Mobilheimplatz in Sütel
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Auf dem Mobilheimplatz in Sütel hat der Betreiber 30 Mobilheimbesitzern zum Jahresende gekündigt, da er plant, den Platz künftig für neuere und hochwertigere Mobilheime zu nutzen.

Betroffene äußern ihren Unmut / Betreiber hält dagegen

Mobilheimplatz in Sütel: 30 Bewohnern wurde zum Jahresende gekündigt

  • Hans-Jörg Meckes
    VonHans-Jörg Meckes
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Auf dem Mobilheimplatz in Sütel wurde 30 Menschen zum Jahresende gekündigt. Es gehe um viele Einzelschicksale, sagt eine betroffene Frau und kritisiert das Vorgehen des Betreibers. Der hält dagegen und spricht von einem normalen Prozess.

  • Der Betreiber Christoph Wiese-Dohse möchte den Mobilheimplatz mit neueren Mobilheimen aufwerten.
  • Eine Frau, der gekündigt wurde, wirft Wiese-Dohse vor, den Menschen falsche Hoffnungen gemacht zu haben.
  • Der Betreiber sagt, er habe niemandem auf dem Platz etwas versprochen.

Neukirchen – Auf dem Mobilheimplatz im Neukirchener Ortsteil Sütel haben viele Menschen schon eine lange Zeit verbracht. Doch nun wurden 30 Mobilheimbesitzer aufgefordert, ihren Wohnsitz bis zum 31. Dezember dieses Jahres zu verlassen und sich etwas Neues zu suchen. Viele auf dem Platz zeigten sich enttäuscht und kritisierten die Art und Weise wie ihr Vertrag nun beendet wurde. Betreiber Christoph Wiese-Dohse kann die Kritik nicht verstehen und sieht seine Entscheidung als einen ganz normalen Prozess.

An unsere Zeitung wandte sich eine betroffene Frau, die namentlich nicht genannt werden will. Rein rechtlich könne Wiese-Dohse natürlich so verfahren, „das ist gar keine Frage“, gibt sie zu. „Es geht nur um die Art und Weise, wie er mit den Menschen umgeht“, kritisiert die Mobilheimbesitzerin. Seit 2016 sei ihr Vertrag nur noch einjährig verlängert worden. Auch habe es den Hinweis gegeben, dass der Vertrag nur noch bis zum Jahr 2021 gehen werde, schildert die Betroffene. Daraufhin habe Wiese-Dohse die Betroffenen eingeladen und soll vielen versichert haben, dass sie weiterhin auf seinem Platz bleiben könnten, wenn sie ihre eigenen in die Jahre gekommenen Mobilheime aufwerten würden, erklärt die Frau.

Es gehe bei den Kündigungen um viele Einzelschicksale

Einige hätten daraufhin viel Geld in die Hand genommen und in ihre Mobilheime investiert. Erst Ende August dieses Jahres soll Wiese-Dohse laut den Aussagen der Betroffenen betont haben, von größeren Investitionen in die Mobilheime abzusehen, woraufhin 30 Bewohner eine Kündigung zum Jahresende erhielten. Es gehe bei den Kündigungen um viele Einzelschicksale, da einige Bewohner schon älter seien und sich jetzt kurzfristig überlegen müssten, wo sie künftig wohnen können, so die betroffene Frau.

Viele Betroffene haben an ihre Pforten und Mobilheime Schilder angebracht, die auf die Kündigung hinweisen.

Auf Nachfrage sagt Christoph Wiese-Dohse, der auf dem Platz neue und hochwertigere Mobilheime aufstellen möchte, dass er die Kritik nicht verstehen könne. „Die Betroffenen sind schon vor sechs Jahren darauf hingewiesen worden. Sie haben keinen Anspruch auf die nächsten 40 Jahre. Das ist ein Wochenendhausgebiet geworden.“ Auch bestreitet er, den Betroffenen Hoffnung auf einen weiteren Verbleib gemacht zu haben. „Ich habe denen gar nichts in Aussicht gestellt.“ Wenn sie ein neues Mobilheim auf den Platz stellen würden, könne er mit ihnen auch über einen neuen Vertrag sprechen, äußert Christoph Wiese-Dohse.

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