26 Personen zeigten Mut und liefen mit Badebekleidung vom Strand in die Ostsee

Großenbrode – Ein Ort für die ganz Harten

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Fix rein und wieder raus: 26 Wasserratten mit Liebe zu kühlen Temperaturen gingen baden.

GROSSENBRODE -mb- Das neue Jahr war gerade einmal elf Stunden alt, und dennoch stellten sich am gestrigen Neujahrstag am Großenbroder Südstrand bereits 26 Personen einer ersten echten Herausforderung. Die nackten Zahlen: Fünf Grad Wassertemperatur, sechs Grad Außentemperatur, keine Sonne und ein eiskalter Wind aus wechselnden Richtungen standen Teilnehmerinnen und Teilnehmern in sommerlicher Badebekleidung und bunten Kostümen gegenüber.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gaben einen guten Querschnitt durch die Gesellschaft wieder, denn fast jede Altersgruppe war am gestrigen Sonntag vertreten. So war der jüngste Teilnehmer nur acht Jahre alt und der älteste immerhin 75 Jahre, nämlich Eckart Jens aus Großenbrode. Das muss ziemlich unterhaltsam werden, dachten sich etliche Hundert Zuschauerinnen und Zuschauer, die geduldig am Morgen nach Silvester auf den Einzug der Bade-Gladiatoren warteten, die sich in der „Kinderinsel“ des Tourismus-Service auf ihr erfrischendes Ostseebad vorbereiteten. 

Bis die Protagonisten des Vormittages den Strand betraten, unterhielten „DJ Wolfgang2“, Bürgermeister Jens Reise und Touristikleiter Ubbo Voss, die sich selbst nicht berufen fühlten, an der erfrischenden Aktion teilzunehmen. „Also ich habe ein Entschuldigungsschreiben von meinen Eltern“, scherzte der Touristikleiter, der daraufhin wieder ernster wurde und von einem guten Jahr für das Ostseeheilbad Großenbrode sprach. Man werde sich zudem weiterentwickeln und in Großenbrode keine Langeweile aufkommen lassen. Bürgermeister Reise wünschte allen Anwesenden sowie Großenbrodern und Gästen ein frohes und gesundes Jahr 2017 und verwies auf den Neujahrsempfang der Gemeinde, der am 14. Januar (Sonnabend) im „MeerHuus“ stattfinden werde. Dies sei eine erste gute Gelegenheit, sich auszutauschen und ins Gespräch zu kommen. Zurück zum eigentlichen Geschehen: 11.15 Uhr zeigte die Uhr, als die unerschrockenen Anbaderinnen und Anbader durch Verantstaltungsleiter Roland „Early“ Früh in die Arena geführt wurden. Auf den ersten Blick waren in den Gesichtern keine besorgniserregenden Ausdrücke erkennbar – vielleicht war das aufgrund der Temperaturen auch nicht mehr möglich. Nach wenigen Minuten war alles wieder vorbei und die Mutigen bewegten sich längst in Richtung Erbsensuppe, Punsch und heißer Schokolade, als ein Raunen durch das Publikum ging. Was war los? Extremsportler Wolfgang Kulow fuhr mit einem Fahrrad durch die flache Ostsee. Am Seil zog er einen Wassersack hinter sich her, den er am Strand öffnete, wobei einige Exem- plare seines 2016 erschienenen Buches „Das Unvorstellbare wagen: Mein Leben als Extremsportler“ zum Vor- schein kamen.

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