In dieser Woche haben Rodungsarbeiten an der Strandpromenade begonnen.
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In dieser Woche haben Rodungsarbeiten an der Strandpromenade begonnen.

Minigolfanlage in Großenbrode: Vorbereitungen haben begonnen

  • Patrick Rahlf
    VonPatrick Rahlf
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Zur neuen Saison sollen am Großenbroder Strand die Bälle rollen: In den vergangenen Tagen haben die vorbereitenden Maßnahmen für den Bau der Dünengolfanlage vor dem Appartement-Komplex „Vier Jahreszeiten“ begonnen.

Großenbrode – So wurden nach Auskunft von Bürgermeister Jens Reise (CDG) Büsche und Bäume entfernt, da diese Arbeiten bis zum 28. Februar aus naturschutzrechtlichen Gründen abgeschlossen sein müssen.

„Die vorhandenen Grundstücksgrenzen, die in den vergangenen Jahrzehnten nicht wirklich eingehalten wurden, sind wieder hergestellt worden“, erklärte Reise. Ebenfalls konnte er berichten, dass auf die gastronomische Einrichtung und die öffentlichen Toiletten, die ebenfalls an Ort und Stelle entstehen sollen, in diesem Jahr noch verzichtet werde. „Diese sollen erst im nächsten Jahr kommen, so wurde es uns von den Vorhabenträgern mitgeteilt.“

Es ist ein generelles Problem, dass in Großenbrode einfach zu wenig mit Betroffenen gesprochen wird.

Bernhard Albers, Eigentümer einer Wohnung im „Vier Jahreszeiten“

Bernhard Albers, Eigentümer einer Wohnung im „Vier Jahreszeiten“ und einer der Sprecher der Initiative, die seit mittlerweile zweieinhalb Jahren gegen die Minigolfanlage auf der Freifläche vor dem Wohnkomplex kämpft, sagte gestern gegenüber der HP, dass die Anwohner vom Anrücken der Bagger und den Fällarbeiten komplett überrascht gewesen seien. „Es ist ein generelles Problem, dass in Großenbrode einfach zu wenig mit Betroffenen gesprochen wird.“

Bürgermeister Jens Reise räumte ein, dass es der richtige Weg gewesen wäre, wenn man die Anlieger im Vorfeld unterrichtet hätte. „So war es auch mit der beauftragten Firma abgesprochen, die sich aber leider nicht daran gehalten hat. Mittlerweile wurde sich dafür auch entschuldigt.“ Dennoch müsste allen Beteiligten klar gewesen sein, dass die vorbereitenden Maßnahmen jetzt beginnen werden, schließlich herrsche Baurecht, so Reise.

Eigentümer haben Anwalt beauftragt 

Wie Bernhard Albers weiter sagte, gebe sich die Initiative aber noch nicht gänzlich geschlagen. „Ein Rechtsanwalt aus Kiel prüft derzeit alle Optionen. Unser Standpunkt ist weiterhin klar: Wir wollen keine Minigolfanlage mit Gastronomie direkt vor unserer Nase. Das Grundstück hätte man gewiss anders nutzen können, zudem haben CDU und BfG aufgezeigt, dass es sehr geeignete Alternativstandorte für die Minigolfanlage gegeben hätte.“

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