Kurhaus Baltic soll an den Großenbroder Südstrand ziehen

Neubaupläne vorgestellt

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So könnte das Projekt aussehen: Im hinteren Bereich die neue Klinik, im vorderen Teil Wohnungen für die 70 Vollzeitkräfte, die in Großenbrode arbeiten werden.

Großenbrode –Von Patrick Rahlf- Das Großenbroder Kurhaus Baltic, direkt an der B 207 gelegen, soll umziehen. Wie die HP bereits berichtet hat, halten die Eigentümer eine Fortführung des Mutter-Kind-Kurbetriebes am jetzigen Standort für nicht sinnvoll, sollte die Feste Fehmarnbeltquerung samt Hinterlandanbindung realisiert werden. Die Geschäftsführung der AW Kur und Erholungs GmbH hat im Rahmen der Gemeindevertretersitzung am Mittwochabend ihre Neubaupläne am Großenbroder Südstrand vorgestellt, die bei den Kommunalpolitikern sehr gut ankamen.

Auf einer 20000 Quadratmeter großen Freifläche nordwestlich der Seniorenresidenz an der Strandpromenade soll ein Neubau mit 204 Betten entstehen. Aktuell werden im Kurhaus Baltic 124 Plätze vorgehalten, 52 Vollzeitkräfte kümmern sich um die Gäste. „Das jetzige Personal wird selbstverständlich übernommen. Zusätzlich wollen wir auf 70 Vollzeitkräfte aufstocken“, berichtete Andreas Frank, Geschäftsführer der AW Kur und Erholungs GmbH. Einen großen Stellenwert sollen beim Neubau auch die pflegenden Angehörigen einnehmen, für die 60 der insgesamt 204 Betten zur Verfügung stehen. „Das, was wir in Großenbrode vorhaben, ist ein echtes Leuchtturmprojekt“, erklärte Uwe Hildebrandt, Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt Bezirk Westliches Westfalen, der mit einer Bauzeit von zwei Jahren rechnet. Zunächst werden die Bauherren zahlreiche Fördermittelanträge stellen müssen. Im Gegenzug sollen nach Fertigstellung das Kurhaus Baltic als auch das Landhaus am Fehmarnsund in der Strandstraße ihren Betrieb einstellen und verkauft werden.

Peer Knöfler (CDU): „Ich finde das Vorhaben großartig. Es bettet sich hervorragend in die Umgebung ein.“ Hans-Heinrich Schröder (CDU) sprach sogar von einem echten „Meilenstein“ für Großenbrode. Auch SPD, BfG und FDP zeigten sich alles andere als ablehnend. Besonders die Tatsache, dass die Bauherren Personalwohnungen bauen wollen, sorgte für zufriedene Gesichter innerhalb der Gemeindevertretung.

„Ich wäre glücklich, wenn die uns vorgestellten Pläne realisiert werden und diese Fläche nicht für weitere Ferienwohnungen genutzt wird“, sagte Großenbrodes Bürgermeister Jens Reise (CDU). Doch zuvor muss sich die Gemeinde mit der AW Kur und Erholungs GmbH aus Dortmund auf einen Verkaufspreis für das Grundstück am Südstrand einigen.

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