Neujahrsempfang in Großenbrode: Bürgermeister und Tourismuschef sind frohen Mutes

Es läuft super am Sund

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Bürgermeister und Tourismuschef: Jens Reise (l.) und Ubbo Voss sind am Sund ein eingespieltes Duo.

Großenbrode –Von Manuel Büchner– Neujahrsempfänge in der Gemeinde Großenbrode – erstmals seit 2014 in der jetzigen Form – haben in den letzten Jahren ihren ganz eigenen Charme entwickelt. Der offizielle Teil längst mehr Unterhaltung als Ansprache – gespickt mit Lachern und auch kleinen Nickligkeiten. Ein Spiel, das Bürgermeister Jens Reise (CDU) bestens beherrscht, wenn er das Jahr Revue passieren lässt. So geschehen am Sonnabend im proppevollen „MeerHuus“. 180 Teilnehmer waren angemeldet, über 200 dürften es am Ende gewesen sein. Eine Veranstaltung bei der Vereinen, Verbänden und Feuerwehr für ihr ehrenamtliches Engagement gedankt wird und zugleich Bürger miteinander ins Gespräch kommen sollen, fasste Reise es eingangs zusammen. Belegte Brötchen, Sekt, Saft und Kaffee sowie die unterhaltsame Uli-Rath-Band unterstützten das gesellige Miteinander.

Mit Stolz und Freude bekleide er das Amt des Bürgermeisters seit 2013, so Reise. „Ich freue mich auf weitere Jahre.“ Kein Wunder – die kleine Gemeinde am Sund entwickelt sich seit Jahren mit großen Schritten weiter, ist auf einer Erfolgswelle und hat dabei einen entscheidenden Taktgeber. Denn auch wenn Reise CP Kelco, mit seinen 160 Arbeitsplätzen der größte Arbeitgeber in der Gemeinde, explizit erwähnte und seinen Dank an Geschäftsführer Mathias Krause aussprach – der Tourismus gibt den Ton an. „Es ist unsere Hauptwirtschaftskraft in unserer strukturschwachen Region“, erinnerte Reise wie auch in den Jahren zuvor.

Und irgendwie passend: Als der Bürgermeister ein wenig ins Schwitzen kam und um ein Taschentuch bat, war Tourismusdirektor Ubbo Voss zur Stelle. „Andere haben eine Mama – ich habe Ubbo Voss“, holte sich der Bürgermeister einen von vielen Lachern von den Zuhörern ab. Er lobte zugleich den obersten Touristiker der Gemeinde, der in Großenbrode sehr beliebt sei bei Einheimischen, Gästen und den Angestellten des Tourismus-Service. „Du machst hier seit fünf Jahren eine hervorragende Arbeit“, befand Reise, der in Voss einen kongenialen Partner als Tourismuschef gefunden zu haben scheint.

Über 500000 Übernachtungen und eine Kurabgabe, die kurz davor steht, die Millionen-Euro-Marke zu knacken, sprechen eine klare Sprache. Gleichzeitig unterstützt die Gemeinde den Tourismus mit 1,79 Millionen Euro in diesem Jahr. „Die Steuereinnahmen, die in unsere Kassen gespült werden, übersteigen das bei Weitem“, hielt Reise dagegen und warb für Akzeptanz, denn es sei größtenteils der Tourismus, der dafür sorge, dass „uns hier nichts fehlt, was das Leben lebenswert macht“.

Natürlich ist nicht alles Gold, was glänzt: Die Kosten für die neue Promenade sind von 5,6 auf 9,6 Millionen Euro gesprungen. Reise sprach von „groben Planungsfehlern“, die man durch ein neues Planungsbüro beseitigt habe. Zusätzlich muss die Gemeinde dadurch wohl eine der vier Millionen Euro alleine stemmen.

Tourismus und Gemeinde gehen Hand in Hand

Zugleich soll der Tourismus das Dorf nicht zurücklassen: Modernisierung des Sportlerheims (ein neues Dach für 120000 Euro soll 2020 folgen), Investitionen in die Feuerwehr mit zwei neuen Fahrzeugen (800000 Euro), der Beschluss für ein Neubaugebiet am Kurpark und das Ortsentwicklungskonzept sollen für einen Gleichschritt sorgen.

Nachdem Reise das Rednerpult verließ, wurde es nur noch einmal kurz offiziell und Tourismuschef Voss bestätigte zunächst die gute Zusammenarbeit mit Reise. „Du hast mich gelassen, neue Strukturen im Tourismus-Service zu schaffen.“ Das Ergebnis sei dann aber eine Teamleistung, würdigte Voss auch seine Mannschaft.

Der Touristiker schlug natürlich in die gleiche Kerbe wie Reise. Gut besuchte Veranstaltungen, die Erweiterung des Parkraumkonzeptes in 2020, drei neue Gastronomiebetriebe, die er nur empfehlen könne, die NDR-Sommertour-Stadtwette und zum Jahresabschluss ein bombastisches Feuerwerk, zählte Voss beispielhaft auf und sprach von weiteren großen Schritten mit dem Grundstück am Jachthafen für einen Hotelstandort und die Eröffnung der Meerblick-Villa (Südstrand 54) Mitte des Jahres mit einem weiteren Gastronomen. „Das sind tolle Signale für 2020. Darauf haben wir hingearbeitet.“

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