Joachim Gabriel, Ingo Gädechens und Manfred Wohnrade.
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Auch bei Starkregen hat es sich Ingo Gädechens (m.) gestern nicht nehmen lassen, sich von den HVB-Geschäftsführern Joachim Gabriel (l.) und Manfred Wohnrade die neue Lüttfischerbrücke im Kommunalhafen zeigen zu lassen.

Zwölf Liegeplätze für kleine Fischerboote

Die Lüttfischerbrücke ist abgenommen

  • Patrick Rahlf
    vonPatrick Rahlf
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In Heiligenhafen ist die Lüttfischerbrücke abgenommen worden, mit der der Hafen langfristig auch für die kleineren Fischerboote aufgewertet wird. Der Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens (CDU) machte sich vor Ort ein Bild von der Brücke.

  • Die Lüttfischerbrücke bietet zwölf Liegeplätze für die kleinsten Fischerboote.
  • Der Brückensteg ist 145 Meter lang und besitzt am Brückenkopf eine 25 Quadratmeter große Plattform.
  • Ingo Gädechens überzeugte das Bundesverkehrsministerium von einer Vertiefung von Heiligenhafens Fahrrinne.

Heiligenhafen – Kürzlich ist die neue Lüttfischerbrücke an der Nordmole nach rund sechsmonatiger Bauzeit abgenommen worden. Somit haben nun auch die kleinsten Fischerboote in Heiligenhafens Kommunalhafen eine richtige Heimat bekommen. „Eine Förderung in Höhe von 85 Prozent habe ich selten erlebt. Die Umsetzung ist ein weiteres Puzzleteil, um den Hafen langfristig aufzuwerten, die alte Fischer-Tradition zu bewahren und den gesamten Bereich für Gäste wie Einheimische interessanter zu gestalten“, sagte HVB-Geschäftsführer Joachim Gabriel gestern Nachmittag. Insgesamt betrugen die Baukosten 813000 Euro. 

Insgesamt 145 Meter lang ist der neue Brückensteg, der zwölf Liegeplätze bereithält und am Brückenkopf eine 25 Quadratmeter große Plattform mit Sitzmöglichkeiten aufweist. „Die LED-beleuchteten Geländer sowie der aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigte Oberbau sind äußerst gelungen“, fügte Gabriel hinzu. 

Mir wurde eine Beteiligung des Bundes in Höhe von 700000 Euro fest zugesagt. Zunächst habe ich mir eine Abfuhr eingehandelt, denn fast alle Städte an der Küste wünschen sich eine Vertiefung ihrer Fahrrinne.

Bundestagsabgeordneter Ingo Gädechens (CDU)

Einen Eindruck vor Ort wollte gestern auch Ostholsteins CDU-Bundestagsabgeordneter Ingo Gädechens gewinnen, der sich beeindruckt zeigte und im Nachgang noch eine frohe Botschaft verkünden konnte.

700000 Euro für Vertiefung der Fahrrinne vom Bund zugesagt

Gädechens hat es geschafft, das Bundesverkehrsministerium von der Notwendigkeit einer Vertiefung der Fahrrinne vor Heiligenhafen auf sechs Meter zu überzeugen. „Mir wurde eine Beteiligung des Bundes in Höhe von 700000 Euro fest zugesagt. Zunächst habe ich mir eine Abfuhr eingehandelt, denn fast alle Städte an der Küste wünschen sich eine Vertiefung ihrer Fahrrinne. Doch das Gesamtpaket der jüngsten Kommunalhafen-Erweiterung in Heiligenhafen mit Museumssteg und Lüttfischerbrücke hat schließlich auch in Berlin überzeugt“, erklärte Ingo Gädechens. Hintergrund der Fahrrinnenvertiefung, die eine Million Euro kosten wird, ist, dass dann weitaus größere Frachter in den Kommunalhafen einlaufen könnten.    „Für den Landhandel der LEV wäre das ein riesiger Gewinn und eine Investition in den Standort Heiligenhafen. Aktuell können nur Frachter mit einem 3000er-Volumen die Fahrrinne passieren, zukünftig wären dann 5000-Tonnen-Pötte möglich, die auch aus touristischer Sicht ihren Reiz hätten“, erklärte HVB-Geschäftsführer Manfred Wohnrade, der Ingo Gädechens für dessen Einsatz dankte. Allerdings müsste die HVB auch das Hafenbecken selbst noch vertiefen, damit größere Frachter problemlos einlaufen können. 

Und auch ein weiteres Projekt steht im Kommunalhafen in den Startlöchern: die Erneuerung der Spundwand Südkaje auf einer Länge von rund 200 Metern (Ostteil). Bei Gesamtkosten in Höhe von 2,56 Millionen Euro werden davon 1,79 Millionen Euro gefördert. Baubeginn wird voraussichtlich im Januar sein, rund zwölf Monate wird die Maßnahme dauern.

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