Großenbrodes Feuerwehr freute sich am Dienstagabend über Ankunft des neuen HLF 20

Neuer Einsatzbegleiter am Sund

Wehrführer Jan Koblitz (r.) und Großenbrodes Bürgermeister Jens Reise auf dem Dach des neuen Feuerwehrfahrzeuges bei der Begrüßungsansprache.
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Wehrführer Jan Koblitz (r.) und Großenbrodes Bürgermeister Jens Reise auf dem Dach des neuen Feuerwehrfahrzeuges bei der Begrüßungsansprache.

Großenbrode –mf– Zahlreiche Kameraden und Bürger Großenbrodes ließen es sich am Dienstagabend trotz Schietwetters nicht nehmen, auf die Ankunft des neuen Löschfahrzeuges der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde zu warten.

  • Neues Löschfahrzeug reiste am Dienstag von Brandenburg nach Großenbrode 
  • Nachfolger für das LF 1612
  • HLF 20 mit vielen technischen Finessen

Sirenenklänge gegen 19 Uhr kündigten schon von Weitem das nahende HLF20 an, das eine 400 Kilometer lange Reise von Luckenwalde in Brandenburg bis in die Gemeinde Großenbrode zurückgelegt hatte.

Oft werde gesagt, dass ein solches Fahrzeug ein Geschenk für die Feuerwehr sei, sagte Großenbrodes Gemeindewehrführer Jan Koblitz, der sich für seine Ansprache gemeinsam mit Bürgermeister Jens Reise auf das Dach des roten Neuankömmlings gestellt hatte. Dabei handle es sich mehr um ein Werkzeug, erklärte der Wehrführer weiter. Jens Reise ergänzte in diesem Zusammenhang, dass das neue Fahrzeug eine „absolute Notwendigkeit“ sei.

Jan Koblitz freute sich über „jede Menge technische Finessen“ am neuen Fahrzeug, die allerdings auch ihren Preis haben, wie der Wehrführer weiß. „Wir haben viel Geld in die Hand genommen“, erklärte der Bürgermeister, der hinzufügte, dass die Gemeinde Großenbrode dies aber gern getan habe. Insgesamt hat das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) rund 430000 Euro gekostet.

Der Vorgänger des HLF20 war der Mercedes LF 1612, der seine gesamten 23 Lebensjahre in der Gemeinde Großenbrode verbracht hat und die Kameraden stets treu bei ihren Einsätzen begleitete. Da das Löschfahrzeug 1612 bereits über 20 Jahre alt war und nun etwas Neues her musste, gab es vom Kreis eine Förderung in Höhe von 77000 Euro. „Als Bürgermeister spreche ich natürlich einen besonderen Dank an den Kreis Ostholstein aus für die Förderung des Fahrzeuges“, sagte Jens Reise, der verriet, dass der neue Begleiter der Feuerwehr am diesem Wochenende einsatzbereit sein werde.

Ein besonders wichtiger Aspekt für Jan Koblitz ist, dass das neue Löschfahrzeug, das von der Firma Rosenbauer extra für die Großenbroder Wehr angefertigt wurde, deutlich sicherer ist als sein Vorgänger. Da das Fahrzeug mit Automatikgetriebe ausgestattet sei, könne der jeweilige Fahrer permanent beide Hände am Lenkrad lassen, erklärte der Gemeindewehrführer.

Außerdem sei das Fahrzeug so ausgerichtet, dass „mit möglichst wenig Personal viel bewegt werden kann“, so Koblitz, der davon schwärmte, dass sich das neue Fahrzeug wie ein Pkw fahren ließe und ganz einfach und „intuitiv“ zu bedienen sei. Bei zukünftigen Einsätzen soll der neue Gefährte, der nach Vorstellungen der Großenbroder Wehr angefertigt wurde, als erstes Fahrzeug zu Einsätzen ausrücken. Übrigens: Das HLF 20 ist das größte Fahrzeug, das es für Freiwillige Feuerwehren auf dem Markt aktuell gibt.

Im nächsten Jahr wird es in der Gemeinde am Sund dann noch ein neues HLF 10 geben, das mit 28000 Euro vom Kreis gefördert wird. „Dann sind wir erst einmal wieder saniert für die nächsten paar Jahre“, lachte Wehrführer Jan Koblitz abschließend.

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