Vier Männer machen einen symbolischen Spatenstich.
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Der symbolische erste Spatenstich: Eugen Materi von der Firma Strabag (v.l.), Oldenburgs Bürgermeister Jörg Saba, Wirtschaftsminister Bernd Buchholz und Burkhard Naß (Werkleitung Kommunale Dienste).

„Am Voßberg“: Stadt Oldenburg erhält Förderbescheid über 1,33 Millionen Euro

Gewerbegebiet wächst um 4,5 Hektar: Finanzspritze vom Land in Millionenhöhe

  • Patrick Rahlf
    vonPatrick Rahlf
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Angesichts des wachsenden Bedarfs an Gewerbeflächen entlang der künftigen Trasse zwischen Deutschland und Dänemark erweitert die Stadt Oldenburg ihr Gewerbegebiet „Am Voßberg“ um 4,5 auf fast 37 Hektar. 1,33 Millionen Euro gab es dafür vom Land.

  • Erschließungsarbeiten sollen bis zum Spätherbst abgeschlossen sein.
  • Oldenburg würde gerne noch weitere Gewerbeflächen ausweisen.
  • Nachfrage von Firmen ist riesengroß.

Oldenburg – Für das 2,2 Millionen Euro teure Vorhaben überbrachte Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz (FDP) am Freitagmittag an Oldenburgs Bürgermeister Jörg Saba (parteilos) einen Förderbescheid des Landes in Höhe von 1,33 Millionen Euro. „Mit dieser Investition nutzen Sie Ihre einmalige Chance auf Ansiedlungen und Wachstum, die Ihnen der nordeuropäische Brückenschlag durch den Fehmarnbelttunnel bietet“, sagte Buchholz.

Erschließungsarbeiten im Spätherbst abgeschlossen

„Die Nachfrage ist einfach enorm.“ 

Jörg Saba, Bürgermeister der Stadt Oldenburg.

Glücklich zeigte sich Jörg Saba, dass es der Stadt Oldenburg gelungen sei, der großen Nachfrage nach weiteren Gewerbeflächen gerecht zu werden. „Die Nachfrage ist einfach enorm. Besonders Firmen, die bereits vor Ort ansässig sind, sind mit dem Wunsch an uns herangetreten, sich zu vergrößern. Das können wir nun ermöglichen.“ Saba erklärte am Freitagmittag, dass mit den Erschließungsarbeiten bereits begonnen wurde, im Spätherbst soll das Areal dann komplett erschlossen sein.

Doch wie geht es dann weiter? Zwar ist Oldenburg auch am rund 15 Hektar großen interkommunalen Gewerbegebiet Höhe Jahnshof beteiligt, doch alle Verantwortlichen und Entscheidungsträger rechnen damit, dass im Zuge der Festen Fehmarnbeltquerung die Nachfrage noch lange nicht gestillt sein wird. „Da werden wir zu gegebener Zeit bei der Landesplanung noch einmal vorstellig werden, um zu reden“, erklärte Jörg Saba, was für Bernd Buchholz kein Problem sei. „Wir können gerne nach Lösungen suchen, dafür gibt es eine Experimentierklausel.“

Der Minister lobte das Engagement Oldenburgs, die Stadt stehe symbolisch für den wirtschaftlichen Aufschwung in Ostholstein. „Aus meiner Sicht darf es im Fehmarnbeltkorridor für die Erschließung neuer Gewerbeflächen gern viele Nachahmer geben. Davon profitiert nicht nur der Kreis Ostholstein, sondern auch die gesamte Region Hansebelt.“

20 Standorte mit hohem Entwicklungspotenzial

Buchholz erinnerte daran, dass ein Gutachten im Bereich des Fehmarnbelt-Hinterlandes insgesamt 20 Standorte mit hohem Entwicklungspotenzial vorsehe. Dabei sei die Erweiterung des Gewerbegebiets „Am Voßberg“ noch nicht einmal eingeschlossen. Aus seiner Sicht sprechen „viele gute Gründe“ für den Investitionsschritt der Stadt: „Die Verkehrsanbindung ist bereits vorhanden, hier wird im Gegensatz zu einem neuen Gewerbegebiet sparsam mit dem Flächenverbrauch umgegangen, und auch die bereits ansässigen Unternehmen werden durch neue Nachbarn profitieren“, so der Minister.

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