lange, da ging bei der Tafel die erste Großspende ein, weitere sollten in den kommenden Monaten noch folgen. Aber auch viele Kleinstbeträge halfen schließlich, das große Ziel zu erreichen. Am morgigen Dienstag hat der Ford Transit, den das Autohaus Hugo Pfohe mit einem satten Rabatt verkauft hat, seine Jungfernfahrt. Mehrere Monate hatte die Bestellung des nach Tafel-Wünschen ausgestatteten Transporters gedauert.

Glücklich war am Freitag auch Heiligenhafens Pastor Carsten Sauerberg. „Es ist beeindruckend, wie die Tafel geführt wird und wie schnell der Fahrzeug-Kauf geglückt ist. In einem wohlhabenden Land wie Deutschland dürfte es eigentlich keine Tafeln geben, aber das ist ein anderes Thema.“

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