Strom sparende Straßenbeleuchtung – Umrüstung bis 2015

LED-Technik strahlt Segel an

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Mit neuer LED-Technik, die in der vergangenen Woche eingebaut wurde, werden, die Segel am Kreisel am Wilhelmsplatz angestrahlt.

HEILIGENHAFEN (ft) · Rund 80 000 Euro im Jahr muss die Stadt Heiligenhafen für die Straßenbeleuchtung ausgeben. Da sei es richtig, nach Einsparmöglichkeiten zu suchen, sagte Bürgermeister Heiko Müller im jüngsten Bauausschuss.

Dazu komme, dass etwa zwei Drittel der Straßenlampen älter als 40 Jahre und „noch zunehmend rott“ seien, klagte Bauamtsleiter Jürgen Bahr auf der Sitzung. Einige Reflektoren seien vom Rost gekennzeichnet. Die Bauhofmitarbeiter hätten schon zum Klebestreifen greifen müssen, damit manche Leuchtkörper zusammengehalten werden könnten.

▪ Vortrag über die moderne Leuchttechnik

In einem Vortrag zu Beginn der Bauausschusssitzung hatte Diplom-Ingenieur Jens Marquardt die Ausschussmitglieder über moderne Leuchttechnik in Form von LED (Diodentechnik) informiert. Die Quecksilberdampflampen, wie sie heute noch in vielen Lampen zu finden seien, sollen aus dem Verkehr gezogen werden. Die LED-Leuchte sei die Zukunft, denn mit ihr lasse sich mehr als die Hälfte an Strom sparen. Dazu sei dieses Leuchtmittel noch umweltfreundlich, sagte Marquardt.

In Heiligenhafen wurden neue Straßenlaternen schon mit LED bestückt, so zum Beispiel auf der neuen Binnenseepromenade. Stolz ist Heiligenhafens Bürgermeister auch auf die neue Beleuchtung am Verkehrskreisel am Wilhelmsplatz. Hier werden die Segel, im Blickfang der Anlage, ab dieser Woche mit LED-Technik angestrahlt.

▪ Fördertopf für die LED-Beleuchtung

Im Bauausschuss war man sich einig, dass weiter Einsparpotenziale gesucht werden müssten. Doch die gesamte Straßenbeleuchtung mit zurzeit 1 400 Straßenlampen umzurüsten, kann sich die Stadt nicht leisten.

Straßen, die neu gebaut werden, wie die Südtangente und der Kalkofen, sollen aber schon mit LED-Licht ausgeleuchtet werden.

Bis 2015 will Heiligenhafen die Umrüstung auf eine Strom sparende Straßenbeleuchtung vollzogen haben. Dann sollen die Quecksilberdampflampen abgeschafft sein. Wie Jens Marquardt feststellte, gebe es noch bis zum 31. März eine Sonderförderung für LED-Beleuchtungen. Für Stephan Karschnik (CDU) sollte die Stadt sich schnellstens darum bemühen, die Straßenbeleuchtung für die Südtangente und den Kalkofen noch in dieses Förderprogramm zu bekommen.

▪ Jürgen Bahr: „Packen wir es an“

Um die gesamte Heiligenhafener Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umzurüsten, benötige man rund 1,2 Millionen Euro. Eine Summe, die Heiligenhafen nicht aufbringen könne, sagte Heiko Müller. Für den FDP-Stadtvertreter Günter Thiel liegt die Effizienz einer solchen Investition bei rund 20 Jahren. Monika Rübenkamp plädierte dafür, die Mittel, die im Haushalt für Straßenbeleuchtung vorgesehen seien, für eine LED-Beleuchtung einzusetzen. Auch Heiko Müller sprach sich im Rahmen der vorhandenen Mittel dafür aus, die neue Technik einzuführen, um Strom einzusparen.

„Lassen Sie ihre Kinder und Enkelkinder nicht im Dunkeln stehen – packen wir es an“. Mit diesen Worten machte Bauamtsleiter Bahr den Ausschussmitgliedern Mut für den Aufbruch in eine neue LED-Zukunft.

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