Heiligenhafener Meeresangler gelingt kapitaler Fang vor Nordnorwegen

160 cm, 47 kg: Michael Eisele fängt Weltrekord-Dorsch

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Petrijünger Michael Eisele hatte das Glück wahrlich auf seiner Seite, denn einen größeren Dorsch als dieses Prachtexemplar hat bislang niemand mit einer Angel dem nassen Element entrissen.

HEILIGENHAFEN/SORÖYA · Was für ein Fang: Der Atlantik-Dorsch, der Michael Eisele am 1. Mai aus den Wassern Nordnorwegens gezogen hat, würde von den meisten wohl als Anglerlatein abgetan werden. Doch der Heiligenhafener hat es schwarz auf weiß: 160 Zentimeter lang und 47,025 Kilogramm schwer ist der Fisch, der Eisele vor der Insel Soröya an den Haken ging, das geht aus der offiziellen Messung hervor – und ist damit der größte je mit einer Angel gefangene Dorsch weltweit.

„Der Wahnsinn“, kann der Meeresangler aus der Warderstadt seinen kapitalen Fang immer noch nicht recht fassen. Denn schon ein 50-Pfünder gilt in diesem Sport als absolute Traumgrenze; das bis dato schwerste gefangene Exemplar brachte es 1969 auf 84 Pfund.

Eine gute halbe Stunde dauerte es, bis Michael Eisele den Atlantik-Dorsch, der es von der Länge fast schon mit seinem „Bezwinger“ aufnehmen kann, zusammen mit zwei Helfern an Bord hieven konnte. Dabei betont Eisele, dass neben dem fachlichen Können auch seine sehr hochwertige Angelausrüstung einen wesentlichen Teil zum erfolgreichen Fang beigetragen hat. Der Rekordfang, der für ihn schon jetzt „der Fisch seines Lebens“ ist, gelang dem Heiligenhafener auf einer der von ihm organisierten Hochsee-Angeltouren vor Norwegen.

Der Rekord-Dorsch erhält in Norwegen einen Platz im Fischereimuseum in Bergen, ein Duplikat wird auf Ausstellungen und Messen zu sehen sein, auf denen Michael Eisele als Großhändler und Hersteller für Angelsportgeräte vertreten ist. Dass der 1,60-Meter-Fisch seine Werbewirksamkeit bei den Profi-Meeresanglern nicht verfehlen wird, ist wahrscheinlich.

Der größte Dorsch ist noch da draußen

Doch der größte aller Dorsche, da ist sich der frischgebackene Rekordangler sicher, schwimmt noch frei umher – und wird sicherlich eines Tages am Haken hängen: „Es liegt an uns Anglern, am Petri Heil und am richtigen Gerät“, macht Eisele allen Rekordjägern Mut auf der Jagd nach dem „ganz großen Fang“. · wob

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