SPD-Landtagskandidat Niclas Dürbrook (v.l.), führte Anfang dieser Woche Gespräche mit HVB-Geschäftsführer Joachim Gabriel, Bürgermeister Kuno Brandt und Hinrich Tamm (Windpark-Gesellschaft).
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: SPD-Landtagskandidat Niclas Dürbrook (v.l.), führte Anfang dieser Woche Gespräche mit HVB-Geschäftsführer Joachim Gabriel, Bürgermeister Kuno Brandt und Hinrich Tamm (Windpark-Gesellschaft).

Verwirrung um geplanten Ausbau des Windparks Heiligenhafen-Gremersdorf: Es hängt an 72 Metern

  • Patrick Rahlf
    VonPatrick Rahlf
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Die Probleme bei der Genehmigung eines zusätzlichen Windrads im geplanten Windpark Heiligenhafen-Gremersdorf standen im Mittelpunkt eines Besuchs des SPD-Landtagskandidaten Niclas Dürbrook in dieser Woche in Heiligenhafen. 

Heiligenhafen – Auf Initiative von Heiligenhafens SPD-Chefin Monika Rübenkamp berichtete Hinrich Tamm von der Windpark-Gesellschaft über die derzeitigen Hürden bei dem Projekt, an dem auch die Heiligenhafener Verkehrsbetriebe (HVB) beteiligt sind. An dem Gespräch nahmen außerdem Bürgermeister Kuno Brandt und Verkehrsbetriebe-Geschäftsführer Joachim Gabriel teil.

„Dieses Beispiel zeigt, warum es richtig ist, dass die SPD in den ersten 100 Tagen nach der Wahl die Windplanung in Schleswig-Holstein auf den Prüfstand stellen will.“

SPD-Landtagskandidat Niclas Dürbrook

Ein Teil des Windparks sei demnach nicht genehmigungsfähig, weil statt der geforderten 1000 nur 928 Meter Abstand eingehalten werden könnten. Niclas Dürbrook: „Dieses Beispiel zeigt, warum es richtig ist, dass die SPD in den ersten 100 Tagen nach der Wahl die Windplanung in Schleswig-Holstein auf den Prüfstand stellen will. Der geforderte Mindestabstand von 1000 Metern wird in diesem Fall nicht nur denkbar knapp verfehlt, sondern bezieht sich auch auf einen Ferienhof. Darüber hinaus verläuft zwischen diesem Hof und dem geplanten Windrad sogar noch die vierspurige A1.“ 

Es sei unverständlich, dass für den Ferienhof ein deutlich höherer Abstand gelte als beispielsweise für Splittersiedlungen, in denen Menschen ganzjährig leben würden. Auch sei unverständlich, dass der Verlauf der Autobahn zwischen geplantem Windrad und Ferienhof nicht berücksichtigt werde, die bereits jetzt eine größere Belastung darstelle als ein zusätzliches Windrad.

Heiligenhafen und Gremersdorf würden von einem Ausbau auch durch höhere Gewerbesteuereinnahmen profitieren. „CDU-Ministerpräsident Daniel Günther hatte am vergangenen Freitag in einer gemeinsam Pressekonferenz mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck einer Überarbeitung der Windkraft-Abstände in Schleswig-Holstein eine Absage erteilt“, so Dürbrook, der ergänzte: „Wir müssen beim Ausbau der Windenergie die berechtigten Interessen der Menschen berücksichtigen. Aber wenn Regeln, wie in diesem Fall in Heiligenhafen, erkennbar unsinnig sind, gehören sie überarbeitet. Schleswig-Holstein braucht jede Fläche, auf der ohne große Konflikte ein Windkraftausbau möglich ist. Ich erwarte, dass sich die CDU im Interesse des Klimaschutzes und der deutschen Energiesouveränität einen Ruck gibt.“

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