Die Elemente Wasser und Stein dominieren den April in der Galerie 17

KunstVerein präsentiert neue Ausstellung

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„Erhoben – verschoben“ nannte die Bildhauerin Hella Horstmeier (r.) dieses Kunstwerk. Links im Bild, Gisela Kraemer, eine Freundin der verstorbenen Malerin Ursula Schibilla.

HEILIGENHAFEN (ft) · Das Wasser zeichnet die Erde unter den Planeten aus – es ist die Heimat des Lebens. Dem grandiosen Wandel der Formen und Konsistenz der beiden Elemente Wasser und Stein stehen wir mit feierlicher Ergriffenheit bei dieser Ausstellung „Pathos des Wassers und der Steine“ gegenüber. Mit diesen Worten eröffnete der zweite Vorsitzende des KunstVereins Heiligenhafen, der Berliner Maler Gert Rohde, die neue Ausstellung in der Galerie G 17 in der Bergstraße 17.

Für Gert Rohde stellt sich die Frage nach Ursprung und Anfang des Alls. Die Griechen rechneten mit einer periodischen Vernichtung durch Flut und anschließender Neuentstehung. Der Ozean verschlingt Gebirge, Erosion nivelliert die Höhen durch Zerfall, Wind, Hitze, Sprengung, Regen steter Tropfen höhlt den Stein. Vulkanische Auswerfungen von Magma aus vulkanischen Tiefen, von Wasser abgekühlt, bildet wieder neues Land. Der Erdkern aus Eisen und Nickel umgeben von einem schmelzflüssigen Mantel, darauf schwimmen, die aus leichten Materialien zusammengesetzten Kontinente.

Wie Gert Rohde deutlich machte, kann Ursula Schibilla, die 2009 verstarb, uns Gedanken und Intentionen zu ihrem letzten großen Thema „Wasser“ selbst nicht mehr mitteilen. So zitierte Gert Rode aus ihrem Prosagedicht „Lebendiges Wasser“: „Wasser ist für mich die Quelle des Gedanken, Ursprung des Schöpferischen, in ständigem Wechsel und Verlauf synonym für Lebenswege, mit seinen Energien erzeugt es Kraft und Lebenswille…“

▪ „Eine Spur ist zu sehen“

Der zweite Vorsitzende des KunstVereins Heiligenhafen brachte auch seine Freude zum Ausdruck, dass man die Berliner Bildhauerin Hella Horstmeier habe gewinnen können, ihre Plastiken für diese Gedenkausstellung beizustellen. Die bildhauerischen Arbeiten ergänzen und erweitern die Ausstellung aufs Beste. Über ihre Arbeiten sagt Hella: „Eine Spur ist zu sehen – hochpoliert führt sie über den Stein und endet in ihrer größten Breite beim Aufbruch. Hier lässt der natürliche Stein ein Stück in sein Inneres sehen, wo Licht und Schatten sich abwechseln.“

Zur Vernissage waren viele Gäste in die Galerie G 17 gekommen, um Kunst zu genießen. Leider hatte kein Vertreter der Stadt an der Ausstellungseröffnung teilnehmen können, obwohl alle persönlich eingeladen waren, fand Ingo Baumann, verantwortlich für Presse und Organisation, kritische Worte. Die Ausstellung „Pathos des Wassers und der Steine“ ist noch bis Ende April geöffnet. Öffnungszeiten: Mittwoch 10 bis 12 Uhr, Sonnabend 10 bis 12 Uhr, Sonntag 15 bis 18 Uhr, Dienstag-Donnerstag-Freitag nach Vereinbarung, Montag geschlossen. Kontakte über Ingo Baumann (Tel. 0 43 62 /  50 28 98).

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