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Oldenburg: Mahnwache gegen den Krieg in der Ukraine auf dem Marktplatz

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Von: Arne Jappe

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Mahnwache zum Ukraine-Konflikt auf dem Marktplatz in Oldenburg in Holstein
Zahlreiche Menschen kamen auf dem Oldenburger Marktplatz zusammen, um ihr Mitgefühl für die von Russlands Militär angegriffene Ukraine auszudrücken. © Arne Jappe

In Oldenburg kamen am Freitag zahlreiche Menschen zu einer Mahnwache gegen den von Russlands Präsidenten Wladimir Putin initiierten Krieg in der Ukraine. Die Teilnehmer sprachen sich deutlich gegen den Krieg aus und forderten ein sofortiges Ende.

Oldenburg – Am Freitagabend waren hunderte Menschen vor dem Oldenburger Rathaus, um gegen den Krieg und für den Frieden in der Ukraine zusammenzustehen. „Oldenburg zeigt sich solidarisch“ – dazu hatten die Politik und Kirchen aufgerufen.

Oldenburgs Bürgermeister Jörg Saba (parteilos) fand deutliche Worte für das, was in der Ukraine momentan passiert. „Niemand hat in Europa an Krieg gedacht“, sagte Saba. Er kritisierte das Vorgehen des russischen Präsidenten Wladimir Putin, denn zu lange habe man dem Treiben von Putin zugeschaut. „Die dramatischen Folgen für die Bürgerinnen und Bürger in der Ukraine sind mit unfassbarem Leid verbunden“, betonte der Bürgermeister. Er begrüßte die harten Sanktionen der Europäischen Union, um Putin zur Vernunft zu bringen. „Es ist an der Zeit, sich gerade zu machen“, sagte Saba. Auch die Stadt Oldenburg werde sich an der Suche nach geeignetem Wohnraum beteiligen, und die Stadtverwaltung nehme Angebote der Bürgerinnen und Bürger aus Oldenburg gerne entgegen.

Deutliche Worte gegen den Krieg in der Ukraine

Auch Reinhard Priebe, Vorsitzender des Ortsvereins der überparteilichen Europaunion und die Vorsitzende des Städtepartnerschaftskomitees Oldenburg-Blain, Sylvaine Mody, sprachen an diesem Abend zu den Menschen auf dem Oldenburger Marktplatz. Beide fanden ebenfalls deutliche Worte gegen den Krieg in der Ukraine.

Die Oldenburger Pastoren der evangelischen und katholischen Kirche riefen nach ihren Worten zu einer Schweigeminute auf. Nach dem Innehalten nahmen die drei Pastoren die Menschen in ihr Gebet gegen den Krieg und für den Frieden in der Ukraine auf. Die Abschlussworte kamen von Oldenburgs Bürgervorsteherin Susanne Knees (CDU). Sie verurteilte Wladimir Putin für den Krieg gegen die Ukraine und hoffte auf einen sofortigen Stopp der Kämpfe im Kriegsgebiet.

Bitte verurteilen Sie diese Menschen nicht, denn nur Putin will diesen Krieg.

Oldenburgs Bürgervorsteherin Susanne Knees (CDU)

Am Ende bedankte sich Knees bei den Menschen für ihre Solidarität und mahnte, dass man dies auch mit den in Deutschland lebenden Russen machen muss. „Bitte verurteilen Sie diese Menschen nicht, denn nur Putin will diesen Krieg“, sagte Susanne Knees. Erfreut und stolz zeigte sie sich, dass ein privat organisierter Hilfskonvoi sich am Sonnabendmorgen auf den Weg zur polnisch-ukrainischen Grenze aufmachte. Auch ein Oldenburger Unternehmer und die Feuerwehr Oldenburg unterstützen mit jeweils einem Großfahrzeug den Konvoi. Sie beendete die Mahnwache mit den Worten „Slava Ukraini“.

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