Liegmann: Wir wollen den roten Faden der Betreuung für Kinder und Jugendliche von null bis 18 Jahren

Ohne Professionalität geht‘s nicht

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Martin Liegmann, Geschöftsführer des DKSB-Ortsverbandes.

HEILIGENHAFEN (hö) · Der Ortsverband Heiligenhafen des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung genommen und immer mehr an Professionalität gewonnen. Diese sei auch erforderlich, um die in den letzten Jahren übernommenen Aufgaben ganz im Sinne der Kinder und ihrer Eltern zu bewältigen, so Dr. Theodor Siebel, 1. Vorsitzender des DKSB-Ortsverbandes, auf der Jahreshauptversammlung.

„Wir wollen den roten Faden der Betreuung für Kinder und Jugendliche von null bis 18 Jahren“, umriss Martin Liegmann, Geschäftsführer des DKSB-Ortsverbandes, das Bestreben, ein bedarfsgerechtes Angebot für Familien in Heiligenhafen zu schaffen. Und hierzu bedürfe es dieser Professionalität, die sich auch an Zahlen festmachen lässt. So habe der Ortsverband 2007 über ein Haushaltsvolumen von rund 25 000 Euro zu entscheiden gehabt, im letzten Jahr waren es etwa 125 000 Euro, im laufenden Jahr steht eine Verdoppelung des Etats an, ehe im Jahr 2011 die halbe Million erreicht würde. Im Wesentlichen sei dies begründet durch die Übernahme der Trägerschaft für den Krippenneubau im Stadtpark.

▪ Stadt und Kreis verlässliche Partner des DKSB

In diesem Zusammenhang sprach Martin Liegmann der Stadt Heiligenhafen seinen Dank aus, dass hier bedarfsgerechte und ausfinanzierte Angebote für Kinder vorgehalten werden können. Die Stadt Heiligenhafen und der Kreis Ostholstein seien beide verlässliche Partner. Doch auch auf den Kinderschutzbund sei Verlass, so Dr. Theodor Siebel. Dass der DKSB-Ortsverband tief verwurzelt sei im Gemeinwesen, lasse sich auch an einer Vielzahl eingegangener Spenden ablesen, so Siebel.

Professionalität hat aber nicht nur mit dem Umfang der finanziellen Ausstattung zu tun, sondern vielmehr auch mit den Personen, die die Verantwortung tragen für eine optimale Betreuung. Hier dankte Theo Siebel den engagierten ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern, die unter der pädagogischen Leitung von Silke Krause ihren Anteil zur erfolgreichen Arbeit beigeträgen hätten.

Der Erfolg lasse sich zudem an den drei Projekten ablesen, die im vergangenen Jahr hinzugekommen seien. So hat der DKSB-Ortsverband im letzten Jahr für die Offene Ganztagsschule die Trägerschaft vom DKSB-Kreisverband übernommen, die Schulsozialarbeit gestartet sowie in enger Abstimmung mit dem Kreis mit dem Aufbau des Familienzentrums Nord begonnen. Letzterem kommt laut Silke Krause die Aufgabe zu, für den Bereich von Lensahn bis Fehmarn Netzwerkstrukturen zu schaffen, um Kindswohlgefährdung möglichst früh zu erkennen und durch unterstützende Angebote Vorbeugung zu betreiben. „Ich bin optimistisch, dass das Projekt wächst“, so Krause, die aber weiß, dass noch viel Aufbauarbeit zu leisten ist.

Dieses Stadium hinter sich haben bereits zahlreiche weitere Projekte des DKSB-Ortsverbandes, wie die Jahresberichte verdeutlichten. Zu nennen sind das Tagespflegeprojekt „Kinderstube“ für die Betreuung der Null- bis Dreijährigen, das Projekt „Hallo, kleiner Mensch“, das jungen Müttern mit ihren Kindern Hilfestellung in ihrer neuen Lebenssituation bietet. Neben der Arbeit in der Offenen Ganztagsschule sowie der Hausaufgabenhilfe in Großenbrode gesellt sich auch noch Vertiefte Berufliche Orientierung (VBO) hinzu. In Kooperation mit der Agentur für Arbeit wird innerhalb dieses Projektes die Berufsorientierung der Schüler in der achten und neunten Jahrgangsstufe gestärkt.

Martin Liegmann teilte der Versammlung mit, dass VBO zunächst bis Ende 2010 verlängert worden sei, die Agentur für Arbeit sich aber bemühe, das Projekt auch darüber hinaus zu fördern.

▪ Krippenneubau und Umzug des Kinderhorts

Der Geschäftsführer des DKSB-Ortsverbandes gab abschließend noch einen kurzen Ausblick auf die Aktivitäten, die noch in diesem Jahr anstehen. Ganz oben auf der Agenda steht dabei der Aufbau von zwei Krippengruppen, die wohl schon im Oktober in den zurzeit im Bau befindlichen Krippenneubau im Stadtpark einziehen könnten. Bereits am 1. Juli steht der Umzug des Kinderhorts vom Kurzen Kamp in den Arche-Noah-Kindergarten in der Friedrich-Ebert-Straße an, wo zum neuen Kindergartenjahr der DKSB-Ortsverband die Trägerschaft für die Betreuung einer Elementargruppe (Drei- bis Sechsjährige) übernimmt. Im neuen Schuljahr soll laut Liegmann ferner die im vergangenen August erfolgreich gestartete Schulsozialarbeit stabilisiert und weiterentwickelt werden, ebenso die Offene Ganztagsschule.

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