Umzug der Olen Gill in Großenbrode.
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Der Umzug durch die Gemeinde gehört zu den Höhepunkten des Gildefestes. 2022 soll er wieder stattfinden.

Gildefest wird erst in 2022 wieder geplant

Ole Gill Großenbrode: Ein stilles Jubiläumsjahr

  • Patrick Rahlf
    VonPatrick Rahlf
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Auch in diesem Jahr wird es coronabedingt kein Gildefest bei der Olen Gill in Großenbrode geben. Damit wird erst im Jahr 2022 wieder geplant. Aktuell gibt es Überlegungen zu einem Grillfest im August.

  • Corona sorgt auch im Jubiläumsjahr für Stille in der Olen Gill Großenbrode.
  • Die Gilde hat eine gesunde Altersstruktur und keine Angst vor der Zukunft.
  • Vielleicht gibt es noch die Möglichkeit, einen Herbstball auszurichten.

Großenbrode – Viele Pläne haben Vorstand und Mitglieder der Olen Gill Großenbrode in ihrem großen Jubiläumsjahr gehabt. 250 Jahre Gildeleben, das will schließlich gebührend gefeiert werden. Doch die Corona-Pandemie hat alle Pläne durchkreuzt und das besondere Jahr zu einem äußerst stillen werden lassen. „Aktuell wären wir froh, wenn es im August für ein Grillfest in unserem renovierten Gildehaus reicht“, sagte der 1. Ältermann Günter Schwarz im Gespräch mit der HP, der trotz aller Enttäuschung den Blick nach vorne richtet.

Seit 2019 amtierender König am Sund: Peer Knöfler.

Am Montag (28. Juni) hätte das alljährliche Gildefest in Großenbrode stattfinden sollen, das nach 2020 zum zweiten Mal in Folge ausfallen muss. „Die Inzidenz ist nun sehr niedrig, aber wir haben uns im Frühjahr für eine Absage entschieden. Wir hatten schließlich keine Planungssicherheit“, so der Ältermann. Ursprünglich war bereits für März ein Gründungsball geplant gewesen, auch das Ältermanntreffen hätte 2021 in Großenbrode stattfinden sollen. Ein großer Festkommers am kommenden Sonntag anlässlich des 250-jährigen Bestehens war ebenfalls geplant gewesen. „Es hat schon weh getan, das alles abzusagen. Unser Planungskomitee hat sich seit 2019 mit unserem Jubiläumsjahr beschäftigt, aber die Gesundheit aller Beteiligten steht selbstverständlich an erster Stelle.“ Eventuell bestünde die Möglichkeit, in diesem Jahr noch einen Herbstball auszurichten, ansonsten werde auch dieser, wie die anderen Feierlichkeiten auch, auf 2022 verschoben. 

Wir sind 125 Mitglieder stark und haben eine sehr gesunde Altersstruktur. Jahr für Jahr treten neue Mitglieder in den 20ern bei uns ein, teilweise noch jünger.

Günter Schwarz, 1. Ältermann Ole Gill Großenbrode

Der Großenbroder Gilde  ist es in den vergangenen anderthalb Jahren nicht anders ergangen als anderen Vereinen in Pandemie-Zeiten. „Das Vereinsleben stand still. Allerdings haben wir letztes Jahr zum Gildefest allen Mitgliedern eine kleine Aufmerksamkeit vorbeigebracht – das werden wir auch am kommenden Montag machen“, berichtet Günter Schwarz. Auch habe man mit dem „Gill Löper“ ein kleines Mitteilungsblatt ins Leben gerufen, um alle Mitglieder mit Informationen rund um das Jubiläumsjahr zu versorgen.

Vereinsleben ist in der Gilde sehr gesund

Zwar sei Corona ein ziemlicher Tiefschlag für das Vereinsleben gewesen, bange vor der Zukunft ist dem Ältermann aber ganz und gar nicht. „Wir sind 125 Mitglieder stark und haben eine sehr gesunde Altersstruktur. Jahr für Jahr treten neue Mitglieder in den 20ern bei uns ein, teilweise noch jünger. Auch der Vorstand hat sich stark verjüngt, da sind Walter Liedtke und ich mit Abstand die ältesten Vertreter“, sagt Günter Schwarz und kann sich das Lachen nicht verkneifen. „Frische Ideen und Tatendrang können wir immer gebrauchen, deshalb tun uns die jungen Leute gut, die nun Verantwortung übernehmen.“

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