Der Vorstand des Fördervereins Hospiz Wagrien-Fehmarn
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Der Vorstand des Fördervereins Hospiz Wagrien-Fehmarn hat, wie auf diesem Archivfoto, Grund zur Freude: Christel Behnk aus Göhl hat dem Verein 10000 Euro für das Hospiz-Projekt gespendet.

Großzügige Spende von Christel Behnk aus Göhl / Kirche stellt Grundstück in Oldenburg zur Verfügung

Oldenburg: 10000 Euro für das Hospiz in Ostholstein

  • Hans-Jörg Meckes
    VonHans-Jörg Meckes
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Der Förderverein Hospiz Wagrien-Fehmarn kann sich über eine Spende von 10000 Euro freuen. Der Verein steht jetzt am Anfang vom Spendensammeln, um in Oldenburg ein Hospiz für den Norden Ostholsteins zu errichten.

  • Eine Frau aus Göhl spendete dem Förderverein Hospiz Wagrien-Fehmarn 10000 Euro.
  • Die Nordkirche in Oldenburg wird in der Straße Am Sandkamp ein Grundstück für das Hospiz zur Verfügung stellen.
  • Insgesamt müssen 4,5 Millionen Euro gesammelt werden, damit das Projekt realisiert werden kann.

Oldenburg – Über eine großzügige Spende von 10000 Euro konnte sich jetzt der Förderverein Hospiz Wagrien-Fehmarn freuen, dessen Anliegen es ist, in Zukunft in Oldenburg ein Hospiz zu errichten.

Wie es dazu kam, erzählte die erste Vorsitzende des Vereins, Beate Rinck: „Ich bin Anfang Dezember von Christel Behnk aus Göhl angerufen worden, die sich erkundigte, wie der aktuelle Sachstand bei unserem Hospiz-Projekt ist.“ Daraufhin sagte ihr Rinck, dass aktuell noch fleißig Geld gesammelt werden müsse. „Vier bis fünf Jahre wird es noch dauern, bis das Hospiz steht“, schätzt sie. Christel Behnk habe entgegnet, dass sie gern 10000 Euro an den Verein überweisen möchte, was sie Mitte des Monats dann auch wirklich tat. Das hat Beate Rinck und alle Mitglieder im Verein natürlich riesig gefreut.

Auch für kleinere Spenden ist der Verein aber stets sehr dankbar. So nähte eine Unterstützerin Mini-Scheibenwischer für Smartphones und Tablets und gab diese gegen eine Spende weiter. Insgesamt habe die Frau dadurch circa 100 Euro gesammelt, die sie dem Förderverein für das Hospiz nun zukommen ließ, erzählt die erste Vorsitzende.

Leute auf dem Land sollen so gut versorgt sein wie in den Städten

Der Förderverein Hospiz Wagrien Fehmarn ist im August 2019 gegründet worden, erzählt Rinck. Bereits ein Jahr zuvor habe sie das Vorhaben, für die Menschen in der Region ein Hospiz zu errichten, bei der Aktivregion vorgestellt. Das Ziel beschreibt die erste Vorsitzende so: „Die Menschen sollen, wenn sie sterben, nicht alleine sein, sondern von ihrer Familie und ihren Freunden begleitet werden.“ Mit einem Hospiz, das todkranke Menschen während ihrer letzten Lebenstage aufnimmt, müssten viele nicht mehr weite Wege nach Kiel oder Lübeck in Kauf nehmen. „In Städten sind Hospize ganz normal. Ich möchte, dass die Leute auf dem Land genauso gut versorgt sind wie in den Städten“, betont die erste Vorsitzende.

Nach derzeitigem Stand würde die Kirche laut Rinck in Oldenburg in der Straße Am Sandkamp ein Grundstück für das zukünftige Hospiz zur Verfügung stellen. Dieses befinde sich an einer Straßenecke, und nebenan würden sich keine Nachbarn befinden. Damit das Projekt verwirklicht werden kann, müssten insgesamt 4,5 Millionen Euro aufgebracht werden, erzählt sie. Damit könnte der gesamte Bau, der für zwölf Gäste geplant werde, realisiert werden. „Es ist wie ein Mini-Pflegeheim.“ Aktuell befinde sich der Verein beim Sammeln der Spenden mit 150000 Euro noch am Anfang, betont die Vorsitzende. Allerdings müsse die Summe von 4,5 Millionen Euro nicht auf einmal gezahlt werden. „Es wird alles in Tranchen bezahlt“, erklärt Rinck und fügt hinzu, dass es vom Land Schleswig-Holstein pro Platz 30000 Euro Förderung gebe, kurz bevor der Bau fertig ist.

Nächstes Ziel: Kooperationsvertrag mit der Kirche vorbereiten

Als nächster Schritt sei geplant, im Februar den Kooperationsvertrag mit der Kirche vorzubereiten, so Rinck weiter. Darin sollen die Rolle des Fördervereins und die der Kirche konkreter festgehalten werden. „Es geht beispielsweise darum, welche Erwartungen die Kirche an uns hat“, erklärt die Vereinsvorsitzende.

Weiterhin macht Rinck auch auf den vom Oldenburger SV organisierten ersten Oldenburger Hospiz-Lauf aufmerksam, der für den 11. September geplant wird. „Der geht auch an Heiligenhafen vorbei bis zur Sundbrücke.“ Zum Lauf kann man sich bis zum 3. September auf der Seite my.raceresult.com anmelden. Weitere Informationen gibt es auch auf der Seite des OSV auf osv1865.de.

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