Namensänderung in „KunstVerein Wagrien“ soll Einzugsgebiet vergrößern / 2. Vorsitzender dringend gesucht

Kunstverein will expandieren

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Der KunstVerein will den vernachlässigten „Schwimmer“ an der Theodor-Storm-Schule wieder fitmachen.

HEILIGENHAFEN · Der KunstVerein Heiligenhafen will seinen Namen ändern und als KunstVerein Wagrien auch Kunstfreunde und Künstler in der Fehmarnbeltregion ansprechen. Eine diesbezügliche Namensänderung wurde auf der Jahres-Mitgliederversammlung am Montag im Restaurant „Anno 1800“ beschlossen. Sitz des neuen Kunstvereins soll aber weiterhin Heiligenhafen sein, sagte der Vorsitzende Niko Rickert.

Auch die Malerin Marie Anne Keen, die im Sommer eine Dauerausstellung auf Gut Görtz präsentiert, begrüßte die flächenmäßige Ausweitung des Kunstvereins. Wie Keen sagte, kenne sie viele Kunstschaffende, die dann dem KunstVerein Wagrien beitreten würden. Auch der Begriff „Fehmarnbeltregion“ sei für das Aktionsgebiet treffend gewählt, denn er schließe das nördliche Kreisgebiet mit ein und habe auch in Verbindung mit der Festen Fehmarnbeltquerung an Bedeutung gewonnen.

Dringend gesucht werde im KunstVerein auch ein neuer 2. Vorsitzender, nachdem Ellen Rades aus gesundheitlichen Gründen dieses Amt nicht mehr ausüben konnte, machte der 1. Vorsitzende Niko Rickert deutlich.

Zum geschäftsführenden Vorstand des KunstVereins Heiligenhafen, der bald „KunstVerein Wagrien“ heißen wird, gehören Schriftführerin Bärbel Rickert, der 1. Vorsitzende Niko Rickert und Kassenwartin Christiane Wieboldt. Hier würde man sich freuen, bald einen neuen 2. Vorsitzenden oder Vorsitzende in den Reihen begrüßen zu können.

Kassenwartin Christiane Wieboldt stellte auf der Jahresversammlung mehrere Punkte einer Satzungsänderung vor, die notwendig seien, um die Gemeinnützigkeit zu erlangen. Der Stiftungsgedanke, den die alte Satzung vorsah, wurde ganz gestrichen, denn Werke von Künstlern, die in eine Stiftung einfließen können, seien nicht vorhanden. Dagegen wurde der Begriff „Volksbildung“ in der neuen Satzung genauer definiert. So könnten auch Vorträge, Lesungen und stadtplanerische Maßnahmen in die Arbeit der KunstVereins einfließen.

Dazu war es notwendig, eine Konkretisierung der Sachinhalte „Baukunst und Design“ vorzunehmen. Christiane Wieboldt hatte die Satzungsänderungen vorgestellt und erläutert. So wurden die Änderungen auch von einer großen Mehrheit beschlossen.

Mit der Öffnung des KunstVereins über die Grenzen Heiligenhafens hinaus soll auch der Vorstand erweitert werden. Dem geschäftsführenden Vorstand mit dem 1. Vorsitzenden Niko Rickert, Schriftführerin Bärbel Rickert, Kassenwartin Christiane Wieboldt und einem noch zu wählenden 2. Vorsitzenden sollen daher noch weitere Besitzer zur Seite stehen.

Auf der Versammlung am Montag wurde jedoch mit Wiebke Meier lediglich eine Kassenprüferin nachgewählt. Die anderen freien Posten müssen noch belegt werden. Im Kassenbericht bescheinigten die Kassenprüfer Udo Wiedersich und Ingo Baumann der Kassen-wartin eine korrekte, lückenlose, saubere Kassenführung. Daraufhin wurden Kasse und Vorstand einstimmig entlastet. Der KunstVerein Heiligenhafen hat zur Zeit 42 Mitglieder.

Veranstaltungsprogramm für 2013 vorgestellt

Mit der flächenmäßigen Ausweitung der Vereinstätigkeit erhofft sich der Vorstand eine Steigerung der Mitgliederzahlen. Zu dem Veranstaltungsprogramm dieses Jahres gehören wieder zahlreiche Ausstellungen; hier werden unter anderem Werke von Wiebke Meier, Marie Anne Keen und Conny Scheefeld gezeigt. Wie Niko Rickert betonte, arbeite man im Kunstverein an der Aktion „HIP 4“, wobei die vier für die Elemente, Wasser, Luft, Sand und Sonne stehe. Auf der „Hauptachse vom Marktplatz zur Seebrücke“ werden vom 7. Juni bis 30. August an zehn Stellen Kunstobjekte zu sehen sein. Dieses Highlight sei schon mit der HVB und der Stadt abgesprochen, sagte Niko Rickert, der sich vorstellen könnte, über einen Kultur-Link auch dänische Künstler für diese Aktionen gewinnen zu können.

Mit der Aktion „Kunstsubbotnik“ – dieses Wort stammt aus dem Russischen und steht für einen unbezahlten Arbeitseinsatz – will der Kunstverein vernachlässigte Kunstwerke wieder flott machen. Der erste Kunstsubbotnik gilt dem „Schwimmer“ an der Theodor-Storm-Straße, der dort sein Dasein fristet.

Bei der Kult(o)urnacht am 31. August will der Kunstverein mit Lichterkunst glänzen. Eine Kunstauktion ist für den 18. August geplant. Auch beim Adventsmarkt auf dem Kirchberg will der Kunstverein mitwirken. Prüfen will Gerhard Janssen zudem, ob es möglich wäre, im Kirchenschiff einige Bilder auszustellen.

Für den Workshop „Fotografieren – kinderleicht“ konnte der Kunstverein die Fotografin Doris Hennings gewinnen. Fotografieren, nicht knipsen sei das Ziel für die kleinen Teilnehmer, kündigte die Berufsfotografin an. In lockerer Runde sollen die Kinder lernen, ein Bild mit Aussage, Gestaltung, Linienführung, Form und Farbe in der Natur zu machen und später am Computer zu bearbeiten. Das erste Treffen zur Termin-Absprache findet am 10. April um 15 Uhr statt. Kontakt über Doris Hennings (Tel. 0 43 62 / 91 51 19 2).

Eine gute Kommunikationsmöglichkeit biete auch der Stammtisch des KunstVereins, der an jedem ersten Montag im Monat im Restaurant „Anno 1800“ stattfindet, warb Niko Rickert um interessierte Mitstreiter. · ft

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