Anschlussförderung für drei Jahre gesichert / Innovatives Marketing / Neuer Hafenführer liegt vor

Neuer Schub für BalticSailing

„BalticSailing“ geht in die nächste Runde. Sandra Belka von der „BalticSailing“-Geschäfststelle, Manfred Wohnrade, Olaf Dose-Miekley und Otto Stoehr (v.l.n.r.) vom Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der Sportboothäfen Ostholstein-Lübeck sowie Arne Görtz (Classix-Werbung) präsentierten den neuen Hafenführer. Foto: Höppner

HEILIGENHAFEN (hö) • Das im Jahre 2004 gestartete Erfolgsprojekt „BalticSailing“ – eine deutsch-dänische Hafenkooperation zur Förderung des Segel- und Wassersports – geht in die zweite Runde.

Aus dem neuen Förderprogramm INTERREG IV a gibt es laut Manfred Wohnrade, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Sportboothäfen Ostholstein-Lübeck, für das auf drei Jahre angelegte Anschlussprojekt „BalticSailing 2“ eine Förderzusage in Höhe von 1,2 Millionen Euro, 500 000 Euro sind aus Eigenmitteln aufzubringen.

Punktlich zum Beginn der jetzt startenden Wassersportsaison 2009 liegt nun der in einer Auflage von 22 500 Stück bei der Heiligenhafener Druckerei Eggers gedruckte Hafenführer in den insgesamt 38 deutschen sowie dänischen Partnerhäfen mit ihren über 12 000 Liegeplätzen aus. Neu dabei sind auf deutscher Seite der Hafen der Segler-Vereinigung Heiligenhafen, auf dänischer die Häfen Guldborg Falster Bådebrolaug und Sortsø Fritidshavn. In diesem 68 Seiten umfassenden Hafenführer sind nicht nur Informationen zu den jeweiligen Häfen und den Segelrevieren zu finden, es werden auch Restaurant- und Ausflugstipps für die ganze Familie geboten. „Auch das Thema Golfen ist wieder aufgenommen worden“, so Manfred Wohnrade. Weiter im Programm bleibt die „BalticSailing“-Bonuskarte, die den Seglern bei Übernachtungen in den Partnerhäfen eine durchschnittliche Ersparnis von 20 Prozent erbringt.

Die Segler sind ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftszweig. Olaf Dose-Miekley, Tourismus-Chef in Grömitz und Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft der Sportboothäfen Ostholstein-Lübeck, verwies auf den Verkauf von etwa 8 000 Bonuskarten in den vergangenen vier Jahren. So könne man davon ausgehen, dass auf diesem Weg rund 90 000 Übernachtungen in den Sportboothäfen generiert worden seien. Der Erfolg von „BalticSailing“ messe sich aber auch daran, dass es mittlerweile eine Nachfrage nach diesem Produkt gebe und es nicht offensiv verkauft werden müsse. Das habe man auf den großen Messen wie der „hanseboot“ in Hamburg oder der „boot“ in Düseldorf erlebt. „Nach uns wird gefragt“, freute sich Dose-Miekley.

In den Genuss einer Anschlussförderung kommt „BalticSailing“ deshalb, weil man mit innovativen Neuerungen habe überzeugen können, so Wohnrade. „BalticSailing 2“ setzt nach Angaben von Sandra Belka von der Geschäftsstelle „BalticSailing Deutschland“ auf eine noch stärkere Verknüpfung von Land- und Wassertourismus sowie eine auf Nachhaltigkeit angelegte Vermarktung und Produktentwicklung.

Ein Schwerpunkt solle das Online-Marketing werden, aber auch den eigenen Internetauftritt gelte es weiterzuentwickeln. Zudem möchte man sich verstärkt um die jüngere Generation kümmern und sie mit entsprechenden Angeboten für den Wassersport begeistern, denn, so Belka, das Durchschnittsalter der Segler betrage 53 Jahre.

Die aus dem „BalticSailing“-Startprojekt hervorgegangene Entwicklung der Bonuskarte und des Hafenführers sowie die Präsenz auf den Messen werde natürlich weitergeführt, sagte Wohnrade. Dies sei bereits im letzten Jahr mit dem dänischen Partner vertraglich vereinbart worden.

Zielsetzung für die nächsten Jahre sei es aber auch, das „BalticSailing“-Gebiet über die Lübecker Bucht und ostholsteinische Küste auf deutscher Seite sowie die dänische Südsee (Lolland/Falster) hinaus auszudehnen. Dies solle nach Westen über die Hohwachter Bucht bis zur Flensburger Förde erfolgen. Selbst hier, so Dose-Miekley, gebe es Häfen wie Sonwik (Flensburg), die die Bonuskarte akzeptierten.

Bislang beteiligen sich im Norden Ostholsteins folgende Häfen an der deutsch-dänischen Hafenkooperation: Marina Heiligenhafen, Segler-Vereinigung Heiligenhafen, Yachtwerft Heiligenhafen, Kommunal- und Sportboothafen Großenbrode, Hafen Orth, Yachthafen Burg-staaken und Yachthafen Burgtiefe. Weitere Infos unter www.balticsailing.de oder per E-Mail: balticsailing@ egoh.de

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