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Heiligenhafens Nachwuchsfotografen stellen aus

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Von: Hans-Jörg Meckes

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Angelina und Kilian Daumke
Kilian und Angelina Daumke zeigen ihre Bilder, die sie in der Foto-AG gemacht haben, ab jetzt in der Stadtbücherei. © Hans-Jörg Meckes

Als Angelina Daumke ihr Foto in der Heiligenhafener Stadtkirche aufnahm, überlegte sie sich vorher genau, welche Perspektive sie zeigen möchte. Ihre Komposition besticht durch eine klare Linienführung der Sitzbänke, die den Betrachter in das Bild hineinzieht. Die 17-Jährige hat das Fotografieren in der Foto-AG bei Klaus Nehring gelernt, die am Dienstag ihre kleine Ausstellung in der Stadtbücherei eröffnete.

Heiligenhafen – „Dabei sind Angelina und ihr Bruder Kilian keine Foto-Schüler mehr, weil sie schon gut sieben Jahre bei der Foto-AG mitmachen“, sagt Nehring. Wichtig ist ihm, dass die Teilnehmer bewusst fotografieren. „Wir haben es uns angewöhnt, dass wir in der Foto-AG nicht knipsen.“

Die Foto-Ausstellung in der Stadtbücherei verfolgt dieses Jahr kein bestimmtes Thema. Es sind viele verschiedenen Motive zu finden wie Häuser, Landschaften, Innenaufnahmen und wilde Tiere .„Am liebsten fotografiere ich Sonnenuntergänge, weil das Licht dann am schönsten ist“, so Angelina. Ihr Bruder Kilian findet seine Inspiration in unterschiedlichen Motiven. „Ich mag auch die Schwarz-Weiß-Fotografie. Da sieht alles sehr altmodisch aus, das gefällt mir“, erklärt der 15-Jährige. Darüber hinaus findet er den Herbst interessant, „wenn die Bäume alle bunt sind“. 

Nehring fügt hinzu, dass er den Teilnehmern beibringt, nah an das Motiv heranzugehen, um bessere Fotos zu erhalten. Das Wichtigste bei der Foto-AG sei aber der Spaß an der Sache. „An der Fotografie gefällt mir sehr, dass ich Momente festhalten kann und Erinnerungen schaffe“, betont Angelina. Ebenso ist es für sie ein schönes Gefühl, wenn anderen ihre Bilder gefallen. Doch auch mit Kritik kann die Schülerin umgehen, da sie weiß, dass sie dadurch nur besser wird. Deswegen findet Klaus Nehring es wichtig, dass die Teilnehmer ihre Fotos ausstellen.

In der Foto-AG wird meist mit richtigen Digitalkameras fotografiert und kaum mit Smartphones. Zwar haben diese in den letzten Jahren eine enorme Entwicklung hingelegt, „aber Handys haben mir zu viele Filter, sodass die Bilder nicht mehr so real aussehen“, findet Angelina. Richtige Kameras hätten gegenüber Smartphones außerdem den enormen Vorteil, dass an sie verschiedene Objektive mit unterschiedlichen Brennweiten angeschlossen werden können, führt Nehring abschließend aus.

Die Ausstellung der Foto-AG ist ab jetzt bis zum 15. Februar in der Stadtbücherei zu sehen. 

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