„GeÖffnet“: „KunstVerein Heiligenhafen“ sieht sich als Impulsgeber für Bürger, die mitgestalten wollen

Niko Rickert: „Es zählt die Idee“

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Niko Rickert, 1. Vorsitzender des „KunstVerein Heiligenhafen“, vor einem Leerstand im Thulboden.

HEILIGENHAFEN · Architekt Niko Rickert weiß aus eigener beruflicher Erfahrung, wovon er spricht, wenn er sagt: „Es ist einfacher, ein Haus zu bauen, als eine Stadt zu strukturieren.“ Er dürfte Heiligenhafens Kommunalpolitikern, aber auch Vertretern verschiedener Vereine und Verbände aus der Seele sprechen. Diese sind zwar seit Jahren bemüht, die Innenstadt Heiligenhafens zu attraktivieren und zu beleben, doch mit großen Erfolgserlebnissen waren diese Anstrengungen meist nicht belohnt worden.

Nichtsdestotrotz gilt es, weiterhin aktiv zu bleiben, um die Stadtentwicklung voranzubringen. Ein Begleiter dieser Anstrengungen möchte der „KunstVerein Heiligenhafen“ sein, dessen 1. Vorsitzender Niko Rickert ist. Dabei sei die zurzeit laufende Aktion „GeÖffnet“ momentan das wichtigste Projekt, mit dem man aktiv gegen die Leerstände in der Innenstadt vorgehen wolle. Den „KunstVerein“ sieht Rickert in dieser Hinsicht als „Impulsgeber“, denn der Bürger müsse sich bei solchen Aktionen, mit denen die Stadtentwicklung vorangetrieben werden solle, beteiligen können. Geschehe das nicht, „passiert auch nichts“, ist er überzeugt.

Mit dem Projekt „GeÖffnet“ sollen die Bürger nun aktiv an einer möglichen Veränderung teilhaben (wir berichteten). Und es können immer noch Vorschläge eingereicht werden, wie den Leerständen in der Innenstadt begegnet werden kann. „Die Idee zählt“, gibt es laut Rickert keine engen Vorgaben. Das können Texte, Bilder, Zeichnungen, Collagen oder Sonstiges sein. Die Vorschläge werden im Anschluss gesichtet und zur Kult(o)urnacht am 25. August (Sonnabend) über einen Zeitraum von zwei Wochen in den Schaufenstern von zehn Geschäften, darunter auch Leerstände, auf großen Bildschirmen präsentiert, welche kostenlos zur Verfügung gestellt werden von der Oldenburger Firma „Medimax“.

Stadtentwicklung braucht Zeit

Am 8. September (Sonnabend) ist dann im Pavillon am Binnensee eine Finissage geplant, zu der auch eine Prämierung der eingegangenen Vorschläge erfolgen soll. Zugegeben, es sei ein schwieriges Projekt, so Rickert gegenüber der HP, doch Prozesse wie die Stadtentwicklung bräuchten immer Zeit. „Der gordische Knoten muss dann aber auch durchschlagen werden“, sieht Rickert diese Zeitschiene als nicht unendlich an.

Gleichwohl sei er vom Erfolg des Projekts, in das sich besonders die Vereinsmitglieder Wiebke Meier und Helmut Hedram einbringen würden, überzeugt. Erste eingesandte Ideen seien recht vielversprechend. Vorschläge würden auch noch in der nächsten Woche unter kunstvereinheiligenhafen@online.de entgegengenommen, so Rickert, der unter Tel. 04362/5007330 ebenso weitere Auskünfte erteilt wie die 2. Vorsitzende Dr. Ellen Rades unter Tel. 0176/23470869. · hö

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