Team „Deutschland II“ holte Weltmeistertitel / Große Siegerehrung zum Abschluss des Wettkampfs

Medaillen für junge Meeresangler

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Die Organisatoren gratulieren den jungen Meeresanglern vom Team „Deutschland II“ zu ihrem Erfolg (v.l.n.r.): DMV-Präsident Thomas Fischer, DAV-Geschäftsführer Philipp Freudenberg, DAV-Vizepräsident Jugend und Sport Hans Kemp, und Siegfried Stockfleth, Präsident des LAV Schleswig-Holstein (r.) mit dem meisterhaften Meeresangler-Team in Blau. Hintere Reihe: Marc Huth, Andy Paulitz, Benjamin Küntzel mit Mannschaftkapitän René Fries, vordere Reihe: Kevin Guse, Katharina Hahn und Marco Stahl. Die Mannschaft konnte sich gegen die Konkurrenz aus fünf Nationen durchsetzen.

HEILIGENHAFEN (wob) · Schon einige Wochen vor Südafrika gibt es Grund zum Jubeln: Deutschland ist Weltmeister! Während die Jogi-Löw-Elf noch nicht einmal angetreten ist, konnten unsere U-21-Meeresbootangler bereits den Meistertitel nach Hause holen. Bei der Siegerehrung im Kursaal feierten alle Teilnehmer das Ergebnis einer harten Woche spannender Wettkämpfe.

„Es war ein Kampf gegen das Wetter und große Fische“, resümiert der Heiligenhafener Dr. Hubert Waldheim, Präsident der Meeresangler-Föderation F.I.P.S.-Mer in seiner Rede. Trotz der zeitweise sehr rauen See hatten alle fünf teilnehmenden Nationen eine hervorragende Leistung gezeigt und mehr als 650 Fische aus der Ostsee geholt. Am Ende der Wettkämpfe konnte sich schließlich das Team „Deutschland II“ im Naturköderangeln gegen die harte Konkurrenz behaupten, die jungen Meeresangler aus Frankreich und Italien belegten die Ränge zwei und drei.

Organisator Siegfried Stockfleth, Präsident des Landesangelverbandes (LAV) Schleswig-Holstein, dankte allen Verantwortlichen, Unterstützern und natürlich auch den Mannschaften für einen gelungenen und fairen Wettkampf. Neben den erfolgreichen Meeresanglern erhielten auch Bürgermeister Heiko Müller, Touristikleiter Oliver Behncke sowie Kapitän Bernhard Mielitz, dessen Angelkutter „MS Forelle“ die Wettkämpfer zu den Fischgründen geführt hatte, als Anerkennung jeweils einen Preis überreicht.

Während die Deutschen als Mannschaft den Sieg erringen konnten, ging der erste Platz in der Einzelwertung an den Kroaten Erik Radin. Rang zwei belegte Luca Matteini aus Italien, der dritte Platz ging wiederum nach Kroatien, an Tea Radil. Die größten Fische hingegen fingen ein Deutscher und ein Franzose: Paul Zisowski konnte mit einem 77 Zentimeter langen Dorsch das Punktekonto seiner Mannschaft kräftig aufstocken, Silvain Ferrachoglou hatte einen 49 Zentimeter langen Plattfisch am Haken.

Freundschaften, die über Grenzen hinausgehen

Mit einem sportlichen „Petri Heil“ grüßte auch Thomas Fischer die jungen Meeresangler. Der Präsident des Deutschen Meeresanglerverbandes (DMV) lobte neben der Leitung der Mannschaften insbesondere den reibungslosen Ablauf einer spannenden Weltmeisterschaft ohne Unfälle. Die Teilnahme der fünf Nationen Kroatien, Italien, Frankreich, Belgien und Deutschland zeige, wie der Angelsport Freundschaften auch über Grenzen hinaus möglich mache, so Fischer.

Auch der Vizepräsident für Jugend und Sport beim Deutschen Anglerverband (DAV), Hans Kemp, zeigte sich hochzufrieden mit dem Ablauf des Wettkampfes in der Warderstadt. Die Weltmeisterschaft sei eine „Stätte der Begegnung“, an der neue Freundschaften geknüpft und bestehende vertieft würden. Erfreut zeigte sich Kemp natürlich auch über den Erfolg der Deutschen U-21-Meeresangler, den er auf das Zusammenspiel von „sportlichem Können, gutem Material und der nötigen Portion Glück“ zurückführte.

Ein Glücksfall ist der im Laufe der Wettkampf-Woche erzielte Fang nicht nur für die Sportler, sondern auch für die Heiligenhafener Tafel: Die über 650 Fische werden - fachgerecht aufbereitet - der gemeinnützigen Organisation zur Verfügung gestellt, wie Siegfried Stockfleth erneut betonte. Zudem weise die hohe Zahl der Fische auf eine erfreuliche Erholung der Bestände in der Ostsee hin.

Reich mit Pokalen und Medaillen dekoriert, kehrten die Mannschaften am Sonnabend nach Hause zurück. Im nächsten Jahr werden viele von ihnen sich in Italien erneut miteinander messen - denn dort findet 2011 die U-21-Weltmeisterschaft im Meeresbootangeln statt.

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