Großes Programm der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Heiligenhafen

Leuchtturm wird 75 Jahre alt

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Menschenschlange vor dem Leuchtturm. Lara, Lilly, Kjell und Mutter Pirko haben es geschafft und sie konnten die Aussicht über die Ostsee genießen (oben rechts). Open Ship an Bord des Tonnenlegers „Seeadler“ und der „Oste“.

HEILIGENHAFEN · Leuchttürme weisen seit Jahrhunderten bei Nacht Schiffen den sicheren Weg in den Hafen. Das erste Leuchtfeuer für den Heiligenhafener Hafen war eine Schiffslaterne, die 1885 an einem Fischerhaus in Strandhusen angebracht wurde. Am 15. Januar 1907 wurde der erste Leuchtturm, ein Rundbau mit zwölf Metern Höhe, in Betrieb genommen. Heute steht das Leuchtfeuer auf einem 19 Meter hohen viereckigen Turm. Bei Eintritt der Dämmerung schaltet sich die 250 Watt-Lampe ein. Alles ist ferngesteuert. Die Leuchtturmwärter-Romantik gibt es nicht mehr.

Der 75 Jahre alte Leuchtturm im ehemaligen Fischerort Strandhusen und der Stützpunkt der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) in Ortmühle gehören zum Außenbezirk der WSV Lübeck, die als Geburtstagsgeschenk zum Tag der offenen Tür eingeladen hatte. Außenbezirksleiter Dirk Lansmann freute sich am Sonnabend über die vielen Menschen, die den Leuchtturm erklimmen wollten. Von oben hatte man bei strahlendem Sommerwetter einen weiten Blick über die Ostsee, den Graswarder und bis hin zur Fehmarnsundbrücke. Auch Lara aus Heiligenhafen und Lilly und Kjell mit Mutter Pirko aus Hamburg genossen diesen einmaligen Blick.

Samuel aus Stuttgart auf dem Kapitänssessel der „Oste“ mit Stützpunktleiter Georg Welzel (r.).

Die Mitarbeiter der WSV erläuterten die Arbeitsweise des Leuchtfeuers, das mit einem grünen Sektor vor der Untiefe des Graswarders und mit einem roten Sektor vor dem Großenbroder Steinriff warnt. Wer im weißen Sektor des Leuchtfeuers einläuft, hat sichere Einfahrt in den Hafen.

Auch auf dem Tonnenhof, wie die Einheimischen die kleine WSV-Außenstelle in Ortmühle nennen, hatte die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung zum Tag der offenen Tür eingeladen. So freute sich WSV-Amtsleiter Henning Dierken aus Lübeck und der Heiligenhafener Stützpunktleiter Georg Welzel über die zahlreichen Besucher, die den Sommertag nutzten, um sich über die Arbeit der WSV zu informieren. Auch der Tonnenleger „Seeadler“, der im kleinen Hafen beheimatetet ist, hatte Gesellschaft bekommen. Gleich nebenan hatte das Arbeitsschiff „Oste“ festgemacht. Das Angebot zur Schiffsbesichtigung wurde von den Gästen gerne angenommen. Für Samuel aus Stuttgart erfüllte sich der Herzenswunsch, einmal auf dem Kapitänssessel Platz nehmen zu können.

Mit vielen Ständen informierte der WSV über seine Arbeit. In der Werkhalle war zum Beispiel eine Ausstellung von Seezeichen, darunter solarbetriebene Leuchttonnen, zu sehen. In einem Zelt zeigte die Tauchgruppe ihre Ausrüstung. Sehr gefragt war auch ein Erinnerungsfoto unter einem schweren Taucherhelm. Dr. Herwig Nöthel, der für Gewässerkunde zuständig ist, zeigte den Besuchern am Modell, wie Brandung und Wellenschlag die Unterwasserlandschaft verändern können. Für die Schifffahrt sehr wichtig sind auch die Wasserstandsmeldungen. Auch Heiligenhafen hat eine Pegelanzeige, die über das Internet abrufbar ist, wie Nöthel zeigte.

Stephanie Böttger ging auf Tauchstation.

Viele Spiele sorgten dafür, dass auch die Kinder ihren Spaß hatten. Auch für das leibliche Wohl der Besucher wurde gesorgt. Amtsleiter Henning Dierken sprach von einer gelungenen Veranstaltung, die die Besucher über die Aufgaben der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung informiert hat. ·ft

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